Bevölkerungs- und Zivilschutz (Selbstschutz)

Wann eine Großschadenslage als Katastrophe einzustufen ist mit der Folge, dass die Katastrophenschutzbehörde des Kreises Bergstraße den Katastrophenfall ausruft, ist gesetzlich klar geregelt.

Katastrophe im Sinne des Gesetzes ist ein Ereignis, das Leben, Gesundheit oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung, Tiere, erhebliche Sachwerte oder die natürlichen Lebensgrundlagen in so ungewöhnlichem Maße gefährdet oder beeinträchtigt, dass zur Beseitigung die einheitliche Lenkung aller Katastrophenschutzmaßnahmen sowie der Einsatz von Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes erforderlich sind.

Aufgestellte Katastrophenschutzpläne sorgen dann für das geordnete und effiziente Zusammenspiel aller Rettungskräfte.

Auch wenn wir in Deutschland über ein ausgeklügeltes staatliches Hilfeleistungssystem verfügen, innerhalb dessen Bund, Länder und Kommunen effizient im Schadensfall Hilfe leisten, so muss sich jedermann und jederfrau immer gegenwärtig sein:

Im Schadensfall müssen die Einsatzkräfte zunächst mobilisiert, dann nach Erfassung der Schadenslage an Prioritäten orientiert entsprechend koordiniert und eingesetzt werden.

Nicht immer ist Hilfe unmittelbar zugegen; manchmal müssen Stunden oder gar Tage selbständig überbrückt werden.

Diese Informationskampagne zur Vorsorge im Bevölkerungs- und Zivilschutz widmet sich dem Thema SELBSTSCHUTZ.

Ziel dieser Informationskampagne ist es nicht, Angst zu schüren, sondern vielmehr die Sinne zu schärfen für den jedermann und jederfrau selbst und eigenständig obliegenden Selbstschutz, denn …

… bei einer großflächigen oder schweren Schadenslage oder Katastrophe können die Rettungskräfte nicht überall sein. Wenn Sie sich und Ihren Nachbarn selbst helfen können, sind Sie klar im Vorteil. Es kommt dann auf jeden Einzelnen an.

Im Rahmen dieser Informationskampagne zur Vorsorge im Bevölkerungs- und Zivilschutz werden daher das Augenmerk auf besondere Schadenslagen geworfen und Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Selbstschutz ist wichtig - nehmen Sie das Thema im eigenen Interesse bitte ernst und nutzen Sie alle Informationsmöglichkeiten ausgiebig !

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

Die Broschüre kann im Internetportal www.bbk.bund.de unter Vorsorge & Selbsthilfe als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

Hochachtungsvoll

Jens Bolze
Erster Stadtrat

Vorsorge im Bevölkerungs- und Zivilschutz

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Teil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern

Bei schweren Gewittern, Sturmböen oder auch Wirbelstürmen bleibt aber meistens durch die Unwetterwarnungen in den Medien vielfach doch genug Zeit, die Gefahren zu reduzieren und Schäden zu vermeiden oder zu mindern.
 

Dabei ist es wichtig, dass Sie alle Möglichkeiten nutzen, um Wetterberichte zu verfolgen und ggf. Unwetterwarnungen zu befolgen (z.Bsp. über Informationsangebote des Deutschen Wetterdienstes)
Hilfreiche Dienste bieten hier neben den Nachrichten in den Medien auch das Internet oder auch APP´s wie beispielsweise KATWARN oder NINA.

Generell gilt:

Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten.
 

Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten.
 

Wenn noch ausreichend Zeit ist, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc.
 

Bei Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!

Bei Gewitter:

Bei Gewittern kommt es zu Blitzentladungen, die ein hohes elektrisches Potenzial freisetzen. Hier treten zusätzliche Gefahren auf.
 

Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude oder gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.
 

Blitzentladungen suchen sich einen hohen Punkt. Meiden Sie offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune.

 
Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.

 
Meiden Sie alle Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder.

Im Auto

Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug und berühren Sie keine blanken Metallteile.

Zu Hause

Schon bei starken Regenschauern sollten Sie ein paar einfache Regeln beachten:
Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit keine Regenböen Wasser in den Wohnbereich drücken können, bedenken Sie evtl. vorhandene Dachluken.
 

Achten Sie darauf, dass in Ihrer Wohnung kein Durchzug entstehen kann, der bei plötzlich zuschlagenden Türen oder Fenstern zu Schäden führt.
 

Bedenken Sie, dass starker Wind das Regenwasser schräg durch Öffnungen eindringen lassen kann und hierdurch eventuell elektrische Geräte oder Anschlüsse gefährdet werden könnten.
 

Bei starken Niederschlägen kann die Kanalisation überfordert werden und das Wasser fließt möglicherweise nur langsam ab, so dass Straßen überflutet sein können. Beachten Sie, dass dadurch Schäden in der Straßendecke oder vom Wasserdruck angehobene Kanaldeckel bedeckt sind und somit zu einer Gefahr werden können.
 

Generell sollten Sie bei Unwettern ein netzunabhängiges UKW-Radio mit ausreichenden Batterien, netzunabhängige Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen und ein Notgepäck mit Dokumentensicherung griffbereit haben, z.Bsp. für den Fall, dass Sie ihre Wohnung verlassen müssen.
 

Schließen Sie bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster, Roll- oder Fensterläden und halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern.
 

Suchen Sie nach Möglichkeit einen tief liegenden Raum, z. B. Keller oder einen innen liegenden Raum, auf. Autos, Wohnwagen und leichte Gebäude sind bei Sturm nicht unbedingt sicher.
 

Durch die elektrische Entladung eines Blitzes kann es im Stromnetz zu Überspannungen kommen. Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz. Entsprechende Geräte gibt es im Handel.

Schutz für Tiere

Haus- oder Nutztiere werden durch Unwetter stark verängstigt. Versuchen Sie, Ihre Tiere zu beruhigen und achten Sie darauf, dass sie den geschützten Bereich nicht verlassen können.

Verhalten nach dem Unwetter

Vor dem Aufräumen sollten Sie genau kontrollieren und dokumentieren, was z. B. durch Wassereinbruch oder Glasbruch beschädigt oder zerstört worden ist.
Ist jemand verletzt, leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst 112.
 

Achtung! Wenn durch Überflutung, z. B. im Keller, Heizöl oder andere gefährliche Substanzen freigesetzt worden sind, rufen Sie die Feuerwehr 112 an.
 

Vorsicht beim Betreten überfluteter Keller! Es besteht die Gefahr eines Stromschlags, wenn der Hausanschlusskasten im Keller untergebracht ist.
Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn sie nicht feucht geworden sind.
 

Wenn das Gebäude stark beschädigt ist, bleiben Sie draußen und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde.
 

Wenn das Dach stark beschädigt ist, bleiben Sie vom Haus ausreichend weit entfernt. Rufen Sie die Feuerwehr 112 an.

Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Öffnet externen Link in neuem FensterBroschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
 

Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.
 

Die Broschüre kann im Internetportal www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

Teil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle

Hochsommerliche Temperaturen können dem Kreislauf des Menschen zusetzen, vor allem, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten.

   

Ab Tageshöchsttemperaturen von 30 Grad spricht man von "Hitze" bzw. einem heißen Tag. Jedoch ist Wärmebelastung nicht allein per Thermometer erkennbar. Diese wird mittels der Gefühlten Temperatur bewertet, eine Größe, die alle den Wärmehaushalt des Menschen bestimmenden Faktoren berücksichtigt. Sie beschreibt den Wärmehaushalt des Menschen und ist anhängig von der Lufttemperatur, der Luftfeuchte, den Strahlungs- und Windverhältnissen, aber auch vom jeweiligen Menschen selbst und dessen Bekleidung.

 

Bei warmen Temperaturen, schwachem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit, spricht man von "Schwüle". Große Schwülewerte werden als extrem unbehaglich empfunden, weil die natürlichen Anpassungsvorgänge des Organismus oft nicht ausreichen, um z.B. durch Schweißverdunstung dem Körper Wärme zu entziehen und damit abzukühlen.

Vorbeugung

Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Gesundheitsamt, Ihrer Apotheke oder bei Ihrem Arzt nach den für Sie speziell empfohlenen Verhaltensmaßnahmen bei Hitze- und Schwülebelastungen.

 

Dies gilt insbesondere wenn Sie Medikamente nehmen oder unter Herz-Kreislaufschwäche leiden.

Warnungen

Informieren Sie sich über Radio, Fernseher oder Internet. Der Deutsche Wetterdienst (www.dwd.de) warnt die Öffentlichkeit ab erhöhten Werten der Gefühlten Temperatur.

 

Diese amtlichen Warnungen richten sich besonders an ältere oder kranke Menschen, da hier schneller eine Hitzebeeinträchtigung auftritt. 

 

Denken Sie auch an Alleinstehende, die Ihrer Hilfe bedürfen oder an Säuglinge und Kleinkinder. Vergessen Sie nicht Ihre Haustiere.

 

Bedenken Sie auch, dass die Temperatur im Innern eines geparkten Autos schnell über 50° Celsius steigen kann.

Alarmzeichen

Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche und Schlaflosigkeit oder bei Anzeichen für Austrocknung rufen Sie umgehend einen Arzt.

 

Als erste Hilfsmaßnahme bringen Sie die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort, lockern Sie ihre Kleidung und geben sie ihr Mineralwasser zu trinken.

Tipps zur Selbsthilfe und Verhalten

  • Tragen Sie lockere Kleidung
  • Trinken Sie mindestens 2 - 3 Liter pro Tag, möglichst Mineralwasser oder verdünnte Säfte
  • Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol
  • Nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich
  • Decken Sie Ihren Mineralverlust, zum Beispiel durch salzhaltige Lebensmittel
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen
  • Suchen Sie Schatten auf
  • Tragen Sie in der Sonne stets eine Kopfbedeckung
  • Legen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden
  • Sorgen Sie für ausreichende Getränkevorräte
  • Gehen Sie sparsam mit Brauchwasser um

Informationsmaterial:


Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

    
Die Broschüre kann im Internetportal Öffnet externen Link in neuem Fensterhier als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

Teil 3: Dokumentensicherung

Alles Wichtige an einem Platz Es brennt. Alle müssen schnell aus dem Haus.
Das Wasser kommt. Alle werden evakuiert.
Sie wissen nicht, was alles beschädigt oder zerstört wird.

 

Denken Sie rechtzeitig darüber nach, was für Sie wichtig ist.

 

Stellen Sie alle wichtigen Dokumente (Original oder beglaubigte Abschriften bzw. Kopien) zusammen und bewahren diese an einem Ort griffbereit in einer Tasche / Mappe auf. Für den Notfall sollten alle Familienmitglieder über den Standort der Tasche / Mappe Bescheid wissen.

 

Sind wichtige Papiere erst verloren gegangen, so ist die Wiederbeschaffung unter Umständen schwierig oder gar unmöglich.

Eine Dokumentation Ihres Eigentums, z.Bsp. in Form von Fotos, kann ggfs. zur Vorlage bei der Versicherung hilfreich sein.

 

Sie können Duplikate wichtiger Dokumente auch bei Freunden, Verwandten, Anwälten oder Banken hinterlegen. Denken Sie aber daran, dass eine Reihe von Kopien gegebenenfalls beglaubigt werden muss.

 

Das gehört in die Dokumentenmappe:

  • Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) bzw. Stammbuch
  • Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen
  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide
  • Qualifizierungsnachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen)
  • Verträge und Änderungsverträge, z. B. auch Mietverträge, Leasingverträge etc.
  • Testament, Patientenverfügung und Vollmacht
  • Personalausweis, Reisepass, Führerschein und Fahrzeugpapiere
  • Grundbuchauszüge
  • sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen
  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung
  • Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit
  • Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen
  • Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisation

Eine leicht transportable Möglichkeit zur Datensicherung bieten darüber hinaus separate Festplatten, CDs oder USB-Sticks. Bedenken Sie hierbei jedoch bitte:

 

Grundsätzlich hält kein elektronisches Speichermedium die Informationen unbegrenzt lange. Daher kann kein einzelnes Speichermedium empfohlen werden, sondern man muss die derzeitigen Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen.
Festplatten können mit der Zeit Probleme bei den mechanischen Komponenten aufweisen, Umwelteinflüsse (Hitze, Kälte, Staub, elektromagnetische Felder, Feuchtigkeit etc.) wirken sich negativ auf das Speicherverhalten von CD´s oder USB-Sticks aus. Wählen Sie daher den Lagerort der Speichermedien mit Bedacht.

 

Wenn Sie Daten elektronisch speichern, so prüfen Sie bitte regelmäßig die Funktion und legen eventuell sicherheitshalber gleich mehrere Kopien an.
Bedenken Sie bei der elektronischen Speicherung auch die Dynamik in der Programmentwicklung.

   
Möglicherweise lassen sich bestimmte vor Jahren erstellte Datei-Formate in Zukunft mit neuen Programmen nicht mehr so ganz selbstverständlich öffnen. Passen Sie also ggfs. nach Ablauf bestimmter Zeiträume das Speicherformat zeitgemäß an.

 


Weitere Informationen:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.Öffnet externen Link in neuem Fenster

 
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

 
Die Broschüre kann im Internetportal www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

 
Weitere Informationen siehe auch: www.viernheim.de/zivilschutz.html

 
Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle

Teil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)

Das Entsetzen ist groß, die Gefahr auch. Feuer, das außer Kontrolle gerät, ist immer eine Katastrophe.
Es gibt viele Ursachen für ein Feuer zu Hause oder in öffentlichen Gebäuden:

  
Fehler in der Elektrizität, feuergefährliche Arbeiten, Unachtsamkeit im Haushalt, Fahrlässigkeit beim Grillen oder Überhitzung von Elektrogeräten. Ganz gleich, ob es dann zu einem offenen Feuer oder einem Schwelbrand kommt, die Folgen sind häufig katastrophal. Dabei können Sie effektiv vorbeugen und sich schützen. Was Sie tun sollten, lesen Sie hier:  

Bevor es brennt

Kleiner Aufwand - Große Wirkung, die Leben rettet

  • Installieren Sie Rauchmelder in allen Räumen, außer Küche und Bad.

Rauchmelder sind eine preiswerte und funktionssichere Möglichkeit, frühzeitig auf einen Brand bzw. dessen Rauchentwicklung aufmerksam zu werden.

  

Kein Feuer ohne Rauch und giftige Gase. Schnell werden dann Fluchtwege unbenutzbar oder es kommt zu Rauchvergiftungen bzw. im schlimmsten Fall zum Erstickungstod. Untersuchungen belegen, dass 35 % der Brände nachts stattfinden, diese aber für 65 % der Brandschäden und 70 % der Brandtoten verantwortlich sind. Rauchmelder an der Zimmerdecke können Leben retten.

  

Handelsübliche Rauchmelder sind handtellergroß und problemlos montiert.
Sie können als Einzelrauchmelder oder per Funk miteinander vernetzt betrieben werden und haben ein durchdringendes, akustisches Alarmsignal.

 

Für Gehörlose gibt es Geräte mit Blitzlicht oder Vibrationsalarm. Beim Einbau ist auf die Zertifizierung nach VDS und DIN EN 14604 zu achten.

   

Bringen Sie die Rauchmelder immer am höchsten Punkt im Zimmer an, da Rauch nach oben steigt. Viele Geräte haben einen Testknopf zur Kontrolle des Alarms und sie zeigen an, wenn die Batterie ausgetauscht werden muss.

 

Haben Sie einen Feuerlöscher im Haus?

Eine Brandschutzversicherung versichert Sie zwar gegen einen Brandschaden, verhindert jedoch nicht den Ausbruch des Feuers.

  
Löschgeräte wie Feuerlöscher gehören in jedes Unternehmen und am besten auch in jeden privaten Haushalt. Lernen Sie ihn richtig zu bedienen und lassen
Sie ihn regelmäßig warten.

 
Die Größe kann abhängig von den gesetzlichen Vorschriften und der potenziellen Brandgefahr variieren. Fragen Sie hierzu Ihre örtliche Feuerwehr.

 

Alle Löschgeräte helfen nur in der Entstehungsphase eines Brandes. Schließlich ist die Löschdauer begrenzt. Bringen Sie sich deshalb bei einem Löschversuch nicht selbst in Gefahr. Über Bedienung und Löschkapazität gibt der Fachhandel Auskunft.

 

Oftmals helfen auch schon einfache Mittel bei der Bekämpfung eines Entstehungs-brandes wie der Eimer Wasser oder der Gartenschlauch.

 

Legen Sie einen Feuerlöscher ins Auto, aber befestigen Sie ihn dort gut. Das ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber der ADAC verzeichnet im Jahr mehr als 40.000 Autobrände. Aber auch hier gilt: Eigenschutz geht vor! Bringen Sie sich notfalls in Sicherheit und alarmieren Sie die Feuerwehr.

 

  • Halten Sie eine Löschdecke aus Wolle oder anderem geeignetem Material griffbereit, um brennende Kleidung abzulöschen.
  • Alle wichtigen Dokumente und Papiere sollten in eine Tasche zum schnellen Mitnehmen. Mehr Infos finden Sie im Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3 - Dokumentensicherung.

 

Mehr Aufmerksamkeit für mehr Sicherheit

  • Lassen Sie offenes Licht, wie Kerzen oder Feuer, nie unbeaufsichtigt.
  • Entfernen Sie im Keller leicht brennbares Material.
  • Entrümpeln Sie regelmäßig den Dachboden und entfernen Sie besonders brennbares Material aus den Ecken und Dachschrägen.
  • Achten Sie darauf, dass die elektrischen Geräte und Anlagen im Haus in Ordnung sind. Tauschen Sie defekte Geräte und alte Steckdosenleisten aus.

 

Gut informiert, besser geschützt

Ganz gleich, wo Sie sich aufhalten, Sie sollten sich über ein paar Dinge vorab informieren:

  

  • Erkundigen Sie sich, wie im Brandfall das nächste Treppenhaus zu
    erreichen ist. Keine Fahrstühle nutzen!
  • Schauen Sie, wo Feuerlöschgeräte sind und wie sie zu bedienen sind.
  • Wissen Sie, wie und wo Sie einen Notruf absetzen können? Fragen Sie danach.
  • Sie haben eine Behinderung oder ein Begleiter ist behindert?
    Fragen Sie nach Unterstützung bei der Evakuierung.
  • Prägen Sie sich in Hotels, Diskotheken, Kinos etc. die Fluchtwege ein. Im Brandfall oder bei einer Panik rettet das Leben.

    

Hinweise zur Gefahrenvermeidung

Flure und Treppenhäuser sollten nicht durch Gegenstände eingeengt oder gar versperrt werden. Der Fluchtweg muss frei sein.

Die Haustür in einem Mehrfamilienhaus sollte ein Schloss mit Panikfunktion haben, sodass die Tür von innen im Notfall jederzeit geöffnet werden kann.

Türen in Rettungswegen sind geschlossen zu halten - aber niemals abgeschlossen. So wird eine Brandausbreitung oder Verqualmung des Fluchtweges verhindert.

Hydranten oder Feuerwehrzufahrten dürfen nicht blockiert sein.

Sicherheitseinrichtungen des Hauses sollten regelmäßig kontrolliert und gewartet werden.

 

Ihr Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr Viernheim:

Stadtbrandinspektor Klaus Hartmeyer

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Viernheim
Hausadresse: Robert-Bosch-Straße 2
Postadresse: Kettelerstraße 3
68519 Viernheim

Telefon : 06204 / 9648-12
Fax : 06204 / 9648-30
eMail : stadtbrandinspektor(at)ffw-viernheim(dot)de
www : www.ffw-viernheim.de

 

Weitere Informationen:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes
für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe .
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

 

Die Broschüre kann im Internetportal www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

 
Weitere Informationen siehe auch:

www.viernheim.de/zivilschutz.html
www.mission-sicheres-zuhause.de
www.rauchmelder-lebensretter.de

 


Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung

Teil 5: Feuer - was tun, wenn es brennt?

Ein Feuer im Haus ist immer eine Ausnahmesituation. Jetzt kommt es auf Sekunden an. Aber trotz allem sollten Sie nicht in Panik ausbrechen oder etwas Unbedachtes tun. Um die eigene Rettung oder die anderer Personen in einem Brandfall zu erleichtern, sollten Sie Kenntnisse über das richtige Verhalten haben.

 
Grundsätzlich gilt: Die Sicherheit von Menschen hat immer Vorrang vor allen Brandbekämpfungsmaßnahmen!

 

Sie entdecken einen Brand? Gehen Sie jetzt so vor:

1. Das Feuer entsteht gerade

Versuchen Sie sofort den Brandherd "im Keim" zu ersticken.
Unternehmen Sie aber nur dann Löschversuche, wenn keine Gefahr für Sie besteht!

 

Brennendes Fett oder andere flüssige Brennstoffe nie mit Wasser löschen! Dadurch kann eine sehr hohe Stichflamme entstehen - das ist lebensgefährlich!

 

Wenn es ohne eigene Gefährdung möglich ist, stellen Sie die Energiequelle ab oder nehmen Sie die Pfanne von der Kochplatte. Legen Sie einen Deckel auf die Pfanne, um das Feuer zu ersticken oder verwenden Sie eine Löschdecke.
Verwenden Sie nur spezielle Feuerlöscher, die für Fettbrände geeignet sind (Brandklasse F).

 

Schalten Sie, sofern gefahrlos möglich, elektrischen Strom vor Löschbeginn
im Gefahrenbereich ab! Vorsicht Stromschlaggefahr!
Löschen Sie immer von unten nach oben und von der Seite zur Mitte hin!

 

Betreten Sie niemals verqualmte Räume! Dort bilden sich giftige Brandgase, vor allem das gefährliche Kohlenmonoxid (CO). Kohlenmonoxid ist geruchlos, geschmacklos, unsichtbar, brennbar, giftig und leichter als Luft.

 

Sollten Sie sich in einem verqualmten Raum befinden, so bewegen Sie sich deshalb kriechend auf dem Boden vorwärts.

 

Schließen Sie die Tür von außen und alarmieren Sie die Feuerwehr 112.

 

2. Wenn Löschversuche nicht möglich sind

Schließen Sie die Fenster des Raumes, aber nur falls das ohne eigene Gefährdung möglich ist. Wenn nicht, verlassen Sie sofort den Raum.

 

Schließen Sie die Tür des Raumes, in dem es brennt. Hierdurch wird dem Feuer Sauerstoff entzogen und eine Ausbreitung verzögert oder verhindert.

 

3. Feuerwehr rufen

Rufen Sie die 112 an! Melden Sie:

  • Wer ruft an?
  • Wo brennt es?
  • Was brennt?
  • Wie viel brennt (Umfang)?
  • Welche Gefahren bestehen (Personen, Gasflaschen gelagert etc.)?
  • Warten Sie auf Rückfragen! (Das Gespräch beendet immer die Leitstelle!)

4. Personen warnen und sichern

Warnen Sie andere Personen in der Wohnung oder im Haus!

 

Bringen Sie sich und andere in Sicherheit (gegebenenfalls auch durch andere Personen).

 

5. Feuerwehr erwarten und einweisen

Beschreiben Sie der Feuerwehr die Räumlichkeiten, Personen in Gefahr oder Gegenstände, die explodieren können.

 

6. Alle raus

Sie müssen das Gebäude oder die Wohnung, Etage etc. verlassen?
Achten Sie darauf, dass keine Person zurückbleibt.

 

Schließen Sie alle Türen, aber schließen Sie nicht ab, um ein schnelles Absuchen zu unterstützen.

 

Brandschutztüren sind selbstverständlich geschlossen zu halten. Sie dürfen nicht, auch nicht kurzfristig, unterkeilt, festgebunden oder verstellt werden.
Für betriebsbedingte Offenhaltung von Brandschutztüren bietet der Fachhandel geeignete Lösungen an.

 

Halten Sie die Schlüssel für Räume oder Fenster, die sich nur mit Schlüssel öffnen lassen, für die Einsatzkräfte bereit.

7. Alle in Sicherheit

Prüfen Sie nach Verlassen des Gebäudes, ob wirklich alle Personen aus
der Wohnung oder dem Haus in Sicherheit sind bzw. wer sich noch im Haus befindet.

 

Sollten Sie die Wohnung nicht (mehr) verlassen können, machen Sie auf sich aufmerksam am Fenster oder Balkon, damit die Feuerwehr geeignete Maßnahmen zu Ihrer Sicherheit ergreifen kann.

 

Bei einer vermissten Person muss die Feuerwehr immer davon ausgehen, dass sich diese noch im Gebäude und somit in Gefahr befindet.

 

Ihr Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr Viernheim:

Stadtbrandinspektor Klaus Hartmeyer

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Viernheim
Hausadresse: Robert-Bosch-Straße 2
Postadresse: Kettelerstraße 3
68519 Viernheim

Telefon : 06204 / 9648-12
Fax : 06204 / 9648-30
eMail : stadtbrandinspektor(at)ffw-viernheim(dot)de
www : www.ffw-viernheim.de

Weitere Informationen:

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Weitere Informationen siehe auch:

www.mission-sicheres-zuhause.de
www.rauchmelder-lebensretter.de

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)

Teil 6: Gepäck für den Notfall

Bei einer Urlaubsreise kann man das Gepäck in aller Ruhe zusammenstellen. Muss man die Wohnung, aus welchem Grund auch immer, überraschend und kurzfristig verlassen, dann fehlt diese Zeit.

 

Das Leck in einer Gasleitung, ein Brand im Nachbarhaus, eine Bombendrohung oder eine sonstige Notfallsituation können Räumungen einzelner Gebäude oder gar großflächig kompletter Straßenzüge oder Stadtquartiere erforderlich machen.
Es gibt viele denkbare Notsituationen und je nachdem kann es eine längere Zeit dauern, bis Sie wieder zurück in Ihre Wohnung dürfen.

 

Jetzt können Sie nicht lange nachdenken, was Sie mitnehmen sollen. Deshalb machen Sie sich schon vorab Gedanken über Ihr Notgepäck und halten Sie es auch soweit wie möglich griffbereit gepackt.

 

Das Notgepäck darf nur so umfangreich sein, dass es ohne fremde Hilfe auch längere Zeit getragen werden kann.
Die nachfolgenden Tipps gehen von einem idealerweise vorhandenem Notgepäck für wirklich heftige Notfälle bzw. Katastrophen aus. Entscheiden Sie selbst, wie umfangreich Sie IHR Notgepäck definieren.

Packen Sie praktisch

  • Das Notgepäck soll helfen, die ersten Tage außer Haus zurecht zu kommen.
     

Oberste Grundregel:
Nehmen Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr mit als in einen
Rucksack passt. Ein Rucksack ist praktischer als ein Koffer, da Sie dann
beide Hände frei haben.

  • Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente
  • batteriebetriebenes Radio, Reservebatterien
  • Dokumententasche (siehe hierzu Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3 - Dokumentensicherung)
  • Verpflegung für 2 Tage in staubdichter Verpackung
  • Wasserflasche, Essgeschirr und -besteck
  • Taschenlampe, Schlafsack oder Decke
  • Kleidung und Hygieneartikel für ein paar Tage
  • Fotoapparat oder Fotohandy
  • Ausweise, Geld, Wertsachen


Nicht vergessen - behelfsmäßige Schutzkleidung

  • Wetterschutzbekleidung, wie eine Regenjacke und -hose oder ein langer Regenmantel
  • wetterfeste strapazierfähige Schuhe oder Gummistiefel
  • bei Gefahr durch z.Bsp. chemische Stoffe:
    Heimwerker-Mundschutz oder feuchte Tücher, die Sie sich vor den Mund halten.


Beachten Sie:

Für Kleinkinder sollten Sie Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift bereithalten, falls es zu einer unbeabsichtigten Trennung kommt. SOS-Kapseln erhalten Sie in Kaufhäusern, Apotheken und Drogerien.


Weitere Informationen:

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Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 5: Feuer - was tun, wenn es brennt?

 

Teil 7: Hausapotheke - das gehört hinein!

So sind Sie gut vorbereitet

Manchmal muss es schnell gehen. Ein Unfall im Haushalt, eine Notsituation, eine Verletzung bei der Gartenarbeit. Gut, wenn Sie dann eine Hausapotheke haben, in der alles Wichtige enthalten ist - und die auf dem aktuellen Stand ist.

    

In vielen Haushalten ist allerdings die Hausapotheke eine Sammlung von alten und abgelaufenen Medikamenten. Das kann sogar gefährlich sein, denn Medikamente, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, können nicht nur ihre Wirkung verlieren, sondern auch gefährlich werden.

  

Nach Überschreiten des Haltbarkeitsdatums kann sich flüssige Medizin zersetzen, Tabletten können zerfallen und Cremes ranzig werden.

    

Abgelaufene Medikamente stellen mitunter eher eine Gefahr als Hilfe dar, denn sie entwickeln unter Umständen neue völlig unberechenbare Wirkungen.

  

Hinweise zur richtigen Aufbewahrung

Bewahren Sie Ihre gut sortierte Hausapotheke in einem abschließbaren Schrank oder Fach auf. Achten Sie darauf, dass Sie für Kinder nicht zugänglich ist (hoch hängen oder abschließen).

  

Ideal wäre ein kleiner Schrank mit frei zugänglichem Verbandsfach und abschließbarem Medikamentenfach.

 

Wählen Sie einen wenig beheizten und trockenen Raum.
Achtung: Das Bad ist der falsche Platz!  

    
Das muss drin sein!

  • persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • regelmäßig eingenommene Medikamente
  • Erkältungsmittel
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
  • Elektrolyte zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes
  • Fieberthermometer
  • Splitterpinzette
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Zusätzlich empfiehlt sich alles, was z.Bsp. ein Autoverbandskasten nach DIN 13164 enthält, wie beispielsweise Mull-Kompresse, Verbandschere, Pflaster, Binden und Dreieckstuch.

Bewahren Sie die zu den Medikamenten passenden Schachteln mit wichtigen Herstellerinformationen und Dosierungsanleitungen (z.Bsp. Ihres Arztes) mit auf.

Informationsmaterial:

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Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 5: Feuer - was tun, wenn es brennt?
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 6: Gepäck für den Notfall

Teil 8: Richtiges Handeln im Notfall und die 5 (bis 6) „W“ beim Notruf!

Wissen Sie sofort, was zu tun ist, wenn ein Notfall eintritt?

Fühlen Sie sich gut vorbereitet? Rettungsdienst oder Feuerwehr sind in der Regel nicht sofort zur Stelle, sondern müssen alarmiert werden. Was also tun mit Verletzten? Wann war Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs?

    

Immer noch wissen viel zu wenige Erwachsene, was sie im Notfall tun sollen - und machen aus Angst gar nichts. Dabei sind der Notruf 112 und die Erste-Hilfe-Grundlagen lebensrettende Maßnahmen. Bereiten Sie sich vor und nehmen Sie nochmals an einem Erste-Hilfe-Kurs teil.

 

Damit Sie wissen, was im Notfall zu tun ist.

Denn bei einem Unfall können Menschen lebensbedrohlich verletzt werden. Oft hängt ihr Überleben dann von der richtigen Reaktion jener Helferinnen und Helfer ab, die zuerst vor Ort sind. Ein solcher Unfall kann sich im privaten Haushalt, in der Arbeitsstelle oder im Straßenverkehr ereignen.
   

Unabhängig davon erfolgen die richtigen Maßnahmen in einer bestimmten Reihenfolge, auch Rettungskette genannt. Diese besteht aus Sofortmaßnahmen, weiterführenden Maßnahmen, dem Rettungsdienst und dem Krankenhaus.
Die Reihenfolge der Sofort- und weiterführenden Maßnahmen

  

1. Retten
2. Notruf
3. Absichern
4. Versorgen
   

Eine Aufgabenteilung unter den Ersthelfern kann die Durchführung der Hilfsmaßnahmen erleichtern und beschleunigen.

  
1. Retten aus der Gefahrenzone

Befindet sich jemand in einer Gefahrenzone, z. Bsp. auf der Straße oder in der Nähe eines Feuers, so bringen Sie die Person in Sicherheit, sofern dies ohne Eigengefahr möglich ist.

2. Notruf

Lösen Sie den Notruf aus, oder - wenn möglich - übertragen Sie diese Aufgabe
einer anderen geeigneten Person!
   

In Deutschland und in ganz Europa erreichen Sie die Feuerwehr und den Rettungs-dienst kostenfrei über die Rufnummer 112, die Polizei über die Rufnummer 110.
     

Sie können diese Nummern auch mit einem Mobiltelefon (mit SIM-Karte) kostenfrei erreichen.

   

Rufen Sie über 112 Hilfe herbei. Zur Meldung gehören die fünf bis sechs "W":

  • Wer ruft an? (Ihr Name)
  • Wo ist was geschehen? (Angabe des Ortes)
  • Was ist geschehen? (z.Bsp. Verkehrsunfall, Sturz im Haus)
  • Wie viele Verletzte? (Anzahl der verletzten Personen)
  • Welcher Art sind die Verletzungen? (Was können Sie erkennen?)
  • Warten Sie auf Rückfragen! (Die Leitstelle beendet das Gespräch!)

Im Falle einer Brandmeldung lautet die Meldung am Besten:

  • Wer ruft an? (Ihr Name)
  • Wo brennt es? (Angabe des Ortes)
  • Was brennt? (Brand im Haus, Fahrzeug, Wald …)
  • Wie viel brennt? (z.Bsp. Zimmer, Wohnung, Haus)
  • Welche Gefahren? (Leben in Gefahr? Risiken z. B Gasflaschen?)
  • Warten Sie auf Rückfragen! (Die Leitstelle beendet das Gespräch!)

3. Absichern

Hierzu kann die Absicherung der Unfallstelle im Straßenverkehr gehören (Einsatz der Warnblinkanlage, Warndreieck, Warnung des nachfolgenden Verkehres).
 

Doch auch andere Gefahrenstellen müssen ggf. abgesichert werden, damit keine weiteren Gefahren von ihnen ausgehen. Das gilt für den Sturz im Treppenhaus
ebenso, wie für einen Unfall mit elektrischem Strom.
 


Achten Sie ggfs. darauf, dass die Rettungskräfte eingewiesen werden, wenn eine Hausnummer schwer erkennbar ist oder der Zugang z. Bsp. durch ein Hintertor erfolgt.
 

4. Versorgen

Leisten Sie Erste Hilfe, versorgen und betreuen Sie die verletzte Person,
bis der Rettungsdienst dies übernimmt.

  

Niemand wird für eine Fehleinschätzung, die ihm bei seiner Hilfestellung unterläuft bestraft!

  
Wer jedoch seine Hilfe verweigert, kann wegen unterlassener Hilfeleistung
strafrechtlich belangt werden!

  
Um selbst sicherer zu werden für den Notfall und Hemmungen abzulegen empfiehlt sich der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses.

  
Viele Hilfsorganisationen bieten solche Erste-Hilfe-Kurse auch in Ihrer Nähe an.
Dort lernen Sie, lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen.

  
Sie finden Ihre Ansprechpartner im Internet oder im Telefonbuch, in Viernheim beispielsweise unter:

  
Johanniter-Unfall-Hilfe http://www.juh-bergstrasse.de 0 62 04 / 96 10-0
DLRG http://www.viernheim.dlrg.de 0 62 04 / 89 38
Malteser http://www.malteser-viernheim.de 0 62 04 / 38 27
(Angebot nur für Zielgruppen wie z. B. Kindergärten, Betriebshelfer etc.)

Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

  
Die Broschüre kann im Internetportal http://www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

   

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 5: Feuer - was tun, wenn es brennt?
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 6: Gepäck für den Notfall
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 7: Hausapotheke - das gehört hinein!

Teil 9: Bauliche Sicherheit - Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Sie fühlen sich wohl in dem Haus oder in der Wohnung, in der Sie wohnen? Fühlen Sie sich auch sicher? Es sind nicht nur extreme Wetterlagen, die die Sicherheit in Gebäuden gefährden können. Ausfälle von Strom, Wasser, Energie oder Telekommunikation machen das Leben unsicher.
  

Sie können dagegen etwas tun. In vielen Fällen reichen schon kleinere bauliche Maßnahmen, um die Sicherheit deutlich zu steigern.
  

Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl von Dingen, die Sie tun oder veranlassen können - für mehr Sicherheit am Haus!
  

Das Dach

  • Lassen Sie die Dachdeckung mit Sturmhaken und ausreichender Vernagelung sichern.
  • Beugen Sie Dachlawinen mit Schneefanggittern vor (dies dient auch ihrer Verkehrssicherungspflicht bei Bürgersteigen usw.)
  • Bei Schneelast sind Flachdächer und weit gespannte Decken besonders gefährdet.
  • Sichern Sie den Dachstuhl und die Dachhaut durch zusätzliche Befestigungen gegen Abheben bei Orkanböen.
  • Lassen Sie bei geneigten Dächern Windrispen in kreuzweiser Anordnung anbringen.

Die Außenanlagen

  • Denken Sie beim Baumbestand in Hausnähe an die Gefahr des Windbruchs. Lassen Sie eigenen Baumbestand regelmäßig auf den Gesundheitszustand hin überprüfen.
  • Sichern Sie Markisen und Überdachungen gegen Stürme.

Das Abwasser

  • Installieren Sie Rückstauverschlüsse in Abwasserleitungen und kontrollieren Sie regelmäßig deren einwandfreie Funktion.
  • Mit einer Hebeanlage können Sie Abwasser aus tiefer gelegenen Geschossen entsorgen; diese Leitungen müssen deutlich oberhalb des Rückstauniveaus geführt werden.
  • Eine leistungsfähige Tauchpumpe ermöglicht in Verbindung mit einem Pumpensumpf das Abpumpen eventuell eingedrungenen Wassers. Pumpensümpfe sollten an mehreren Stellen in überflutungsgefährdeten Geschossen und in Ausgangsnähe vorgesehen werden.
  • Fliesenbeläge und wasserfeste Bau- und Dämmmaterialen in den Untergeschossen ermöglichen im Bedarfsfall eine effektive Entsorgung von Wasser und Schlammrückständen.

Die Elektroversorgung

  • Lassen Sie die Elektroanlage hinsichtlich des Schutzes vor Überspannungen und auf Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, früher FI-Sicherung) kontrollieren und im Bedarfsfall ergänzen.
  • Ist der Blitzschutz des Hauses ausreichend ausgelegt?
  • Für gefährdete Geschosse sollte es komplett getrennte Stromkreise geben, die bei Bedarf vollständig stromlos geschaltet werden können.
  • Legen Sie Zählerkästen, den Hausanschluss etc. überflutungssicher an.
  • Wenn Sie in einem Überflutungsgebiet wohnen, sollten Sie überlegen, ein leistungsstarkes, kleines Notstromaggregat vorzuhalten (Tauchpumpe!)

Die Heizung

  • Sichern Sie Tankanlagen im Haus und im Außenbereich gegen Aufschwimmen.
  • Planen Sie auch die Möglichkeit des Betriebs der kompletten Heizungsanlage über Notstrom mit ein.
  • Die Heizungsanlage selbst sollte auch gegen Überflutungen gesichert werden.
      

Wie gefährdet ist Ihre Wohnumgebung durch Hochwasser, Überflutung, Brandgeschehen oder in einem anderen Notfall?
  

Wenn Sie in einem gefährdeten Gebiet leben, treffen Sie entsprechende Vorkehrungen. Überlassen Sie nichts dem Zufall, wenn es um die Sicherheit geht.
  

Die Stadt Viernheim hat jüngst für das bebaute Stadtgebiet eine farbige Gefahrenkennzeichnung für 8 Teilbereiche, in denen gefährdete Tieflagen (sogenannte Muldenlagen) verbreitet vorkommen, erfasst.
  

Muldenlagen sind Senken, in denen sich bei Regenfällen ein See bilden kann.
Im eben erscheinenden Stadtgebiet Viernheims sind sie kaum als solche erkennbar, aber dennoch vorhanden.
  

Dort wo Wasser nicht schnell genug versickern und über die Oberfläche zulaufen kann, besteht Überflutungsgefahr. Bei Starkregen kann Wasser auch aus Kanalanschlüssen austreten.
  

Die Lage, Tiefe und Ausdehnung der Muldenbereiche werden über entsprechend aufbereitete Karten sichtbar gemacht. Die Karten stehen auf hier zur Einsicht und zum Download bereit.
   

Nicht nur, aber gerade in diesen Bereichen sollten sich Anwohner und Eigentümer mit den Gefahren einer Überschwemmung auseinandersetzen.
  


Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
   
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.
  
Die Broschüre kann im Internetportal http://www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus. 

  

Weitere Informationen siehe auch:

Leitet Herunterladen der Datei einFaltblatt: Muldenlagen - Überflutung bei Starkregen
Leitet Herunterladen der Datei einInfo-Broschüre: Wasser in der Stadt - Schutz vor Kellerüberflutungen

  

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

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Leitet Herunterladen der Datei einTeil 8: Richtiges Handeln im Notfall!

Teil 10: Chemische, biologische, radiologische und nukleare (CBRN-) Gefahren CBRN-Gefahrstoffe

Wir alle genießen den hohen Lebensstandard, den eine Industrienation bietet. Aber die Segnungen moderner Technik sind nicht ohne gewisse Risiken zu haben.

Auch bei hohen sicherheitstechnischen Standards ist z.Bsp. die Freisetzung gefährlicher Stoffe nicht absolut auszuschließen. Dies kann sowohl bei der Produktion, aber auch beim Transport geschehen, z. Bsp bei einem Unfall eines Gefahrguttransporters, einem Brand in einer Fabrik oder einem Lager mit chemischen Produkten.
Aber auch der sorglose Umgang daheim mit Haushaltsreinigern kann gefährlich werden.

Was ist ein Gefahrstoff?

Das Spektrum an Gefahrstoffen ist groß. Unterschieden wird in chemische (C), biologische (B), radiologische (R) und nukleare (N) Gefahrstoffe.
      

CBRN-Gefahrstoffe begegnen uns überall: in industriellen Prozessen, in Labors, in der Medizin, in der Forschung, als Brennstoff (in Atomkraftwerken) als Lagergütern, auf Verkehrswegen jeglicher Art, im Haushalt und an vielen anderen Stellen.
     

CBRN-Gefahrstoffe können gas- oder dampfförmig, als Aerosole, flüssig oder fest auftreten. Ein Laie kann in der Regel die Gefährlichkeit nicht erkennen.
  
Deshalb gilt:
Wenn etwas passiert, melden Sie es der Rettungsleitstelle (Tel. 112), ergänzend auch der Giftnotrufzentrale Mainz (06131 / 19240 ).
  

Achten Sie bei größeren Ereignissen auf Durchsagen im Radio oder durch Lautsprecherfahrzeuge.

  
Chemische Gefahrstoffe

Chemikalien weisen ein sehr großes Spektrum an unterschiedlichen Wirkungen auf. Viele Stoffe sind brennbar oder gar explosiv, können ätzend wirken oder sind giftig.   

Manchmal haben sie auch mehrere Wirkungen gleichzeitig. In den meisten Fällen entfalten sie ihre größte Wirkung bei Aufnahme in den Körper. Dies kann über die Haut, durch Nahrungsaufnahme oder durch Einatmen geschehen.
  

Besondere Vorsicht ist bei gasförmigen Stoffen geboten.
Da die meisten Gase und Dämpfe schwerer als Luft sind, können sie sich
in Senken oder Kellerräumen sammeln. Bei Chemikalienfreisetzung sind
solche Örtlichkeiten deshalb zu meiden.
  

Biologische Gefahrstoff

Zu den biologischen Gefahrstoffen zählen Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Toxine. Sie können unter Umständen schwere Krankheiten beim Menschen auslösen.    
  
Eine Aufnahme in den Körper findet vor allem über Schleimhäute (Atemwege, Verdauungstrakt, Augen) und die Haut (Wunden) statt.
   

Bei Gefahr der Aufnahme über die Atemwege sollte zumindest provisorischer Atemschutz genutzt werden, wie z. B. Heimwerker-Mundschutz.
   

Radioaktive und nukleare Stoffe

Radiologische (R) und nukleare (N) Stoffe beschreiben die unterschiedlichen Ausbringungsarten einer radioaktiven Kontamination.    

Radioaktive Stoffe senden energiereiche, ionisierende Strahlung aus. Diese Strahlung kann lebende Zellen schädigen und diese abtöten oder Krebs hervorrufen.
  

Eine besondere Gefährdung geht durch die Aufnahme radioaktiver Stoffe in den Körper aus. Dies kann durch Einatmen, Nahrungsaufnahme und die Haut (Wunden) geschehen. Vor allem die Alpha-Strahlung (eine Art der ionisierenden Strahlung), stellt dabei ein hohes Gefahrenpotenzial dar.
   

Hier hilft Atemschutz vor der Aufnahme in die Lunge. Ionisierende Strahlung wird beim Durchdringen von Materie abgeschwächt.
  

In Kellerräumen ist die Abschwächung durch die angrenzende Erdschicht und obere Stockwerke besonders groß.

  
Richtiges Verhalten bei Gefahrstofffreisetzung

Gefahrstoffe sind in der Luft oder im Wasser? Was sollten Sie jetzt tun?

Achten Sie auf Durchsagen im Radio, Fernseher oder von Lautsprecherfahrzeugen. Informieren Sie sich übers Internet. Und informieren Sie auch andere Hausbewohner.
Achten Sie auf Durchsagen von Polizei oder Feuerwehr.
    

Bei Aufenthalt im Freien

  • Suchen Sie das nächste geschlossene bzw. bewohnte Gebäude auf.
  • Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie möglichst durch einen Atemschutz, zumindest durch ein Taschentuch.
  • Wenn Sie bereits mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind, wechseln
    Sie beim Betreten des Gebäudes Oberbekleidung und Schuhe.
  • Verpacken Sie verschmutzte Oberbekleidung und Schuhe in Plastikbeuteln und platzieren Sie diese außerhalb des Wohnbereichs, sofern möglich vor dem Gebäude.
  • Waschen Sie sich zuerst gründlich die Hände, dann Gesicht und Haare, ebenso Nase und Ohren mit Wasser und Seife.
  • Im Falle der Freisetzung biologischer Stoffe ist zusätzlich eine Händedesinfektion zu empfehlen.
  • Befolgen Sie die weiteren Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden.

Unterwegs im Auto

  • Schalten Sie die Belüftung aus und schließen Sie die Fenster.
  • Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.
  • Fahren Sie zum nächsten geschlossenen bzw. bewohnten Gebäude. Erbitten Sie Einlass und beachten Sie dort die Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden.

Bei Aufenthalt im Gebäude / im Haus

  • Bleiben Sie im Gebäude.
  • Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf.
  • Informieren Sie - falls erforderlich - andere Hausbewohner.
  • Schließen Sie Fenster und Türen.
  • Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlagen aus. Schließen Sie die Lüftungsschlitze, auch die der Fensterrahmen.
  • Suchen Sie einen Innenraum der Wohnung auf, der möglichst keine Außenfenster hat.
  • Im Falle einer Freisetzung radioaktiver Stoffe suchen Sie vorzugsweise einen Kellerraum auf.
  • Vermeiden Sie unnötigen Sauerstoffverbrauch, z.Bsp. durch Kerzen
  • Schalten Sie zu Ihrer Information das Radio (UKW, Regionalsender) oder das Fernsehgerät ein.
  • Beachten Sie die Durchsagen der Behörden und Einsatzkräfte.
  • Telefonieren Sie nur in Notfällen.
  • Benutzen Sie beim Eindringen von Gefahrstoffen vorhandene Atemschutzgeräte oder behelfsmäßige Atemschutzmöglichkeiten (Handwerker-Mundschutz, OP-Masken, feuchte Tücher …)

Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

  
Die Broschüre kann im Internetportal http://www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.

   

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

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Teil 11: Bevorratung von Lebensmitteln und Trinkwasser

Für Notfallsituationen sollte ein Vorrat für ein bis zwei Wochen angelegt werden. Esswaren sollten zweckmäßigerweise (z.Bsp. bei einem Stromausfall) auch ohne Kühlung länger gelagert und auch kalt gegessen werden können.
  

Kalkulieren Sie auch eine Störung der Wasserversorgung oder Verseuchung von Trinkwasser mit ein.
  
Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit. Daher gehört zum Notvorrat eine ausreichende Menge an Flüssigkeit.
  
Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig. Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.
  

Tipps für die Vorratshaltung 

  • Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen, also Ihren Essgewohnheiten entsprechen.
  • Strom weg? Achten Sie darauf, dass Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.
  • Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlung längerfristig haltbar sein. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.
  • Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren.
  • Achten Sie auf luftdichte Verpackung.
  • Neu gekaufte Vorräte gehören nach "hinten" ins Regal. Brauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst auf - bevor das Haltbarkeitsdatum überschritten ist.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat. Sie lassen sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen. Frieren Sie einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder ein.
  • Kochen ohne Strom und Gas? Im Handel gibt es viele Alternativen wie Campingkocher etc.
  • Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost - z. B. für Diabetiker, Allergiker oder Babys.
  • Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!
      

Informationsmaterial:

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Teil 12: Retten aus Gefahr nach Einsturz von Gebäuden

Eine Gasexplosion, das Absacken eines Fundamentes oder Brandwirkungen gehören zu den Ursachen, durch die ein Gebäude oder Teile eines Gebäudes zum Einsturz gebracht werden können. Nach dem Einsturz oder Teileinsturz eines Gebäudes entstehen Trümmerbereich.
    
Es handelt sich daher immer um eine Gefahrenstelle.

Oberste Priorität vor allem anderen hat die Sicherung der Menschen und ihre Rettung.

Grundsätze:

  • Gehen Sie kein vermeidbares Risiko ein und verlassen Sie die Gefahrenstelle so schnell wie möglich.
  • Halten Sie außerhalb des einsturzgefährdeten Bereiches von Trümmern auf. Als Faustformel für eine sichere Entfernung gilt ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Haushöhe.
  • Achten Sie auf Anzeichen von zusätzlichen Gefahren, z.B. auf (offene) elektrische Leitungen, vor allem im Zusammenhang mit geborstenen Wasserleitungen, auf den Geruch von ausströmendem Gas bzw. ein verdächtiges Zischen. Entfernen Sie sich unverzüglich!
  • Vergewissern Sie sich, dass der Notruf ausgelöst wurde, blockieren Sie die Kommunikationswege jedoch nicht durch überflüssige Anrufe.
  • Melden Sie sich schnellstmöglich bei Einsatzkräften und weisen diese auf evtl. vermisste Personen oder besonderer Gefahren, wie z.Bsp. gelagerte Gasflaschen, hin.
      

Auch in den Randzonen eines eingestürzten Gebäudes können sich hilflose oder bewusstlose Personen befinden. 
  
Dies könnten Passanten sein, die sich vor dem Gebäude aufhielten oder auch solche, die aus dem Gebäude herausgeschleudert wurden. Sie sind meist durch den aufgewirbelten Staub und Schmutz kaum von den umgebenden Trümmern zu unterscheiden.
    
  
Achten Sie vor dem Eintreffen von Einsatzkräften daher darauf, dass der Bereich der Trümmer nicht von Fahrzeugen befahren wird, bevor er nach evtl. bewusstlosen Verletzten abgesucht wurde.
  

Begehen Sie diese Bereiche vorsichtig und aufmerksam. Haben Sie eine Person entdeckt, so machen Sie nötigenfalls andere Helfer darauf aufmerksam.
  

Beachten Sie zur Rettung einer verschütteten Person:

  • Ziehen Sie Verschüttete nie einfach zwischen Trümmern hervor, sie könnten eingeklemmt sein.
    Stahl, Rohre o. a. könnten den Körper durchdrungen haben. Entfernen Sie diese nicht! Bewegen Sie Verletzte möglichst schonend und nur, wenn unbedingt erforderlich
  • Sprechen Sie die Person an. Unter Schock stehende Menschen reagieren oft nicht auf Ansprache. Dennoch können sie unter Umständen ihr Umfeld sehr genau wahrnehmen. Wirken Sie daher beruhigend auf sie ein!
  • Vergewissern Sie sich, ob die vitalen Funktionen (Kreislauf, Atmung) der Person intakt sind und/ oder ob es lebensbedrohliche Verletzungen gibt.
    Handeln Sie so, wie Sie es in der Erste-Hilfe-Ausbildung gelernt haben.
    Versorgen Sie die Verletzungen soweit möglich. Rufen Sie Hilfe herbei.
  • Bevor Sie eine Person bewegen, achten Sie darauf, dass keine Trümmerteile auf ihr liegen. Bewegen Sie Verletzte möglichst schonend und wenig.
  • Bringen Sie Betroffene außerhalb der Gefahrenzone in Sicherheit, betreuen Sie diese bis Hilfe kommt.
      

Denken Sie daran, dass die eigene Sicherheit Vorrang hat. Gehen Sie kein Risiko ein, das Sie nicht einschätzen können.
  
Grundsätzlich haben Sie in der Gefahrenzone nichts verloren. Ihre Hilfe kann jedoch auch für die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen wertvoll sein.
Unterstützen Sie die Rettungskräfte, indem Sie deren Weisungen befolgen.

   

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Teil 13: Energie-/ Stromausfall

Alle Industrienationen sind heute abhängig von unterschiedlichen Energiequellen.
Hierzu gehören Strom, Gas, Öl und Fernwärme, die über Verteilernetze ins Haus geliefert werden.
  

Wie abhängig man von dieser Versorgung ist, zeigen schon die Konsequenzen, die ein Stromausfall mit sich bringen kann - alle netzbetriebenen Geräte fallen aus.
Hierzu gehören: Wecker, Warmwasserbereiter, Kaffeemaschine, Radio, Licht, elektrischer Herd, Telefon, Computer, Aufzüge, Geldautomaten und viele andere Dinge.
  

Tipps zur Vorsorge:

  • Falls Öl-, Gas-, Fernwärme- oder Stromversorgung ausfallen, sollte jeder Haushalt alternative Möglichkeiten für den Notfall bereithalten. So lassen sich kleinere Mahlzeiten auch mit Spiritus- oder einem Trockenspirituskocher zubereiten.
  • Nützlich kann auch ein Garten- oder Tischgrill sein, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Aber Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen - es besteht Erstickungsgefahr!
  • Die fehlende Heizung kann in unseren Regionen über einen gewissen Zeitraum meist durch warme Kleidung ersetzt werden. Wer eine Heizmöglichkeit hat, welche auch mit Kohle, Briketts oder Holz betrieben werden kann, sollte für den Notfall diese Brennstoffe bevorraten.
  • Bei Ausfall des elektrischen Lichts kann man sich mit Kerzen, Taschenlampen oder Petroleumlampen behelfen. Halten Sie einen Vorrat an Kerzen und Taschenlampen (z. B. eine Kurbeltaschenlampe oder auch Solar- und LED-Leuchten) sowie Ersatzleuchtmittel, Batterien, Streichhölzer oder Feuerzeuge, Kerzen usw. im Haus und überprüfen Sie diese bitte regelmäßig.
  • Für einen Notvorrat sind Akkus weniger geeignet, da sie in geladenem Zustand den gespeicherten Strom nicht lange genug halten. Bei Stromausfall müssen sie aber vollständig geladen sein.
    Sorgen Sie dennoch dafür, dass vorhandene Akkus an Computern, Mobiltelefonen, Telefonen usw. geladen sind. Solarbetriebene Batterieladegeräte können eine Hilfe sein.
  • Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio für Informationen bereit.


Der Freizeit- und Campinghandel hält eine Vielzahl an Geräten bereit, die in einer solchen Notsituation hilfreich sein können.

   

Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

  
Die Broschüre kann im Internetportal http://www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.
  
   
Zusätzliche Tipps finden Sie auch in dem Flyer "Stromausfall - Vorsorge und Selbsthilfe" - hinterlegt im Internetportal des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (http://www.bbk.bund.de )
       
Weitere Informationen siehe auch: www.viernheim.de/zivilschutz.html

   

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

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Leitet Herunterladen der Datei einTeil 8: Richtiges Handeln im Notfall
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Leitet Herunterladen der Datei einTeil 12: Retten aus Gefahr nach Einsturz von Gebäuden

Teil 14: Hygiene unter erschwerten Bedingungen

Wir Menschen haben uns an regelmäßige tägliche Hygiene gewöhnt.
Duschen, Zähneputzen, Händewaschen usw. dienen nicht nur dem Wohlbefinden, sondern auch der Gesundheit.
    
Diese täglichen Verrichtungen werden uns mit dem Komfort eines Badezimmers und der jederzeitigen Verfügbarkeit von fließendem Kalt- und Warmwasser leicht gemacht. Was aber wenn eines Tages die Energie ausfällt, kein warmes Wasser mehr fließt und vielleicht das kalte Wasser nur noch stundenweise zur Verfügung steht?
     
Hygiene ist wichtig, um den Körper vor Krankheiten zu schützen und ihn widerstandsfähig zu halten. Auch unter erschwerten Bedingungen sollte die Körperpflege daher konsequent weiter durchgeführt werden.
    
In jedem Haushalt gehört daher ein ausreichender Vorrat an Seife, Waschmittel und Zahnpasta. Nun braucht es "nur noch" Wasser.
      

Wasservorrat

Ein Wasservorrat für Hygiene ist, wie auch Wasser zum Kochen, unabhängig vom Trinkwasservorrat aufzubewahren.
    
Denken Sie an die behelfsmäßige Spülung der Toilette. 
      

Bei sich abzeichnender Wasserknappheit sollten alle größeren Gefäße wie Eimer, Kanister, Waschbecken und Badewanne zur Aufbewahrung genutzt werden.

    
Tipps zur Hygiene

Mit bevorratetem Wasser bitte sparsam umgehen:

  • Bei längerer Wasserknappheit können Sie Einweggeschirr und -besteck benutzen, damit das Wasser nicht zum Spülen genutzt werden muss.
  • Bevorratetes Wasser kann durch den Zusatz von im Campinghandel erhältlichen Entkeimungsmitteln über einen längeren Zeitraum lagerfähig gemacht werden.
  • In Zeiten von Wassermangel bewährt sich auch eine Campingtoilette, dazu natürlich Toilettenpapier und Ersatzflüssigkeit.
  • Für viele Handhabungen sind Haushaltshandschuhe geeignet; Sie sparen Wasser vergeudendes Händewaschen. Haushaltspapier hilft ebenfalls Wasser zu sparen und ist leicht zu entsorgen.
  • Benutzen Sie Händedesinfektionsmittel.
  • Müllbeutel dienen einer schnellen Abfallbeseitigung. Sie können auch für längere Zeit Abfälle aufnehmen, wenn z.Bsp. der Müll nicht abgefahren werden kann.

      

Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

  
Die Broschüre kann im Internetportal http://www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.
  
   
Zusätzliche Tipps finden Sie auch in dem Flyer "Stromausfall - Vorsorge und Selbsthilfe" - hinterlegt im Internetportal des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (http://www.bbk.bund.de )
       
Weitere Informationen siehe auch: www.viernheim.de/zivilschutz.html

   

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 5: Feuer - was tun, wenn es brennt?
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 6: Gepäck für den Notfall
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 7: Hausapotheke - das gehört hinein!
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 8: Richtiges Handeln im Notfall
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 9: Bauliche Sicherheit - kleine Maßnahmen, große Wirkung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 10: Chemische, biologische, radiologische und nukleare (CBRN) Gefahren 
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 11: Bevorratung von Lebensmitteln und Trinkwasser
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 12: Retten aus Gefahr nach Einsturz von Gebäuden
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 13: Energie-/Stromausfall

Teil 15: Wasser

Das wird so schnell niemand vergessen: starker, wochenlanger Regen hat durch das Sommerhochwasser 2013 weite Teile Süd-, Ost- und Norddeutschlands in Katastrophengebiete verwandelt. In solchen Fällen können auch aus kleinen Bächen reißende Ströme werden, die eine Gefahr für Haus, Eigentum und Leben bilden. So weit wird es mangels eines entsprechend gefahrenträchtigen Baches oder Flusses in Viernheim wohl nicht kommen; gleichwohl spielte Wasser bzw. zu viel davon in Teilen des Stadtgebietes bereits mehrfach eine nicht unbedeutende Rolle.

    
1. Gut vorbereitet sein auf "zu viel" Wasser

Es regnet und regnet. Eines der gefürchteten Starkregenereignisse kündigt sich an.
  
Es drohen Kellerüberschwemmungen durch Rückstau aus der Kanalisation oder ein Wassereinstau auf den Straßen mit der Folge, dass Oberflächenwasser von außen über tiefer liegende Hauseingänge, Kellerfenster oder Garageneinfahrten in das Gebäude eindringt.
    

  • Besorgen Sie sich zum Schutz Sandsäcke, Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten von Türen und Fenstern.
  • Schauen Sie, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können. Lagern Sie diese aus dem gefährdeten Bereich aus.
  • Bringen Sie wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, wassergeschützten Räume.
  • Sichern Sie den Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser, indem Sie ihn z. B. an der Wand verankern oder mit Ballast beschweren.
  • Besorgen Sie sich ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser, ein batterie-betriebenes Radio oder ein Kurbelradio, eine Taschenlampe, einen Campingkocher und eine Campingtoilette.
  • Halten Sie Ihre Tasche mit den wichtigsten Dokumenten bereit. Mehr Infos hierzu finden Sie im Kapitel "Notgepäck" und "Dokumentensicherung".


2. GANZ WICHTIG!

Halten Sie sich auf dem Laufenden! Verfolgen Sie die aktuellen
Wettermeldungen und Warnungen über Rundfunk, Internet oder Videotext.
   

Und machen Sie sich frühzeitig Gedanken über:

  • Ihren Lebensmittel- und Trinkwasservorrat.
  • die Versorgung Kranker oder Hilfebedürftiger. Können Sie diese Personen rechtzeitig aus der Gefahrenzone evakuieren. Wohin?
  • die Evakuierung von Haustieren.
  • die Möglichkeiten, sich mit Nachbarn oder anderen zu besprechen, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen. Sprechen Sie mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen ab.
  • die "Rollenverteilung" für den Notfall. Wer macht was?

3. Richtig Handeln bei / vor Hochwasser bzw. Überschwemmung

     

IM HAUS

  • Räumen Sie die Kellerräume, in die Grundwasser oder Wasser von außen eindringen kann, aus.
  • Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.
  • Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).
  • Überprüfen Sie Rückstauklappen im Keller. Nutzen Sie Absperrmöglichkeiten bei Leitungen bzw. sehen Sie diese bei Umbauarbeiten vor.      

   

IM AUTO

  • Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.
  • Achtung! Tiefgaragen können bei Wasser- bzw Überschwemmungsgefahr zu tödlichen Fallen werden.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.
  • Lassen Sie Ihr Fahrzeug abschleppen, wenn es bis über die Räder im Wasser steht.
             

HELFEN SIE

  • Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
  • Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.
  • Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht in überflutenden Gebieten mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise "spazieren".
  • Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.
      

4. Verhalten nach dem Hochwasser bzw. Überschwemmung
    

Das Wasser weicht. Jetzt heißt es: Bestandsaufnahme machen und aufräumen.

  • Machen Sie eine Bestandsaufnahme und fotografieren Sie die Schäden für die Versicherung.
  • Räumen Sie Wasserreste und evtl. Schlamm aus dem Haus.
  • Trocknen Sie die Räume so schnell es geht, um Bauschäden oder Schimmel zu vermeiden. Nutzen Sie Heizgeräte für das Trocknen. Diese können gemietet oder ausgeliehen werden.
  • Lassen Sie die Elektrik, Heizöltanks und in besonderen Fällen die Baustatik vom Fachmann überprüfen.
  • Wenn Schadstoffe wie Farben, Lacke, Pflanzenschutzmittel, Benzin, Öl etc. freigesetzt wurden, rufen Sie die Feuerwehr.
  • Schmutzige, kaputte Möbel und verdorbene Lebensmittel gehören nicht einfach in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden." Essen Sie kein Obst, Gemüse und Salat aus überschwemmten Räumen. Verständigen Sie bei mit Schadstoffen (z. B. Öl) verunreinigten Gärten das Landratsamt.

            

Informationsmaterial:

Sehr empfehlenswert zur eigenen Vorsorge ist eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Broschüre "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" bietet eine übersichtliche Zusammenfassung aller Vorsorgemaßnahmen.

  
Die Broschüre kann im Internetportal http://www.bbk.bund.de als PDF-Datei bezogen werden und sie liegt beim Bürgerbüro der Stadt Viernheim zur Mitnahme aus.
   
   
Zur Überflutungsgefahr bei Starkregen bzw. Muldenlagen im Stadtgebiet informiert die Stadt Viernheim Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier auf ihrer Homepage.
Dort stehen auch weitere Informationen über ein gesondertes Leitet Herunterladen der Datei einFaltblattund konkrete Vorschläge zum Leitet Herunterladen der Datei einSchutz vor Kellerüberflutungen zum Download zur Verfügung.
       
Weitere Informationen siehe auch: www.viernheim.de/zivilschutz.html

   

Bereits im Rahmen der Kampagne veröffentlichte Themen:

Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1: Richtiges Verhalten bei Unwettern
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 2: Richtiges Verhalten bei Hitzewelle
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 3: Dokumentensicherung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 4: Feuer - richtig handeln bevor es brennt (vorbeugender Brandschutz)
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 5: Feuer - was tun, wenn es brennt?
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 6: Gepäck für den Notfall
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 7: Hausapotheke - das gehört hinein!
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 8: Richtiges Handeln im Notfall
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 9: Bauliche Sicherheit - kleine Maßnahmen, große Wirkung
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 10: Chemische, biologische, radiologische und nukleare (CBRN) Gefahren 
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 11: Bevorratung von Lebensmitteln und Trinkwasser
Leitet Herunterladen der Datei einTeil 12: Retten aus Gefahr nach Einsturz von Gebäuden
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Leitet Herunterladen der Datei einTeil 14: Hygiene unter erschwerten Bedingungen


Dienstleistungen und Ansprechpartner der Stadt zum Thema Katastrophenschutz finden Sie in unserem Bürgerservice unter: Bürgerservice / Lebenslagen / Katastrophenschutz

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