VIPs on bike
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VIP's on bike Lieblingstouren der Viernheimer Stadtradler
Rechtzeitig zur Radsaison 2012 soll die Broschüre VIP's on bike, Lieblingstouren der Viernheimer Stadtradler 2010/2011 erscheinen.
Die Teilnehmer am Stadtradeln aus 2010 und 2011 sind aufgefordert uns nette, witzige Beschreibungen ihrer Lieblingsradtour für die Veröffentlichung in der Broschüre zur Verfügung zu stellen.
Mit einer Tour aus dieser Reihe ist am Samstag, den 21. Mai 2011 das zweite Viernheimer Stadtradeln eröffnet worden.
Zum Start traf man sich vorm Weltladen in der Rathausstraße, wo man sich vor der Fahrt mit fairen Bio-Säften, auch vermischt mit Wasser, stärken konnte.
Der Orangensaft zum Beispiel kommt von der brasilianischen Kooperative COAGROSOL aus Itápolis, zu der etwa 100 Familienbetriebe gehören.
Die Mitglieder dieser jungen Organisation gehen neue Wege: Sie lassen ihre Orangen selbst zu Saftkonzentrat verarbeiten und vermarkten anschließend auch ihr Produkt - eine unterstützenswerte Ausnahme im Orangensaftgeschäft.
Anschließend startete die Gruppe dann zur Lieblingsfahrradtour von Sigrid Haas, Stadtverordnete der CDU. s ging über die Neuzenlache und Heddesheim nach Ladenburg.
Vorbei am Golfplatz, an Reittrainingsplätzen wo Pferde Dressurreitpassagen übten, vorbei an Spargel- und natürlich Erdbeerfeldern hinein nach Ladenburg, der Stadt am Fluss. Hier kann man das sehenswerte Grünprojekt studieren und am Neckar entlang zum Schwabenheimer Hof radeln und dort ein ausgiebiges Vesper genießen oder man kann das Ambiente der wunderschönen Altstadt auf sich wirken lassen. Am besten im Außenbereich eines der kleinen Straßencafés bei Cappuccino, Eisbecher oder Radler.
Umsteigen heißt Aufsteigen
Viernheimer Stadtradler werben fürs Alltagsradeln
"Kultour" auf den Spuren von Alt-Verne Fürs Radeln ist das Wetter super. Die Viernheimer Stadtradler 2011 haben die erste Aktionswoche hinter sich gebracht und ausgerechnet das Team mit dem Namen "Plattfuß Verne" hat sich an die Spitze geradelt. Die Teamzwischenergebnisse sind auf der Viernheimer Internetseite zu sehen.
Gespannt sind aber alle Stadtradler, ob es gelingt in Viernheim ein wahres Radelfieber auszulösen und das Thema Radfahren über mehrere Wochen ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen - auch in der Medienberichterstattung. Eigentlich weiß es ja jeder: Für Klima und Kreislauf ist es besser auf kurzen Strecken das Auto stehen zu lassen, und stattdessen das Fahrrad zu nehmen. Dennoch tun es noch viel zu wenige. Auch hier in Viernheim ist das so. Damit sich hier etwas ändert sind die Viernheimer Stadtradler unterwegs.
Die Teams mit den klingenden Namen: Die jungen Wilden, AWO Kirschenstr., Die singenden Radfahrer, Energy-Team, Null-Liter-Team, Rote Radler, Radeln just do it! und Plattfuß Verne werben für den vermehrten Einsatz des Fahrrads auf Alltagswegen, versuchen sie doch über den Aktionszeitraum möglichst alle Wege mit dem Drahtesel hinzubekommen.
Am vergangenen Samstag waren sie gemeinsam mit Randoald Reinhardt vom Viernheimer Museumsverein auf den Spuren von "Alt-Verne" unterwegs. "Viernheim früher und heute" lautete der Titel der Tour, zu der sich ca. 40 Viernheimer und Vernemer am Museum einfanden.
Randoald Reinhardt spannte den Bogen vom alten Viernheim über Kapellenberg, Tivoli, Mozartstraße, bis zur jüngsten Vergangenheit, dem Baugebiet die Siedlung. Auf dem Weg zum ersten Halt, der Standort der ehemaligen Synagoge wurde schon deutlich, dass Viernheim so ganz topfeben doch nicht ist, es war eine ganz sanfte Steigung zu überwinden. So ein bisschen rauf und runter ist an mehreren Orten in Viernheim zu finden. Die Sandbuckel sind in der Eiszeit entstanden. Zum Teil wurden sie abgebaut, um beim Wiederaufbau Mannheims Verwendung zu finden. An der Synagoge regte Reinhardt ein Stolperstein-Projekt zum Gedenken an die Viernheimer Mitbürger jüdischen Glaubens an.
Die nächste Station war die "Alt Kerch", der Ortsmittelpunkt des alten Viernheims, hier berichtete Reinhardt von verschiedenen Bauphasen. Von den Anfängen als kleine Holzkirche ca. um 900 rum bis zum heutigen stattlichen Bau, machte die Kirche einige Veränderungen durch. 1900 wurde die neue Apostelkirche eingeweiht, was lt. Reinhardt zunächst zur Stilllegung der "alten Kerch" bis 1940 führte.
Die nächste Station der Tour war die heutige KiTa-Kapellenberg. Für Reinhardt ein Anlass von der Klostersage zu erzählen und dem bösen Ritter von der Windeck, der das Kloster in Brand steckte und die Nonnen in die Flucht schlug. Weiter gings Richtung Tivoli, Königsacker, Mozartstr. ins jüngere Viernheim.
Mangels steineren Zeugen lässt sich die wechselvolle Viernheimer Geschichte an den Straßennamen erkennen. Reinhardt stellte die Baugenossenschaft als wichtige Institution für Viernheims jüngere Entwicklung vor, die in einem Mix aus sozialem Wohnungs- und privaten Wohnungsbau bestand.
Der letzte Stopp wurde am Siedlerplatz eingelegt. Auch hier gab es wichtige Informationen zur Siedergemeinschaft und der Idee, die hinter dem Ansatz des gemeinschaftlichen Bauens steht. Danach machten sich die Radler auf den Weg zur traditionsreichen Wirtschaft zum Blauen Hut (ehemals Halber Mond) wo die "Kultour" bei angeregten Gesprächen ausklang.
Samstagsradtour am 4. 6. Viernheimer Stadtradeln: Kurze Strecken immer mit dem Rad
Viernheimer Aktion Stadtradeln kommt in Fahrt
Die Zwischenergebnisliste beim Viernheimer Stadtradeln ist in der zweiten Woche schon erheblich durcheinander gewirbelt worden. Plattfuss Verne wurde kurzzeitig entthrohnt und von den Roten Radlern überholt. Später setzten sich aber wieder die Plattfüße an die Spitze. Dabei ist es garnicht so furchtbar wichtig, wer denn jetzt die Spitzenposition inne hat. Der Wettstreit um die vorderen Plätze ist nur ein Vehikel um die Botschaft: "Radfahren tut gut, Radfahren sollte man öfter, vor allem im Alltag" unter die Leute zu bringen.
Denn im Gespräch mit den Stadtradlern wird schnell klar, dass es nur einen Sieger gibt: Bei Strecken bis drei Kilometer wird das Auto immer vom Fahrrad überholt.
Drei bis fünf Kilometer ist die Distanz vom einen Ende von Viernheim an das andere. Also ideal um die Alltagswege mit dem Fahrrad zu bewältigen.
Allein wenn es gelingt, den Radverkehrsanteil in Viernheim zu verdoppeln ist eine erhebliche Senkung des CO2 - Ausstoßes, sowie eine erhebliche Verbesserung der Luftqualität und eine Senkung des Lärmpegels zu erwarten. Der Rat der Stadtradler lautet daher: "Kurze Strecken immer mit dem Rad". Denn mehrere Radfahrten pro Woche verlängern die Lebenserwartung. Das Schlagvolumen des Herzens erhöht sich und der Blutdruck sinkt. So kann man das Herzinfarktrisiko um die Hälfte mindern, so die Meinung besonders gesundheitsbewußter Viernheimer Stadtradler.
Die dritte Samstagstour im Viernheimer Stadtradeln 2011 ist allerdings keine Kurzstrecke. Als "Tour de Natur" führt sie durch den Viernheimer-/Lampertheimer-/Lorscher Wald nach Lorsch.
Hans Busalt vom Null-Liter-Team übernahm die Führung. Zuerst ging es Richtung Waldschwimmbad, wo an diesem schwülheißen Samstagnachmittag viele Fahrräder parken, aber auch ganz schön viele Blechkarossen die Straßenränder von Industriestraße und Max-Plank-Str. säumen. Dann auf der Bauerschneise durch den Gottseidank angenehm kühlen Wald Richtung Hüttenfeld. Gekreuzt wurden auf diesem Weg die Groosschneise, die Buchnerschneise, der Breite Stellweg, die Eigenbrodtschneise, die Täubchenschneise, dann natürlich die bekannte Beckerschneise, die Mastbrunnenschneise und kurz vor dem Seefeld die Alte Seeschlagschneise. Hinter jedem Schneisennamen steckt eine Geschichte. Am Waldrand ging es dann rechts ab. Vorbei an Spargel- und Kartoffeläckern sowie am größten Hüttenfelder Spargelhof. Weiter gings über den Kreisel durch Hüttenfelder Industriegebiet auf den Radweg Richtung Lorsch, vorbei am Naturschutzgebiet Weschnitzinsel.
Hier bog die Gruppe dann rechts ab und besuchte das Bruchhäusel, das versteckt im Wald liegt und vom Radweg aus kaum zu sehen ist. Fast ein magischer Ort an dem 300 Jahre lang das Frauenkloster "Hagen bei Lorsch" stand. Tafeln geben Auskunft über die Geschichte des Klosters und der angeschlossenen Gegräbissstätte, die "Siegfrieds Sarg" beherbergt haben soll. Am Schafshof Müller vorbei ging es über die L 3111 Richtung Kloster Lorsch.
Auf dem letzten Stück Weg säumten heimatkundliche Schautafeln zur Geschichte des Klosters Lorsch den Weg. Man erfährt allerhand von den verschiedenen Äbten und der wirtschaftlichen Bedeutung des Klosters. Nach ein einhalbstündiger Fahrt freute sich die Gruppe auf die Einkehr in der Gaststätte "Zum weißen Kreuz" an der Königshalle. Nach der mit angeregten Gesprächen gefüllten Pause gings, weil der Himmel sich dunkel bewölkt zeigte, auf schnellstem Wege zurück nach Viernheim.
Die Gruppe erreichte Viernheim aber schön trocken. Denn der eigentlich ersehnte Regen hatte sich mal wieder andere Gegenden ausgesucht.









