Bürgermeister Baaß besucht die Freundesstadt in Sachsen-Anhalt

27. SommerMusikAkademie in Haldensleben

Auf Einladung Haldenslebens besuchte Bürgermeister Matthias Baaß zusammen mit seiner Ehefrau Simone, dem Musikschulleiter Runar Emilsson und dem Kultur- und Sportamtsleiter Stephan Schneider Viernheims ostdeutsche Freundesstadt. Neben dem Abschlusskonzert der SommerMusikAkademie wurden mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Haldenslebens, Sabine Wendler, Ratsmitgliedern und dem dortigen Kulturamt gesellschaftliche und verwaltungsrelevante Themen der beiden Städte erörtert.
Das Programm der Reise begann mit einem Jazz Konzert, bei dem die Mannheimer Huggee Swing Band auf dem Gelände der "Alten Ziegelei" in dem Ortsteil Hundisburg auftrat. Auch die polnische Partnerstadt Haldenslebens, Ciechanow, war mit einer Delegation angereist und so gab es viele Gesprächsthemen im Anschluss an das Konzert - auch im Hinblick auf die bevorstehende Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Viernheim und Mlawa, das nur ca.40 km entfernt von Ciechanow liegt.
Der folgende Tag begann mit einer Floßfahrt auf der Elbe und der Erkundung des historischen Städtchens Tangermünde. Am Abend trafen sich die Delegationen mit Vertreterinnen und Vertretern des neu gewählten Stadtrats von Haldensleben, der nun auch aus sieben verschiedenen Fraktionen besteht, bei allerding 28 Sitzen (Viernheim: 45).

Am Freitag standen Informationsbesuche auf dem Programm, die in den weitläufigen Gebäudekomplexen der Seniorenhilfe GmbH begannen. Die gemeinnützige Gesellschaft entwickelte sich bereits zu Beginn der 90er Jahre und gestaltet in den letzten 15 Jahren immer mehr auch Lebensräume und Angebote für unterschiedliche Generationen mit dem Ziel der gegenseitigen Unterstützung verschiedener Lebensphasen im Alltag, dies beschrieb der Geschäftsführer Detlef Schmahl sehr eindrucksvoll . Anschließend besuchte man die Kreis- und Stadtbibliothek Haldensleben und konnte Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Städte erfahren und diskutieren. Die Leiterin Angelika Ermel wurde von Bürgermeister Baaß eingeladen, gerne einmal die schöne Stadtbücherei in der Viernheimer Innenstadt zu besuchen.

Ein erster Kontakt zwischen dem Kreis-Musikschulleiter Armin Hartwig und Runar Emilsson bildete den Abschluss des ausgiebigen Verwaltungsaustauschs.

Am Nachmittag bestand auch noch Gelegenheit zu einem Arbeitstreffen mit den Haldensleber Tempelrittern e.V., die seit Jahren das Viernheimer Stadtfest mit Ihrem mittelalterlichen Lagerleben im Apostelgarten mit vielen Angeboten für Kinder bereichern.

Der Höhepunkt der Reise war am Abend zweifelsohne das Erste der beiden Abschlusskonzerte der 27. SommerMusikAkademie, das im Schloss Hundisburg im gleichnamigen Ortsteil stattfand. Beeindruckend die Konzeption dieses hochkarätigen und innovativen Musikfestivals, das erneut den Besucherrekord des letzten Jahres übertraf: aus rund 450 weltweiten Bewerbungen wurden 54 junge und talentierte Musikerinnen und Musiker aus 20 Nationen und 5 Kontinenten eingeladen und bildeten ein Akademie-Sinfonieorchester, das in dem traumhaften Ambiente der Schlossgebäude und Gärten zehn Tage lang zusammen arbeitet und musiziert. Geleitet wird das Projekt schon viele Jahre von Dirigent Johannes Klumpp, der aufstrebenden jungen Musiker harmonisch zusammenführt und das Projekt somit zu einem Schauplatz gelebter Völkerverständigung macht. Das Konzert umfasste Johannes Brahms‘ Sinfonie Nr. 3, Franz Schuberts Ouvertüre zu »Rosamunde«, Otto Nicolais Ouvertüre zu »Die lustigen Weiber von Windsor« sowie Richard Strauss‘ Hornkonzert Nr. 2.

Die eindrucksvolle Reise zeigte erneut, dass die freundschaftlichen Verbindungen zu Haldensleben auch nach über 27 Jahren überaus lebendig sind. Bei der Verabschiedung bedankte sich der Viernheimer Bürgermeister bei den Kolleginnen des Kulturamts Haldensleben, Astrid Seifert, Petra Huth und Edyta Zander für die tolle Vorbereitung und Betreuung des Besuchsprogramms.

Bereits im Oktober wird eine Reisegruppe des Partnerschaftsvereins Haldensleben mit ihrer Vorsitzenden Bärbel Ziese die Rhein-Neckar-Region und Viernheim besuchen.