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21.5.2012 : 10:55 : +0200

Für`s Leben lernen

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FÜR'S LEBEN....

...lernen alle Auszubildenden im Rahmen ihrer Ausbildung bei der Stadtverwaltung Viernheim. Die Azubis durchlaufen nicht nur die für ihre Ausbildungsziele notwendigen Ämter und Abteilungen im Rathaus, sondern sind auch im Rahmen eines vierwöchigen Praktikums in einer sozialen Einrichtung (beim Forum der Senioren, beim Kinderschutzbund oder im Amt KuBuS, Fachbereich Jugendförderung) tätig. 

Dadurch gewinnen sie Sicherheit im Umgang mit Menschen und erlangen soziale Kompetenz. 


Erfahrungsbericht über das Projekt „Für`s Leben lernen“

Christina Leupold und Brigitte Binder

Unsere Namen sind Christina Leupold und Brigitte Binder und wir sind Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung Viernheim. 

Im Rahmen dieser Ausbildung nahmen wir an dem freiwilligen Projekt „Für`s Leben lernen“ teil. Zielsetzung dieses Projekts ist es, dass Auszubildende soziale Kompetenz erwerben und einen Einblick in die soziale Arbeit erhalten, wobei die Betreffenden für einen Monat in einem der drei Stadtteilbüros Ost, West, Nord (Amt für Kultur, Bildung und Soziales) oder im Forum der Senioren (städtisches Alten- und Pflegeheim) tätig sind.  

Persönliche Erfahrungen von Brigitte Binder:

Ich habe das Projekt in einem unserer drei Stadtteilbüros absolviert. Das Stadtteilbüro Ost ist ein Bestandteil der städtischen Jugendförderung und an der der Alexander-von-Humboldt-Schule angesiedelt. Die Alexander-von-Humboldt-Schule ist eine Gesamtschule, in der sich Hauptschule, Realschule und das Gymnasium zusammen finden. 

Das Stadtteilbüro Ost ist eine zentrale Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche der Alexander-von-Humboldt-Schule. Dort lernte ich die „Über-Mittag-Betreuung“ kennen. Ich half den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) bei ihren Hausaufgaben, betreute sie beim Mittagessen und spielte mit ihnen, wenn sie mit ihrer Arbeit fertig waren. 

An manchen Tagen arbeitete ich in Arbeitsgruppen mit, die im Stadtteilbüro angeboten werden (wie z.B: die Koch-AG, die Basketball-AG, die Creativ-AG, die Fahrradwerkstatt-AG und die Stadtteilzeitung-AG).

Da die Jugendförderung eng mit der Schule kooperiert, nahm ich auch an einem Schulausflug teil, bei dem es in den Käfertaler Wald zum „Baumklettern“ ging.  

Zum Schluss meines Projektes fand ein polnischer Schüleraustausch zusammen mit Schülern der Alexander-von-Humboldt-Schule statt. Da die Jugendförderung dabei eine große Rolle spielte, habe ich das Programm für den einwöchigen Aufenthalt der polnischen Gäste selbst mitgestaltet. Wir unternahmen einige Ausflüge, unter anderem nach Heidelberg und Speyer. 

Persönliche Erfahrungen von Christina Leupold:

Da ich mich für das Amt für Kultur, Bildung und Soziales entschloss, war ich in den ersten drei Wochen dem Stadtteilbüro West (Friedrich-Fröbel-Schule) zugeordnet, das genau wie das Stadtteilbüro Ost zur AvH, zur städtischen Jugendförderung gehört. Im Stadtteibüro West wirkte ich bei der Über-Mittag-Betreuung (Hausaufgabenbetreuung) mit, oder half in der Schulbücherei aus. Da die Über-Mittag-Betreuung freitags nicht stattfindet, arbeitete ich an diesen Tagen im Amt für KuBuS, Fachbereich Gesundheit mit. Zusammen mit Herrn Horst Stephan befasste ich mich mit dem Thema: „Wie können Auszubildende der Stadt Viernheim, im Rahmen des Projekts Für`s Leben lernen die Selbsthilfegruppen kennenlernen?“. 

Während meiner letzten zwei Projektwochen wirkte ich im Feriendomizil und bei den Sommerferienspielen mit, ein Ferienangebot der städtischen Jugendförderung für Kinder von 6 - 12 Jahren. 

Jede Domizilwoche stand unter einem anderen Motto, so dass in der einen Woche „Zirkus und Akrobatik“ und in der anderen Woche die „Photosafari“ auf dem Programm standen. Am Ende einer gelungenen Mottowoche gab es immer eine Präsentation für alle Eltern, bei der die Kinder ihre erbrachten Ergebnisse vorstellten. 

Während des Feriendomizils half ich bei der Betreuung von fünfzig Kindern sowie bei der Organisation und Ausführung des täglichen Freizeitprogramms mit.

An heißen Tagen ging es auch öfters in das Viernheimer Freibad.

Mittwochs besuchten wir mit dem Bus verschiedene Ausflugsziele, wie z.B. das Felsenmeer oder die Ebertsheimer Bildungsinitiative mit einer dortigen Erforschung der heimischen Bäche. 

Alles in allem können wir sagen, dass wir während unserer Projektzeit sehr viel für das Leben dazugelernt haben. Es war sehr abwechslungsreich und interessant,  nicht nur in der Verwaltung zu arbeiten, sondern auch Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendliche gesammelt zu haben.

Wir empfehlen dieses „soziale“ Praktikum gerne weiter, denn es könnte dem Einen oder Anderen für sein weiteres Berufsleben helfen. 


"Über-Mittag-Betreuung“ -Stadtteilbüro Ost - Fotos Brigitte Binder

Stadtteilbüro West (Friedrich-Fröbel-Schule)

Feriendomizil im Treff im Bahnhof (TiB)