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08.05.2018 14:30 Kategorie: Berichte, Brundtland, Umwelt und Bauen

Sanierung der Rudolf-Harbig-Halle zum CO2 neutralen Gebäude abgeschlossen

Mit der Rudolf Halle wird das erste städtische Gebäude CO2-neutral.

Die Kombination von Gebäudedämmung, energieeffizienter Technik und Fotovoltaik hat dieses Ergebnis ermöglicht. Mit den nun umgesetzten Maßnahmen ist das Gebäude zukunftsfähig saniert.

Klimaneutrale Rudolf-Harbig-Halle

von 286 Tonnen CO2 Jahresemission auf 0 Tonnen



Die Grafik zeigt auf der linken Seite die Emissionen vor Beginn der Sanierung. 286 Tonnen CO2/Jahr. Auf der rechten Seite ist beschrieben, wie viel CO2 die umgesetzten Maßnahmen im Einzelnen eingespart haben.

"So kann es klappen. Wenn man über viele Jahre die Strategie der Energieeffizienz verfolgt und dann mit Fotovoltaik kombiniert, wird auch aus einer alten Sporthalle schließlich ein zukunftsfähiges Gebäude" freut sich Erster Stadtrat Jens Bolze. "Brundtlandbüro und Bauverwaltung" haben einen langen Atem bewiesen und alle Chancen genutzt."

Im letzten Schritt wurde die Anlagentechnik (Lüftungsanlage, Wärmeübergabe, Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR), Beleuchtung, Umwälzpumpen) saniert. Damit wurde der letzte Schritt zum CO2-neutralen Gebäude erreicht. Bereits vor einigen Jahren wurde die Gebäudehülle wärmetechnisch auf den neusten Stand gebracht (Wärmedämmung der Fassade, Wärmeschutzverglasung, Geschossdeckendämmung). Nicht nur Energie, sondern auch Trinkwasser wird gespart. Zwei Zisternen zur Zwischenspeicherung des Niederschlagswassers und späteren Nutzung zur Bewässerung der nebenliegenden Sportplätze sind eingebaut. Das Überlaufwasser der Zisternen wird in Schächten versickert. Und Solarenergie wird auch gewonnen. Auf dem Dach ist eine 172 kWpeak-PV Anlage installiert, die allein für 82 Tonnen jährliche CO2-Minderung sorgt.

Mit der nun abgeschlossenen Sanierung erfolgte eine Umstellung von ineffizienter Luftbeheizung ohne Wärmerückgewinnung auf eine Wasserbeheizung über Deckenstrahlungsplatten (Strahlungswärme). Der Energiebezug sinkt dadurch deutlich, da sowohl der Stromverbrauch als auch der Wärmeverbrauch durch die Wärmerückgewinnung deutlich sinkt. Die erforderliche thermische Leistung sank auf ein Fünftel. Die Luftmenge wurde von rund 40.000m³/h auf 8.000m³/h reduziert und die Lüftung wird nun bedarfsabhängig über CO2-Sensoren betrieben. Die neue Lüftungsanlage ist mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung (Rotationswärmetauscher, Wärmerückgewinnklasse H1) ausgestattet. Lüftungsanlage und Deckenstrahlplatten werden nun über eine MSR geregelt, die den bisherigen Handbetrieb ablöst.

Zusätzlich zu den Deckenstrahlplatten wurde eine ballwurfsichere LED-Beleuchtung installiert, die nutzungsabhängig als Trainings- oder Wettkampfbeleuchtung betrieben wird.

Belegungspläne und Anlagendaten werden zentral von der Geschäftsstelle des Vereins gepflegt und von der Abteilung Energiemanagement überwacht. Zusammen mit den Belegungsplänen und der Nutzungsart werden bestimmte Parameter für Licht und Wärme hinterlegt. D. h für eine Übungsstunde Rückengymnastik wird mehr Wärme aber weniger Licht hinterlegt, für ein Handballspiel ist es umgekehrt.


Die erwarteten Energieeinsparungen sind beträchtlich. Durch die Lüftungsanlage werden jährlich gut 33.000 kWh Strom gespart und durch die LED-Beleuchtung fast 15.000 kWh Strom. Beides zusammen hat aktuell einen Wert von knapp 11.500 €. Die neue Technik für die Hallenheizung wird fast 100.000 kWh Wärme im Wert von 5.000 € jährlich einsparen. Die damit verbundene CO2-Einsparung liegt bei 22 Tonnen.

Die technischen Maßnahmen am Gebäude sind nun ausgeschöpft.

Finanzierung

Die Umsetzung der letzten Maßnahmen war mit einer Investition von über 600.000 € verbunden. Für den Teil Lüftungsanlage wurde erfolgreich ein Antrag bei der PTJ gestellt. Diese hat Kosten von 85.085 € als förderfähig anerkannt und gewährt dafür einen Zuschuss von 38.714 €. Die restliche Finanzierung erfolgte über Eigenmittel und einen Zuschuss des Landes Hessen in Höhe von 250.000 €.




Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.