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21.5.2012 : 11:33 : +0200

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PRESSE-INFORMATION DER PFENNING-GRUPPE
Pfenning-Gruppe errichtet Logistikzentrum und Unternehmenszentrale in Heddesheim. Neuer Standort sichert künftiges Wachstum

Heddesheim, den 4. Februar 2009 - Der Wirtschaftsstandort Heddesheim wird durch eine bedeu-tende Neuansiedlung weiter gestärkt: Die Pfenning-Gruppe, eines der führenden Logistik-Unternehmen in Deutschland, hat Heddesheim als Standort für ein neues, hochmodernes Logistikzentrum sowie für die künftige Unternehmenszentrale ausgewählt. Dies gaben Karl-Martin Pfenning, geschäftsführender Gesellschafter der Pfenning-Gruppe, und Michael Kessler, Bürgermeister der Gemeinde Heddesheim, heute im Rahmen eines Pressegespräches bekannt.

Auf einer ca. 200.000 m² umfassenden Gesamtfläche, die für die Güterabwicklung über einen eigenen Gleisanschluss an das Netz der Deutschen Bahn verfügen wird, sollen bis 2013 Logistikgebäude entstehen, die zu den modernsten ihrer Art gehören. Das Konzept sieht vor, dass Kunden der Pfenning-Gruppe aus verschiedenen Branchen diese Infrastruktur im Rahmen ihrer Lagerhaltung und Warenbewirtschaftung nutzen können. Die Planung und Umsetzung dieses Projekts wird unter Berücksichtigung neuester ökologischer Erkenntnisse erfolgen. Ein Beispiel hierfür ist die geplante umfangreiche Nutzung von alternativen Energiequellen, z.B. von Erdwärme oder Solarenergie.

Das Gelände bietet der Pfenning-Gruppe die Möglichkeit einer zusätzlichen Erweiterung des Betriebsgeländes und schafft so die Grundlage für ein langfristig planbares weiteres Wachstum. Das Investitionsvolumen für das Logistikzentrum und den angeschlossenen Verwaltungssitz wird ca. 100 Mio. Euro betragen. An der neuen Unternehmenszentrale werden nach vollständiger Inbetriebnahme rund 1.000 Arbeitsplätze angesiedelt sein.
"Ausschlaggebend für unsere Entscheidung zugunsten des Standorts Heddesheim war neben der Größe und den langfristigen Erweiterungsmöglichkeiten der Fläche vor allem die verkehrsgünstige Lage inmitten der Metropolregion Rhein-Neckar, die sich neben der Anbindung an die Autobahn A5 und das Schienennetz der Deutschen Bahn auch durch die Nähe zum Mannheimer Binnenhafen und dem Frankfurter Flughafen auszeichnet," erläutert Karl-Martin Pfenning, geschäftsführender Gesellschafter der Pfenning-Gruppe. "Darüber hinaus ist unser Unternehmen sehr eng mit dieser Region verbunden, denn hier liegen unsere Wurzeln", so Pfenning weiter.

"Diese Firmenansiedlung ist angesichts ihres Investitionsvolumens und der Anzahl der geplanten Arbeitsplätze für die Gemeinde Heddesheim von herausragender Bedeutung", sagt der Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler. "Wir sind stolz, ein so großes und bedeutendes Unternehmen für unseren Standort gewonnen zu haben und sind überzeugt, dass diese Gewerbeansiedlung die Attraktivität und die Zukunftschancen der Gemeinde Heddesheim nachhaltig steigern wird."

Die Pfenning-Gruppe ist ein führender Logistikdienstleister, der über 40 Standorte in Deutschland verfügt und darüber hinaus durch Niederlassungen in Ungarn und Rumänien auch in Osteuropa aktiv ist. Das Unternehmen beschäftigt 1.850 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 einen Jahresumsatz von rund 220 Mio. Euro.


Pfenning logistics:
Arbeitsplätze bleiben erhalten
Dank an Stadt Viernheim

02.02.2009


Stellungnahme von Bürgermeister Matthias Baaß und 1. Stadtrat Martin Ringhof, Viernheim

Mit der Entscheidung von Pfenning logistics für Heddesheim als Zentralstandort des Unternehmens bleiben die Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe zu Viernheim erhalten.

Am Standort Viernheim beabsichtigt Pfenning logistics keine Betriebsaufgabe sondern die weitere Nutzung des bestehenden Betriebsgeländes in der Lilienthalstraße, auch über den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Unternehmenszentrale hinaus.

Die ausschlaggebenden Gründe für die Entscheidung des Unternehmens sind nachvollziehbar:

  • Das Heddesheimer Gelände ist unmittelbar verfügbar, von allen Eigentümern liegen aufgrund des zunächst vorgesehenen Ankaufs (EDEKA-Fleischwerk) Zusagen zu einer vereinbarten Kaufpreissumme vor.
  • Viernheim verfügt über keine Fläche, die mit dieser Unmittelbarkeit zur Verfügung steht.
    Ob und wann es eine Einigung von Pfenning logistics mit privaten Eigentümern geben würde, ist offen. Zudem müssten zunächst noch die rechtlichen Voraussetzungen in der Bauleitplanung (Regionalplan) geschaffen werden.
  • Zu erwartende Auseinandersetzungen im politischen Raum (zur Flächeninanspruchnahme und zur Thematik Gefahrgut) wurden von Pfenning logistics als zusätzliches mögliches Hindernis bewertet.

In einem Schreiben dankt Karl-Martin Pfenning, geschäftsführender Gesellschafter von Pfenning logistics, Bürgermeister Matthias Baaß, 1. Stadtrat Martin Ringhof und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern "ausdrücklich für Ihre Unterstützung" sowie die vielfältigen Bemühungen und versichert darin "seiner Heimatstadt Viernheim auch weiterhin aufs engste verbunden" zu bleiben.

Für Viernheimer Bürger entstehen nun in den Jahren 2010/2011 in unmittelbarer Nähe zu Viernheim neue zusätzliche Arbeitsplätze.

Bürgermeister Baaß und 1. Stadtrat Ringhof hatten ab dem Sommer 2008 in Viernheim den Klärungsprozess begonnen, um Pfenning logistics auch in Viernheim einen Standort für die zukünftige Unternehmenszentrale anbieten zu können (sofortige Gespräche mit dem Unternehmen, Einbezug der Fraktionen, Gespräche mit übergeordneten Behörden zum Erstellen des planungsrechtlichen Zeitplans, Kontakte zu Eigentümern, Bereitstellen von Informationen für das Unternehmen).

Beide Dezernenten bedanken sich bei der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, die sich in erheblichem Umfang dafür engagiert hat, Pfenning logistics am Standort Viernheim oder an einem anderen Standort im Kreis Bergstraße die nachgefragte Fläche zur Verfügung zu stellen.

Informationen zur Standortanfrage Pfenning logistics Posteingang: 25. Juli 2008

Standortzusammenlegung, mindestens 20 ha Fläche mit Erweiterungsmöglichkeit, gute Autobahnanbindung, Gleisanschluss


Können wir/wollen wir diesem Viernheimer Unternehmen in unserer Stadt eine Perspektive bieten?

Diese Frage ist der Stadtspitze, allen Stadtverordneten und Stadträten gestellt und allen Bürgern.

Nach Posteingang: - Information der Fraktionen bei Gespräch im Rathaus
- Information der Fraktionen bei Firma Pfenning logistics
Soll der Frage überhaupt näher getreten werden?

Fragen stellen sich auch für das Unternehmen:

Was sind die Bedingungen eines Standortes Viernheim? Welcher Standort bietet die für die Zukunft des Unternehmens besten Bedingungen?


Was ist bei der Entscheidung zu bedenken?

Arbeitsplätze

Das Unternehmen bietet 450 Arbeits- und Ausbildungsplätze mit einer großen Bandbreite von Qualifikationsniveaus. Große Arbeitgeber für Viernheim.

Mit einem Standort Viernheim bleiben diese Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten, deren Anzahl nimmt in Viernheim zu.
Arbeitsplätze stehen auch bei einem Standort in direkter Nähe zu Viernheim für Viernheimer Bürger zur Verfügung, je weiter entfernt der neue Standort liegt, desto weniger werden die Plätze gerade für wenig qualifizierte Viernheimer Arbeitnehmer erreichbar.

Wesentlich in diesem Zusammenhang:
Die Lagerhaltung ist nur noch ein Teil des Unternehmensprofils der Pfenning logistics.
Logistiker haben heute nur Zukunft, wenn sie ihr Dienstleistungsangebot am Bedarf der Kunden ausrichten:

  • Sortieren, Waren zusammenstellen
  • Produkte zusammenbauen

Es geht nicht mehr nur um reine Lagerhaltung. Steigende Nachfrage nach komplexen Dienstleistungen. Die Folge: deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze als früher.

Daten zum Unternehmen (Selbstangabe):
In den letzten fünf Jahren Verdoppelung des Jahresumsatzes.
Mitarbeiter gesamte Unternehmensgruppe: 750 ' 1850
Nur Viernheim und Umgebung: ca. 450

Gewerbesteuer

Grundsätzlich ist die Gewerbesteuer eine wichtige kommunale Einnahmequelle. Praktisch verbleibt der Großteil der Einnahmen aber nicht in Viernheim, so dass diese potenzielle Einnahme im Moment kein wichtiges Entscheidungskriterium ist. Auch wird bei Neuinvestitionen in den ersten Jahren in der Regel keine Steuer gezahlt. Eine solche Standortentscheidung ist aber eine langfristige. Die Verteilung der Gewerbesteuer kann sich ändern, genau so wie die Höhe.

Wirtschaftliche Folgewirkungen

Es entstehen Folgeaufträge für andere Viernheimer Unternehmen:
a) Investiv
b) Dienstleistungen dauerhaft (Bewachung, Technik, Handwerkerschaft usw.)

Flächenbedarf

Für die Standortanfrage ist die Bebauung bisher nicht bebauter Flächen (Ackerland) notwendig, da weder die Stadt Viernheim noch Private auf unserer Gemarkung über brachliegende Gewerbeflächen verfügen.

Nach Angaben des Unternehmens sollen alle Standorte im Rhein-Neckar-Raum zusammengelegt werden, wenn nicht in Viernheim, dann an anderer Stelle im Rhein-Neckar-Raum.

Die vom Unternehmen auf Grund der notwendigen Infrastruktur (Gleisanschluss) ins Auge gefasste Fläche ist bislang nicht für eine gewerbliche Entwicklung vorgesehen. Es kommt zu einer Reduzierung der landwirtschaftlichen Nutzfläche.


Die nächsten Schritte:

1.

In welcher zeitlichen Abfolge wäre es möglich, eine Änderung der regionalplanerischen Festsetzungen (inkl. Flächennutzungsplan und alle anderen baurechtlichen Folgeverfahren) vorzunehmen? Was ist dabei alles zu beachten?

Der Zeitplan ist auch wichtig für das Unternehmen, damit diesem klar ist, mit welchem Zeitbedarf für das Verfahren zu rechnen ist und wann frühestens mit einer Inbetriebnahme der Immobilie zu rechnen ist. Dazu wird es im Oktober einen Behördentermin geben.

2.

Vom Unternehmen selbst ist zu klären, wie realistisch ein Ankauf der gewünschten Grundstücke ist. Hier kann die Stadt Viernheim keine wesentliche Unterstützung leisten.

Bürgerbeteiligung

Alle Informationen werden offen gelegt. Über weitere Beteiligungsformen ist zu gegebener Zeit zu entscheiden. Unter www.viernheim.de wird ein entsprechender Menüpunkt angelegt.