Agenda 21
Was bedeutet AGENDA 21 in Viernheim?
Das richtige Maß finden...
Eine goldene Lebensregel der alten Vernemer lautet:
Überall, wo zu vornedran steht, des is einfach nix:
zu wenig - zu viel
zu groß - zu klein
zu schnell - zu langsam
zu hoch - zu niedrig
zu naß - zu trocken etc.
Diese Lebensregel vom richtigen Maß ist universal, wenn auch bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten. Sie war jedoch Grundlage für das Handlungsprogramm zum 21. Jahrhundert, auf das sich Staatsleute und Diplomaten aus 180 Staaten der Erde bei der Umweltkonferenz von Rio de Janeiro im Jahr 1992 verständigt haben: die Agenda 21
Nachhaltige Entwicklung?
Ende der 80er Jahre ist es immer deut-licher zu Tage getreten: Die Tragfähigkeit unseres wunderschönen blauen Planeten ist begrenzt.
Der Grund:
Bevölkerung und Wirtschaft
wachsen schneller als die natürlichen
Lebensgrundlagen, von denen wir alle abhängig sind.
Wenn wir die Tragfähigkeit unserer Erde für unsere Kinder und Enkel bewahren wollen, müssen wir umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit, lautet die Botschaft von Rio de Janeiro. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist alt:
Von den Zinsen leben,
nicht vom Kapital.
Eine Entwicklung gilt dann als nachhaltig, wenn sie den Menschen von heute und den kommenden Generationen ein menschenwürdiges Dasein erlaubt.
Um dies möglich zu machen, brauchen wir die
Agenda 21
Nachhaltiges Viernheim!
Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht
der Erde verändern.
(afrikanisches Sprichwort)
In der Agenda-Entschließung von Rio de Janeiro werden nicht nur Regierungen zum Umsteuern aufgefordert, sondern es wird ausdrücklich verlangt, daß jede Stadt und Gemeinde der Welt ihre eigene lokale Agenda 21 erstellen soll. Warum?
Eine nachhaltige Entwicklung kann nicht in erster Linie von oben verordnet werden. Die entsprechenden Ziele vor Ort können nur in einem Verständigungsprozeß möglichst aller Bürgerinnen und Bürger gemeinsam erarbeitet werden. Dies ist der Weg zur Agenda 21
