Zukunftwerkstatt
Aus den Zukunftswerkstätten im Viernheimer Agenda-Prozess
"Charlie", der Tausendsassa
In allen Zukunftswerkstätten spielte die Überwindung des "Viernheimer Kästchen-Denkens" (jeder ist nur in einem streng begrenzten Umfeld aktiv, und das ist dann "Seines", das vehement gegenüber allem anderen verteidigt wird) eine große Rolle. In der Visionsphase der ersten Zukunftswerkstatt beschäftigten sich die Teilnehmer in drei Kleingruppen mit den Themen
Bestehendes öffnen
Denkräume erweitern
Netzwerk
Als bildhaftes Beispiel soll hier das Ergebnis der Gruppe dienen, die sich mit dem Thema "Bestehendes öffnen" auseinandergesetzt hat.

Zukunftswünsche der Viernheimer ausländischer Herkunft
Bei einem ersten Kennenlern-Treffen, dessen vorrangiges Ziel es war, den Kontakt unter den verschiedenen Nationalitätengruppen zu fördern, wurde kurzerhand eine Mini-Zukunftswerkstatt veranstaltet. Die Kleingruppen arbeiteten etwa eine Stunde, um ihre Wünsche und Vorstellungen in den diversen Lebensfeldern wie Jugend, Sport/Freizeit, Wohnen, Begegnungsstätten, Verständigung/Kommunikation, Arbeit, Politik/Mitbestimmung, medizinische Versorgung, Umwelt und Verkehr zusammenzutragen.
Frauen-Visionen von Viernheim
Aus der Visionsphase der Frauen-Zukunftswerkstatt ließen sich die folgenden faszinierenden Ideen extrahieren:
vorhandene Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger nutzen (Senioren, Eltern; Beispiel Gesundheit: "Was die Großmutter noch wußte...")
Vorhandenes anders nutzen (Feierabendhalle, Bürgerhaus, Schwimmbad)
Vernetzung der verschiedenen Angebote (z.B. Vereine)
Verknüpfung unterschiedlicher Interessen (Beispiel Gnadenhof)ein informatives, vereinsübergreifendes Informationszentrum
mehr Grünflächen in der Stadt (Park, kleine Einheiten)
Verkehr richtet sich nach den Menschen und nicht umgekehrt
Mobilität erhalten ohne Erweiterung des Individualverkehrs
Einflußnahme auf Rollenverteilung (Selbstbewußtsein fördern, Frauen in Führungspositionen, Männer in Erziehungsurlaub)
neue Arbeitsmodelle (Funktion der Leitung hinterfragen; Personaleinsatz),
Arbeitszeitmodelle für Männer und Frauen, gleiche Rechte und Pflichten)
Kinder mehr begleiten und anregen, Fördern der Aktivitäten
Die Frauen entschieden sich, zunächst die folgenden konkreten Projekte zu realisieren:
a. Gesundheitstreff
b. internationales Frauen-Café
Justav, Menschen ab 50 und Christen beschäftigten sich mit der Frage:
"Wie wollen wir 2010 in Viernheim leben?"
Was kommt dabei heraus, wenn die Jugend träumt?
In einem Rollenspiel erarbeiten die Jugendlichen zunächst, was in Viernheim passiert, wenn der/die Funktionsträger/in nicht da ist (Flugzeug muß auf einer einsamen Insel notlanden). Da das Rettungsflugzeug zu klein für alle ist und nur einmal landen kann, können mit der Rettungsaktion nicht alle Personen von der Insel geholt werden. Aufgrund von Versprechungen, was sie nach Ihrer Rückkehr für Viernheim tun wollen, können Funktionsträger die Insel verlassen. Die Auswahl bestimmen Viernheimer BürgerInnen. Die Personen auf der Insel begeben sich dann wieder in Kleingruppen und einigen sich darauf, welche Ihrer Versprechen in Projekten nach ihrer Rückkehr umgesetzt werden. Vier Kleingruppen präsentierten folgende Wunschprojekte:
Gruppe A:
Ein Modell für ein umfassendes Freizeit-Erholungs- und Erlebniszentrum. Das Projekt beinhaltet 5 Bereiche ("Five in One"): Tiere, Urlaub, Sport, Schule, Erholung.
Gruppe B:
Diese Gruppe wünscht sich ein "besonderes Kinderkrankenhaus".
Gruppe C:
plant bis ins Detail (Zeitplan) ein Jugendhaus und Familientreffpunkt.
Gruppe D:
hat das Modell eines "Freizeithauses" mit viel Liebe zum Detail (Einrichtungsgegenstände) gebastelt.
Wie auch schon in den vorangegangenen Zukunftswerkstätten spielt ein "Ort der Begegnung" eine herausragende Rolle.
Was wünschen sich Menschen 50plus für die Zukunft von Viernheim?
Auch bei dieser Zukunftswerkstatt ist der attraktive Begegnungsort, das "Haus" für alle, ein Thema.
In der Visionsphase lagen folgende Wunschvorstellungen ganz vorn:
- Schule für uns/Lernwerkstatt
- Modell 50plus
- Freizeitzentrum/-park für alle (attraktiver Begegnungsort)
- Leise-Kabinen-Mobile für Viernheim
In der Realisierungsphase einigten sich die Teilnehmer auf die Umsetzung des Wohnprojekts 50+.
Als erste Schritte zur Umsetzung wurden erarbeitet:
Projektgruppe bilden, Stadt einbinden/Fachleute suchen
Daten sammeln/vergleichen; Modelle, Beispiele finden
Interessenten (die dort einziehen wollen) suchen/finden, Kontakte zu potentiellen Investoren/Trägern aufnehmen.
Geld sammeln/Träger?
Kann Glaube Berge versetzen?
In der letzten Zukunftswerkstatt in der Visionsphase der Viernheimer AGENDA 21 formulierten Christen ihre Wünsche für die Zukunft zu den Themen
a) CARITAS und Arbeit
b) Glaubensgemeinschaften schaffen Begegnungsorte
c) anderer Umgang miteinander
Kirche als Treffpunkt beziehungsweise Glaubensgemeinschaften/Begegnungsorte standen auch hier im Mittelpunkt, wie diese während der Zukunftswerkstatt erarbeitete Grafik zeigt:

