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22.5.2012 : 13:49 : +0200

Praktikum im Frauenbüro

weitere Links:

Das Praktikumssemester naht...

...und Du hast noch keinen Praktikumsplatz ?

Das Büro der Frauenbeauftragten in Viernheim bietet eine Stelle in einem spannenden Betätigungsfeld. 

Hast Du Lust auf

Projektgestaltung (z.B. Agenda 21, Internationales Frauencafé, Girls Day...)

Öffentlichkeitsarbeit

Beratungsarbeit 

Kultur- und Bildungsarbeit

Zusammenarbeit mit Institutionen (Netzwerkarbeit)

Frauenförderung in der Verwaltung ?       

Genauere Infos erhältst Du wenn Du anrufst unter 06204 / 988-361 oder einfach eine E-Mail an frauenbuero(at)viernheim.de  

Das Praktikum wird sowohl als verwaltungsorientiertes als auch als allgemeines praktisches Studiensemester anerkannt, die Vergütung liegt zur Zeit noch bei 150 € (bei zwei Studentinnen gleichzeitig: 75 €).  

 

Informationen für die Fachhochschülerinnen:

Im Frauenbüro der Stadt Viernheim arbeiten zur Zeit die Frauenbeauftragte (38,5 Std.) und eine Verwaltungsfachangestellte (15 Std.).

Mein Name ist: Rita Walraven-Bernau

Studium der Sozialwissenschaften, Abschluss: Dipl.- Pädagogin, 1979, Schwerpunkte Erwachsenenbildung und Gemeinwesenarbeit 

Berufspraxis:

Stadteilarbeit mit Kindern in Kreuzberg

Gemeinwesenarbeit in Spandau

Suchtkrankenhilfe in Wiesloch

seit 1990 Frauenbeauftragte in Viernheim

Zusatzausbildungen in: klientenzentrierter Gesprächsführung (3 Jahre)

Fortbildungen planen und leiten „Train the Trainer“ (1 1/2 Jahre)

Zahlreiche Einzelfortbildungen        

Das Frauenbüro wurde in Viernheim eingerichtet, bevor es eine gesetzliche Verpflichtung gab. Die Stelle der Frauenbeauftragten ist als Stabsstelle direkt dem Bürgermeister unterstellt. 

Die Aufgaben werden bestimmt durch:

das Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 2 .

das hessische Gleichberechtigungsgesetz (Frauenförderung in der Verwaltung)

die Hessische Gemeindeordnung (§ 4b), Frauenförderung wird zur Pflichtaufgabe deklariert.    

Zu Beginn erfolgt erst einmal eine Einführung in das Arbeitsfeld einer Frauenbeauftragten, aber auch das Bekanntmachen mit der Organisation einer Stadtverwaltung insgesamt. 

Die Säulen der Arbeit:

Beratungsarbeit

Initiierung und Betreuung von Frauengruppen

Netzwerkarbeit

Öffentlichkeitsarbeit

Projektarbeit

Arbeit in der Stadtverwaltung

Bildungsarbeit- und Kulturarbeit        

Beratungsarbeit:

Sie ist Anlauf- und Kontaktstelle für alle ratsuchenden Frauen bei

beruflicher Diskriminierung

Benachteiligung aller Art aufgrund ihres Geschlechtes

in schwierigen Lebenslagen.           

Das Frauenbüro wird von Frauen aufgesucht, weil:

Andere Institutionen sich nicht zuständig fühlen

Den „Fall“ bereits aufgegeben haben

Unterstützung und Hilfestellung mit anderen Institutionen gewünscht wird

Das Anliegen, bzw. Ziel nicht klar ist

Das Anliegen bzw. Ziel klar ist, aber der Weg dahin unklar

Frauenbenachteiligende Strukturen geändert werden müssen.             

Tätigkeitsfelder in der Beratungsarbeit sind:

  • Familien-/Partnerschaftsprobleme
  • Trennung, Scheidung Abschied
  • Gewalt in der Ehe/Partnerschaft
  • Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendliche
  • Sorge um Kinder (Unterhalt, Betreuung, Sorge- und Besuchsrecht)
  • Schwangerschaftskonflikte
  • Wohnungsnot
  • Probleme der Einelternfamilie
  • Arbeitslosigkeit
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Mobbing
  • Psychische Probleme
  • Generationenkonflikte
  • Diskriminierungen von Ausländerinnen            

Initiierung und Betreuung von Frauengruppen:

  • Sie pflegt und initiiert die Bildung von Frauengruppen, Selbsthilfegruppen, Fraueninitiativen, Gesprächskreisen etc..
  • Netzwerkarbeit       

Die Beratungsarbeit ist eng verknüpft mit Netzwerkarbeit, da nur so eine optimale Einzelberatung und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen gewährleistet ist. 

Ziel dabei ist:

Vernetzung einzelner Frauen untereinander

Vernetzung von Frauengruppen

Vernetzung zu wichtigen Schwerpunktthemen

Vernetzung von Beratungsstellen (Soziales Netzwerk Viernheim)

Vernetzung der Ämter der Stadtverwaltung Viernheim.           

Öffentlichkeitsarbeit:

Geschlechterdemokratie kann nur erreicht werden durch umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Hier liegt ein Schwerpunkt der Arbeit der Frauenbeauftragten. Die Themen ergeben sich aus der Arbeit der Frauenbeauftragten und gehen ein auf die Problemstellungen der Klientinnen und Besucherinnen des Frauenbüros (persönliche, soziale und gesellschaftliche Problemstellungen des Frauenbüros).       

Projektarbeit:

Aus der langfristigen Arbeit der Frauenbeauftragten haben sich derzeit Mitarbeit bzw. Betreuung folgender Projekte ergeben:

  • Frauennachtfahrdienst
  • Agenda 21 (Int. Frauencafé, Gesundheitszentrum)
  • Existenzgründungsberatung / Stammtisch
  • SOS-Handy
  • Wegweiser für Frauen
  • Arbeit in der Stadtverwaltung       

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Arbeit in der Stadtverwaltung. Dieser wird bestimmt durch das Hessische Gleichberechtigungsgesetz und damit durch den gültigen Frauenförderplan. Z. B.: 

Beteiligungsrechte bei:

  • Vergabe von Ausbildungsplätzen
  • Ausschreibungen
  • Vorstellungsgesprächen
  • Auswahlentscheidungen
  • Fortbildungsmaßnahmen
  • Arbeitszeitgestaltungen
  • Fristgerechten und fristlosen Kündigungen
  • Sämtlichen personellen und organisatorischen Maßnahmen.        

Das Widerspruchsrecht ist ein wesentlicher Bestandteil der internen Arbeit. 

Nicht alle Tätigkeitsfelder werden in jedem Praktikum umfassend bearbeitet. Es besteht die Möglichkeit einen Tätigkeitsbereich herauszugreifen und sich darin intensiver einzuarbeiten. Oft sind auch Projekte „von außen“ vorgegeben, derzeit z.B. im Rahmen der Agenda 21.  

Interesse? Meld´ Dich einfach !!