Besonderes Betreuungsangebot entlastet Eltern: Reduzierte Schließzeit in den Kitas während der Sommerferien

Die Corona-Pandemie stellt viele Eltern – vor allen Dingen die berufstätigen, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen lassen, seit Mitte März vor eine große Herausforderung.

Nach dem verordneten Betretungsverbot in Kitas und der Notbetreuung ab dem 16. März folgte zum 2. Juni ein erweitertes Betretungsverbot mit einem eingeschränkten Regelbetrieb, was aber immer noch eine Betreuung in deutlich eingeschränkter Form darstellte.

Seit dem 6. Juli sind die hessischen Kindertagesstätten in einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen übergegangen. Die mehrwöchigen Phasen der Notbetreuung und des eingeschränkten Regelbetriebs wurden damit beendet. Aufgrund der einzuhaltenden Hygienebestimmungen kann es aber immer noch zu Einschränkungen in der Betreuung kommen. Nun standen die Sommerferien vor der Tür. Die damit verbundene traditionelle 3-wöchige Schließzeit in 11 der 14 Viernheimer Betreuungseinrichtungen in der Zeit vom 27. Juli bis 14. August stellte eine erneute Herausforderung für die Eltern dar. „Die Eltern waren in den zurückliegenden Monaten stark gefordert und mussten zusätzlich viele oder sogar alle Urlaubstage Corona bedingt opfern“, erklärt Bürgermeister Matthias Baaß die Ausgangslage.

Aus diesem Grund unterbreitete Baaß den Trägern den Vorschlag, die Schließzeit in den Kitas zu reduzieren, um die Eltern zu entlasten. „Ziel war es, eine Betreuung an zwei der drei Wochen zu ermöglichen“, so Bürgermeister Baaß. Die Kitas nahmen den Vorschlag sofort auf und fragten daraufhin den Betreuungsbedarf bei den Eltern ab. Voraussetzung für eine Berücksichtigung war, dass beide Elternteile berufstätig sind und eine Bestätigung des Arbeitsgebers vorgelegt wurde, dass beiden in diesem Jahr keine Urlaubstage mehr zur Verfügung stehen. Um dem Bedarf der Eltern größtenteils Rechnung tragen zu können, werden nun acht Kitas das besondere Betreuungsangebot so umsetzen - teilweise in Kooperation untereinander - so dass für die Eltern keine Betreuungslücke in den drei Wochen entstehen.

Hinzu kommen eine Einrichtung, die nur die letzten zwei Wochen den Betrieb einstellen wird sowie drei Einrichtungen, bei denen von vornherein keine Sommerschließung geplant war und der Betrieb durchläuft. Zwei Betreuungseinrichtungen werden aufgrund des geringen Bedarfs den Betrieb für drei Wochen komplett schließen.

Für das zusätzliche Betreuungsangebot entstehen für die Eltern keine weiteren Kosten. „Ich danke den Trägern und den Kindertagesstätten, dass sie auf die Überlegungen seitens der Verwaltung in hohem Maße eingegangen sind und das besondere Betreuungsangebot umsetzen“, Baaß abschließend.