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13.02.2018 12:16 Kategorie: Berichte, Beteiligen, Bürger, Mitmachen, Umwelt und Bauen, Unterstützen

Erweiterung des Baugebietes „Bannholzgraben“: Ziel ist die Erschließung von neuem Bauland

Baudezernent Jens Bolze empfiehlt parlamentarischen Gremien das Konzept 3

Beschlussfassung im Bauausschuss und Stadtparlament Anfang März vorgesehen

Die Verwaltung will bei der Erweiterung des Baugebietes "Bannholzgraben" an bestehende Strukturen anknüpfen, die Quartiere 1 und 2 ergänzen, abrunden und harmonisch einbinden. So sieht es das städtebauliche Konzept 3 vor, das neben zwei anderen Varianten in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Bauen eingehend beraten wurde. Eine Beschlussfassung über den Vorentwurf des Bebauungsplanes "Erweiterung Bannholzgraben" ist am 6. März im Bauausschuss und am 9. März im Stadtparlament vorgesehen. In diesem Kontext soll auch die 24. Änderung des Flächennutzungsplanes im sogenannten Parallelverfahren beschlossen werden.

Baudezernent Jens Bolze empfiehlt, dem Vorentwurf das Konzept 3 zu Grunde zu legen. "Es überzeugt neben der konzeptionellen Gestaltung auch durch die gute Ausnutzung der Fläche und eine ausgewogene Verteilung der Gebäudetypen."

Was sind die genauen Essentials?

Vorgesehen ist eine zentrale Erschließung, von welcher Stichstraßen und eine Ringerschließung in das Gebiet ausgehen. Die Grünachse wird zweimal durch Straßen gequert, im Norden ist diese Querung untergeordnet schmal dargestellt. Die Zugänge erfolgen von der Schwester-Paterna-Allee und über den Michael-Ende-Weg. Die Option der Anbindung einer südlichen Entwicklungsfläche zum alten Weinheimer Weg ist als Verkehrsfläche dargestellt. Neben der Anbindung am nordwestlichen Rand ist im Konzept 3 ein weiterer fußläufiger Zugang zur Feldgemarkung vorgesehen. Die Versickerungsflächen sind innerhalb der verlängerten Grünachse und an den Rändern des Gebietes angeordnet. Das städtebauliche Konzept sieht an der nordöstlichen Gebietsgrenze eine Wohnbebauung mit Einzelhäusern, angrenzend an den nordwestlichen Bestand Hausgruppen in Nord- Südausrichtung vor. Bei der Anordnung der Hausgruppen wurden auch hier die Aspekte der passiven Energiegewinnung - optimale Gebäudeausrichtung und Vermeidung von Verschattung berücksichtigt. Die Mehrfamilienhäuser sind um die zentrale Grünachse und die Haupterschließung angeordnet. Der Schwerpunkt der Gebäudetypen liegt hier bei Doppelhäusern und Hausgruppen. Das Konzept weist mit 67,5% den höchsten Anteil an Baufläche auf.


Für die Erarbeitung der drei städtebaulichen Konzepte hat die Verwaltung folgende Vorgaben zu Grunde gelegt:

  • Unter Aufnahme der Konzeption des Bannholzgrabens soll die Versickerung des Oberflächenwassers in den öffentlichen Grünflachen in flachen Mulden erfolgen.
  • Die bestehende Grünachse ist als Frischluftschneise an den neuen Ortsrand anzubinden.
  • Die Ergebnisse der verkehrlichen Stellungnahme sind zu berücksichtigen. Unter Berücksichtigung der Beratungen in den Gremien ist eine Anbindung der potentiellen Wohnbauentwicklungsflächen im Südwesten des Bannholzgrabens perspektivisch vorzuhalten.
  • In Anlehnung an die Empfehlungen des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen und Gewerbe sollen ca. 30% der Flächen für Mehrfamilienhäuser vorgehalten werden.

Die textlichen Festsetzungen im Bebauungsplan sollen folgendes beinhalten:

  • In den allgemeinen Wohngebieten sollen Bauformen in zwei- bis dreigeschossiger Bauweise errichtet werden. Bei Mehrfamilienhäusern ist ein viertes Staffelgeschoss möglich
  • Die Unterbringung der privaten Stellplätze der Wohngebäude soll gebäudenah, für die Hausgruppen in Sammelstellplätzen in Senkrechtaufstellung zu den Erschließungsstraßen vergleichbar zum Schmittsberg II erfolgen.
  • Mehrfamilienhäuser und Hausgruppen sind mit Dachbegrünung zu versehen.
  • Die Niederschlagswasser, die im Bereich der öffentlichen Verkehrsflächen und auf den privaten Grundstücken anfallen, werden in die zentralen sowie die am Rand des Geltungsbereichs gelegene öffentliche Grünfläche geleitet und dort versickert.
  • Als Maßnahme zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft wird eine Bodenfunktionszahl festgelegt.

Nach Mitteilung des Ersten Stadtrates soll ein entsprechender Vorentwurf des Bebauungsplanes sowie der Flächennutzungsplanänderung parallel zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit für die Dauer eines Monats offen gelegt werden. "Selbstverständlich werden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange parallel zur Offenlage beteiligt.

Ziel ist die Erschließung von neuem Bauland

Grundlegende Zielsetzung der Aufstellung dieses qualifizierten Bebauungsplans ist die Erschließung von neuem Bauland. Als Gebietsart ist die Nutzung als Allgemeines Wohngebiet vorgesehen. Eine gewerbliche Nutzung soll ausgeschlossen werden.

Nach Auskunft des Ersten Stadtrates sind im Vorfeld der erforderlichen Umweltprüfung für den Bebauungsplan floristische und faunistische Untersuchungen notwendig und bereits abgearbeitet worden. Ebenso wurde eine Untersuchung zur verkehrlichen Erschließung bereits durchgeführt. Eine Immissionsprognose für Geruch (Pferdehaltung) befindet sich momentan in Bearbeitung.