29.09.2017 11:26 Kategorie: Berichte, Beteiligen, Bürger, Familie, Flüchtlinge, Gesundheit und Soziales, Mitmachen, Unterstützen, Willkommen

Soziale Integration von Flüchtlingen und Zugewanderten: Weitere Tandempartner gesucht!

Öffentlichkeitskampagne will noch mehr Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen gewinnen

Tandempartner gesucht

Tandempartner gesucht

Tandempartnerschaften wichtige Bausteine Viernheimer Integrationsarbeit

Rund 100 Viernheimer Tandempartner gibt es bereits. Doch sie reichen bei weitem nicht aus. Denn nicht alle Flüchtlinge und Zugewanderte haben das Glück, einen Tandempartner gefunden zu haben. Deshalb startet Bürgermeister Matthias Baaß gemeinsam mit Vertretern von Vereinen, Kirchen und Institutionen- unter anderem mit den Pfarrern Markus Eichler, Klaus Traxler und Ignatius Löckemann - eine Öffentlichkeitskampagne, um über Vereine, Kirchen und Verbände noch mehr Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen zu gewinnen. "Tandempartner sind für die soziale Integration von Flüchtlingen und Zugewanderten von großem Wert, wichtige Bausteine Viernheimer Integrationsarbeit", betont Baaß. Seinen Ursprung hat die Tandemidee aus dem Projekt "Ich bin ein Viernheimer" der Pfarrei St. Hildegard / St. Michael.

Die einheimischen Tandempartner helfen den Menschen, die sich bei uns integrieren möchten, Sitten und Gebräuche kennenzulernen und zu verstehen. Das persönliche Gespräch hilft Missverständnisse und Berührungsängste zu vermeiden- auf beiden Seiten.

Mithilfe der Öffentlichkeitskampagne neue Tandempartner finden:

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass Integration ein langwieriger Prozess sein kann. Es braucht Zeit, sich in einem neuen Land zu integrieren, eine neue Sprache zu erlernen, sich im Beruf zu Recht zu finden, alles richtig zu verstehen.

Der Integrationsprozess nimmt an Geschwindigkeit zu, wenn es Menschen aus der heimischen Bevölkerung gibt, die mit einem Zugewanderten in direktem menschlichem Kontakt stehen. Mal zusammen einen Kaffee trinken, jemanden zu sich nach Hause einladen, das Deutsch auf Viernheimerisch ganz praktisch erproben. 100 Bürger Viernheims sind schon aktiv, sehr erfolgreich. "Unser Bestreben ist es, die Anzahl der Vereine und Organisationen auszuweiten, die es sich zur Aufgabe machen, innerhalb ihrer Organisation für Tandems zu werben. Und damit in die ganze Viernheimer Öffentlichkeit ausstrahlen", so Baaß. Die Tandempartnerschaften tragen einen sehr großen Teil zur sozialen Integration der Geflüchteten bei.

Die geplante Kampagne soll die Menschen darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Tandempartnerschaften sind, welche Bereicherung sie auch für einen selbst sind, und dass es nicht darum geht, Behördengänge, Arztbesuche, Wohnungssuche usw. zu organisieren.

Die Grundlage für die Kampagne soll eine schlagkräftige Kooperation von Viernheimer Bündnispartnern sein.

Mit einem entsprechenden Schreiben an alle Viernheimer Vereine, Verbände und Institutionen haben Pfarrer Ignatius Löckemann und Bürgermeister Matthias Baaß zur Mitwirkung an dieser am Gemeinwesen orientierten solidarischen Kampagne gemeinsam aufgerufen. Die Grundlage für die Kampagne soll eine schlagkräftige Kooperation von Viernheimer Bündnispartnern sein.

Erste Schritte für potenzielle Tandempartner:

Innerhalb des Viernheimer Integrations-Projekts "Ich bin ein Viernheimer" (www.ich-bin-ein-viernheimer.de) übernahmen in den zwei vergangenen Jahren ca. 100 Viernheimerinnen und Viernheimer die Rolle eines Tandempartners für Geflüchtete. Neue sind herzlich willkommen!

Wie muss ich vorgehen? Zunächst Kontakt aufnehmen mit Anke Winkler vom Sozialbüro/ St.Himi/ Projekt "Ich bin ein Viernheimer". Dort erhält man telefonisch die ersten wichtigsten Informationen. Nächster Schritt: Erstellen eines persönlichen "Steckbriefes" des deutschen Tandempartners (Alter, Beruf, Hobbys, Sprachkenntnisse, Freizeitgestaltung etc.).

Danach beginnt die Suche nach einem möglichen "passgenauen" Migranten bzw. Geflüchteten seitens des Sozialbüros. Der deutsche Tandempartner kann hierbei konkrete Wünsche äußern: Einzelpersonen, Familien mit Kindern, Frau mit Kind, Jugendliche oder Erwachsene. Bei einem ersten Treffen im Sozialbüro, in einem öffentlichen Café oder Restaurant oder auch privat besteht die Möglichkeit, sich kennenzulernen. Stimmt die "zwischenmenschliche Chemie" nicht, lässt sich mit dem Sozialbüro leicht ein neuer Termin mit einem anderen Tandempartner arrangieren. Man ist zu nichts verpflichtet, kann die Tandempartnerschaft auch jederzeit wieder beenden.

Die einheimischen Tandempartner treffen sich übrigens alle acht Wochen zum allgemeinen Meinungsaustausch. Anke Winkler steht für Rückfragen und Hilfe während der übernommenen Partnerschaft jederzeit gerne zur Verfügung.

Ziel ist es, das Ankommen von Flüchtlingen und Migranten in Deutschland, in Viernheim, in allen wichtigen Bereichen des öffentlichen, täglichen Lebens zu erleichtern. Das Erlernen der deutschen Sprache steht dabei nicht im Vordergrund, sondern das Zurechtfinden im Alltag in Deutschland, in Viernheim.

Wie in einer Freundschaft ist der Kontakt zwischen Geflüchteten und Einheimischen freiwillig. 1 bis 2 Stunden sollte sich ein Tandempartner Zeit für seinen Tandemfreund/in nehmen. Einfach nette Gespräche führen, Deutsch sprechen, mit deutscher Kultur, Vereinen, Institutionen, wichtigen infrastrukturellen Einrichtungen u.a. vertraut machen.

Ansprechpartner/ Kontakt:

Projekt "Ich bin ein Viernheimer"
www.ich-bin-ein-viernheimer.de
Anke Winkler (ankewinkler(at)sankt-himi(dot)de)

Telefon Büro St. Himi/Sozialbüro: 06204 6011-576


Sozialbüro
Öffnungszeiten
Di 09.00 - 12.30 Uhr
Mi 14.00 - 17.30 Uhr
Do 09.00 - 12.30 Uhr
Im ehemaligen Rhein-Neckar-Hotel
Heinrich-Lanz-Ring 2, Viernheim


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