10.08.2017 00:06 Kategorie: Berichte, Umbau Innenstadt, Umwelt und Bauen

Stellungnahme der Stadtverwaltung Viernheim zum Leserbrief von Walter Benz im "Forum der Demokratie" in der VT-Ausgabe vom 8.8.2017

Poller dienen dem Schutz des denkmalgeschützen Mosaiks vor der Apostelkirche

Wer die mühsame Verlegung der kleinen schwarzen und weißen Bruchsteine im Mosaikfeld vor dem Hauptportal der Apostelkirche mitverfolgen konnte, kann leicht verstehen, dass es sich hierbei um ein besonderes Kunstwerk handelt, ein denkmalgeschütztes Mosaik!

Aus Gründen des Denkmalschutzes wurde der Stadtverwaltung im Rahmen der Neugestaltung der Innenstadt auferlegt, das historisch wertvolle Mosaik wieder neu herzustellen, in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Gerade weil es unter Denkmalschutz steht, musste die gesamte Fläche des Mosaiks schon vor der Neugestaltung gegen Überfahrung durch Pkw und Lkw geschützt werden. Früher verhinderten klobige schwarze "Schiffsanker" das Überfahren, heute stehen dort 18 schlanke, ästhetisch ansehnliche Poller aus Edelstahl. Diese sind problemlos versenkbar, etwa bei städtischen Großveranstaltungen oder kirchlichen Feierlichkeiten.

Der Einbau der Poller war Bestandteil der Planung, die in der vergangenen Legislaturperiode vom Bauauschauss und Stadtparlament beschlossen wurde. Auch die Kirche als Eigentümerin hat dem vom Planungsbüro bbz aus Berlin unterbreiteten Vorschlag zugestimmt. Eine Abgrenzung in Form von Ketten oder eines Zaunes verbietet sich an dieser exponierten Stelle.

Wenn die Poller-Lösung dafür sorgt, dass das wunderschöne Schmuckstück vor der Apostelkirche - im Herzen der Viernheimer Innenstadt - viele Jahre unbeschädigt bleibt, dann ist das Geld gut angelegt. Solange niemand dagegen fährt, fallen auch keine Instandsetzungskosten an.

Viernheim ist keine Stadt der Poller und Pfosten. Werden einige aufgestellt, erfüllen diese konkrete Schutzfunktionen im öffentlichen Straßenraum. Beispielsweise vor den Einfahrten in die Fußgängerzone, weil immer mehr uneinsichtige und zum Teil rücksichtslose Auto- und Motorradfahrer - wie selbstverständlch - durch die Fußgängerzone "durchgebrummt" waren, geltende Verkehrsregeln einfach ignoriert hatten. Würden sich alle an die Spielregeln halten, könnte man auf "Poller und Co." verzichten.

Hermann Wunderle
Presse- und Informationsstelle der Stadt Viernheim


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