Aktualisierung der Schulwegepläne: Auch Nibelungenschule verfügt jetzt über einen aktualisierten Schulwegeplan

Erster Stadtrat Jens Bolze: "Für Kinder muss der Weg von und zur Schule sicher sein!"

Appell an Eltern: Kinder sollen Schulweg zu Fuß zurücklegen!

Goethe-, Friedrich-, Fröbel- und Schillerschule verfügen bereits über den aktualisierten Schulwegeplan, seit gestern auch die Nibelungenschule. Erster Stadtrat Jens Bolze übergab diesen zusammen mit Robert Ahrnt (Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung) und Martin Bosold (Ordnungsamt) an Schulleiterin Angelika Beisel. "Der mit allen Beteiligten (Schulleitung, Lehrern, Eltern, Elternbeirat, Kindern, Polizei, Straßenverkehrswacht und Stadtverwaltung) abgestimmte Plan soll einen optimalen, vor allem sicheren Schulweg garantieren", benennt Bolze das eigentliche Ziel.

Vorgaben waren unter anderem: Kinder sollten möglichst wenig die Fahrbahn überqueren müssen. Wenn erforderlich, dann immer an Kreuzungen oder Einmündungen. Ferner die Überquerung stark befahrener Straßen möglichst an beampelten Fußgängerwegen und Zebrastreifen. "Ein unter diesen Gesichtspunkten empfohlener Schulweg ist nicht immer der kürzeste, er ist aber auf jeden Fall der sicherste", so Bolze. Die Sicherheit der Kinder habe Vorrang. Deshalb seien auch die von den Eltern als kritisch empfundenen Verkehrssituationen genau geprüft worden.

Bolze appelliert an alle Beteiligten, sich auch künftig aktiv zu engagieren, problematische Bereiche zu benennen. "Uns ist jeder Hinweis, jeder Verbesserungsvorschlag, jeder Kritikpunkt und jede Anregung wichtig. Wir wollen dann nicht vom grünen Tisch aus entscheiden, sondern uns vor Ort die Dinge anschauen, Plan und Realität vergleichen und notwendige verkehrstechnische bzw. bauliche Veränderungen sukzessiv umsetzen, sofern dies die finanziellen Mittel erlauben. Insbesondere würde ich mich über eine rege Mitarbeit der direkt Betroffenen freuen: Eltern, Kinder und Lehrer. Selbstverständlich auch über Hinweise aus der Bevölkerung. Alle sind zur Mitwirkung aufgerufen."

In diesem Zusammenhang ermutigt Bolze alle Eltern, ihre Kinder zur Schule "gehen" zu lassen und nicht mit dem Auto zu chauffieren.
"Kinder müssen frühzeitig lernen, sich im Verkehr zu orientieren und sicher zu bewegen. Die Unfallgefahr und -häufigkeit ist dann höher, wenn Eltern ihre Kinder in die Schule fahren. Das klingt paradox, aber es ist so." Diese Meinung wird auch von Polizei, Straßenverkehrswacht und Schulleitung voll und ganz geteilt.

Der Schulwegeplan enthält übrigens auch alle Adressen der rund 130 "Hilfsinseln" mit dem Kinderkommissar "Leon". Wenn sich Kinder in Gefahr glauben, finden sie in diesen Anlaufstationen, die auch im eigentlichen Plan deutlich markiert sind, Hilfe und Unterstützung.

Schulleiterin Angelika Beisel dankte der Stadtverwaltung für die übernommene Arbeit und die erfolgreiche Kooperation mit allen Beteiligten. An die Eltern richtete sie die Bitte, die Schule um ihr Bemühen um mehr Sicherheit für Kinder nachhaltig zu unterstützen und im Rahmen eines Schulwegetrainings den sichersten Schulweg einzuüben. Besonders kritische Verkehrssituationen, Überwege und Kreuzungen müssten Eltern mit ihren Kindern besprechen und geeignete Verhaltensregeln vermitteln. Auch Beisel sprach sich gegen das Bringen und Holen mit dem Auto aus. Dies habe zahlreiche Nachteile für Kinder und verschärfe zudem die Verkehrssituation im direkten Umfeld der Schule. Angesprochen auf die Versickerungsflächen vor dem Eingangsbereich stellte die Schulleiterin fest, dass bei ihr bislang keine konkreten Beschwerden eingegangen seien.

Nähere Informationen zum Schulwegeplan unter: www.viernheim.de.