Bürgermeister Matthias Baaß präsentiert Städtepartnerschaft mit Silly bei Vernetzungstreffen der Metropolregion Rhein-Main

Tagung und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit

Die Metropolregion rund um Frankfurt am Main ist offiziell zur Fairen Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ernannt worden. Aus diesem Anlass lädt die Region am Dienstag, den 23. Februar 2021, zu digitalen Workshops ein, die sich mit dem Klimawandel und dem fairen Handel beschäftigen. Viernheims Bürgermeister Matthias Baaß wurde vom veranstaltenden Verein Rhein.Main.Fair e.V. gebeten, zur Städtepartnerschaft mit Silly in Burkina Faso zu informieren.

Die Intensität dieser Städtepartnerschaft ist über die Grenzen Viernheims hinaus bekannt. Unter dem Titel „Gemeinsam gegen den Klimawandel“ wird Baaß über die Zusammenarbeit von zwei so unterschiedlichen Gemeinden berichten. Im Mittelpunkt steht die zwischen Viernheim und Silly vereinbarte Klimapartnerschaft, bei der Silly und Viernheim seit 2019 gemeinsam Verantwortung für ihr Handeln mit Blick auf das Weltklima übernehmen wollen.

Das Förderprogramm für kommunale Klimapartnerschaften hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgelegt. Die Städtepartnerschaften erarbeiten ein gemeinsames Handlungsprogramm. Wichtige Prinzipien sind die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, das gegenseitige Lernen und die gemeinsame Verantwortung für das Erarbeiten und Umsetzen der Handlungsprogramme.

Baaß: „Diese Klimapartnerschaft, die von der Stadtverordneten-Versammlung im Juni 2019 einstimmig unterstützt wurde, ergänzt das Viernheimer Klimaschutzkonzept. Der Klimawandel ist ein globales Phänomen mit Betroffenheit aller, weltweit. Wir alle, ganz gleich ob in Silly oder Viernheim, müssen mit den Veränderungen umgehen, uns anpassen, Traditionen ändern, Verhalten überdenken und neue klimaneutrale beziehungsweise klimaangepasste Lösungen suchen.“

Bei einem Workshop in Viernheim im Herbst 2018 wurden gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Silly mehrere Schwerpunktthemen und Handlungsfelder festgelegt: Schule und Erziehung (Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung), Stärkung regionaler Strukturen, Verwaltung und Bürgerbeteiligung („Good governance“), Erneuerbare Energien sowie Land- und Forstwirtschaft, Umwelt, Wasserversorgung, Bewässerung und Entsorgung.

Basierend auf diesen Themen wurde ein gemeinsames Handlungsprogramm entwickelt und beim Fördermittelgeber eingereicht. Beide Partner entwickeln zu den abgestimmten Schwerpunktthemen gemeinsame und eigene Ziele und Maßnahmen, die an die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse angepasst sind. So wird es beispielsweise auch in Silly eine Solarstrategie geben. Allerdings dort mit dem Ziel, erstmals eine Stromversorgung zu haben, während es in Viernheim das Ziel ist, fossil erzeugten Strom zu verdrängen.

Weitere Informationen zu dem Vernetzungstreffen unterwww.rheinmainfair.org/vernetzungstreffen