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Interkulturelles Umweltlernen in Viernheimer Kindertagesstätten 20.01.2005
- Deckblatt der Broschüre "Interkulturelles Umweltlernen in Viernheimer Kindertagesstätten"
Interessantes Handbuch dokumentiert Viernheimer Erfahrungen
Mitte Januar 2005 stellte Viernheims Bürgermeister Matthias Baaß das Handbuch "Interkulturelles Umweltlernen in Viernheimer Kindertagesstätten" der Presse vor. Es ist eine Zusammenfassung von fast zwei Jahren Arbeit und Erfahrungen von vier Viernheimer Kindertagesstätten.
Im ersten Teil des 120-seitigen Handbuches werden theoretische Grundlagen interkultureller und umweltpädagogischer Bildung beschrieben, im zweiten Teil erste Handlungsansätze für die Teilbereiche Konzeptentwicklung, Mitarbeiterqualifikation, Praxisprojekte mit Kindern und in der Elternzusammenarbeit aufgeführt.
Die Autoren dieses Handbuches verstehen ihr "Werk" als Werkbuch, das erweitert und ergänzt werden kann und soll. Aus diesem Grund ist es als Loseblattsammlung fertiggestellt worden, offen für Anmerkungen und erweiterbar um eigene Praxisbeispiele und -erfahrungen. In diesem Zusammenhang freuen sich die Verfasser auch über konstruktive Kritik und Rückmeldung.
Seit dem Jahre 2000 setzt man sich in Viernheim mit dem Thema "Zusammenarbeit mit Eltern und Umgang mit Mehrsprachigkeit auf der Basis interkulturellen Umweltlernens und Naturerfahrung in Kindertagesstätten" auseinander. Dabei stellte sich heraus, dass in allen Trägerschaften die Verknüpfung von Umweltbildungszielen mit dem sozialen Ziel der Ent-wicklung von interkulturellen Kommunikationsfähigkeiten Sinn machte. Ebenfalls Sinn und Nachholbedarf besteht im Zugang zu ausländischen Eltern und dem angemessenen Umgang mit Mehrsprachigkeit. Dabei ist von einem großen Entwicklungspotential und einem großen Handlungsbedarf die Rede.
Das Ziel, die Prinzipien der Interkulturellen Erziehung und der Umweltbildung als Grundhaltung in den Kindertagesstätten zu etablieren und so die Handlungsfähigkeiten für zugewanderte und einheimische Kinder für das Leben in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft zu entwickeln und zu fördern, wurde erreicht und es wird sukzessive daran weitergearbeitet.
Die finanzielle Förderung aus Mitteln des Projektwettbewerbes von "Innovativen Projekten zur Nachhaltigkeit" des Hess. Ministeriums für Umwelt- Landwirtschaft und Forsten ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Projekt weit über Viernheim hinaus auf Interesse und Zustimmung stößt.
Dieses Handbuch kann als Vorbild für andere Kindertagesstätten im Kreis Bergstraße und darüber hinaus dienen, sich ebenfalls aufzumachen, zusammen mit den Kindern und Eltern, soziale und mehrsprachliche Kompetenzen" zu erlernen und zu erwerben.
Interessierte können sich an die Projektleiterin Anita Heckmann-Schradi vom Viernheimer Agendabüro, KOMPASS- Umweltberatung, Tel. 06204/8551 wenden. Das Handbuch kann man gegen eine Schutzgebühr von € 5,00 + Versandkosten dort bestellen.
Ohne die überdurchschnittlich engagierte Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Kindertagesstätten Kapellenberg, Kinderdörfel, Maria-Ward und St. Hildegard, hoch motivierten Eltern und Mitgliedern des Viernheimer Ausländerbeirates hätte dieses Projekt nicht verwirklicht werden können, so Baaß.
Das Projekt, das in Trägerschaft des Viernheimer Ausländerbeirates durchgeführt wurde, ist von Anfang an durch ausgewiesene Fachleute wie Brigitte Paddenberg, Ausländerbeauftragte des Kreises Bergstraße, durch den Caritas-Migrationsdienst des Kreises Bergstraße, vertreten von Flavio Danieli, und durch das Lernmobil Viernheim, vertreten durch Dr. Brigitta Eckert, mit Rat und Tat begleitet worden.
Fachlich unterstützt wurden die Viernheimer insbesondere von Professor Dr. Otto Filtzinger vom Mainzer Institut für Interkulturelle Pädagogik im Elementarbereich e.V. und dem Naturschutzzentrum Wetzlar zu danken.
Für die Koordination, dass der rote Faden nicht verloren ging, und dass der Abschluss des Projektes mit der Vorlage des Handbuches realisiert wurde, sorgte das Viernheimer Agenda-Büro. Durch das Handbuch sollen die positiven Projekterfahrungen anderen Viernheimer Kindergärten sowie den Kindergärten im Kreis Bergstraße zugänglich gemacht werden und zur Nachahmung anregen.
