"Birkenwäldchen"
Wohngebiet "Am Birkenwäldchen"
Im Bereich des Wohngebietes Nordweststadt, das Anfang der 80er-Jahre erschlossen wurde, ist das Gebiet "Am Birkenwäldchen", das unmittelbar an die öffentliche Grünfläche Potters-Bar-Anlage angrenzt, als Wohnstandort entwickelt worden.
Der Bebauungsplan für dieses Gebiet, das ca. 1,5 ha umfasst, wurde nach den gleichen Grundsätzen aufgebaut, wie der Bebauungsplan "Am Schmittsberg". Neben den dort zwingend vorgeschriebenen ökologischen Maßnahmen wurden in diesem Gebiet auch die Dächer der Hauptgebäude begrünt. Diese Vorschrift wurde u.a. notwendig, damit die Eingriffs-/Ausgleichsbilanz im Sinne des Naturschutzes ausgeglichen wird. Darüberhinaus wurden die Wohngebäude als Niedrigenergiehäuser mit passiver Solarnutzung errichtet.
Inzwischen wurden 7 Einfamilien-Kettenhäuser und 27 Geschosswohnungen unterschiedlicher Größe als öffentlich geförderte Eigentumsmaßnahmen (sozialer Wohnungsbau) realisiert. Eine Behindertenwohnstätte ist ebenfalls in das Baugebiet integriert worden.

Foto eines Kettenhauses
Durch das Wohngebiet führt eine Erschließungsstraße, die verkehrsberuhigt als Wohn- und Spiel-Straße gestaltet ist. Der ruhende Verkehr ist oberirdisch untergebracht. Das Regenwasser wird getrennt gesammelt und versickert in unmittelbarer Nähe der Wohngebäude.
Im städtebaulichen und hochbaulichen Konzept des Wohnquartiers wurden ökologische Aspekte besonders berücksichtigt. Hierbei stehen die Begrünung des Baugebietes, der Umgang mit Regen- und Trinkwasser sowie die Frage des Energieverbrauchs im Vordergrund.
Die im Wohngebiet vorhandene Vegetation, besonders das zu einem städtischen Grünzug gehörende Birkenwäldchen blieb erhalten.
Seine Wuchsfläche wird für die Versickerung von Regenwasser aus dem Baugebiet genutzt.
Zusätzlich zu dem vorhandenen Grün, wurden die Grundstücke und Gärten durch kräftige Hecken abgepflanzt werden. Diese Hecken zusammen mit straßenbegleitenden standortgerechten Bäumen bilden einen Windschutz und sind Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.
Im Wohngebiet wird möglichst kein Regenwasser in das Kanalnetz eingeleitet und damit der Kläranlage zugeführt. Durch Versickerung und Verdunstung wurde der natürliche Grundwasserstand erhalten und das Mikroklima verbessern. Bei der Freiflächengestaltung sollen deshalb möglichst wenig versiegelte Flächen hergestellt und versickerungsfähige Beläge ausgeführt wurden.
Die angeregten Gründächer speichern und verdunsten das Regenwasser. Zur Verringerung des Trinkwasserverbrauchs wurden alle Gebäude mit Regenwassernutzungsanlagen versehen, die zur Toilettenspülung und zur Gartenbewässerung dienen. Die Gebäude wurden als Niedrigenergiehäuser realisiert.

Gundrisse der Kettenhäuser

Lageplan
