Freiwilliger Polizeidienst: Vier neue Mitarbeiter leisten Beitrag zu mehr Sicherheit für die Bürger

Drei Mitglieder für ihre zehnjährige Tätigkeit geehrt

Präsenz zeigen - beobachten - melden, das ist der Leitgedanke des freiwilligen Polizeidienstes, der durch seine Tätigkeit die polizeiliche Prävention und Präsenz verstärkt.

Die engagierten Ordnungshüter in ihren blauen Uniformen gehören mittlerweile zum normalen Stadtbild dazu. In Viernheim werden seit 2004 freiwillige Polizeihelfer eingesetzt und sind zu einem wichtigen Bestandteil für die öffentliche Sicherheit und Ordnung geworden.

Am Montag (15. November) stellten Bürgermeister Matthias Baaß, Matthias Seltenreich (Leiter der Polizeistation Viernheim - Lampertheim), Frank Heisel (Koordinator Freiwilliger Polizeidienst Polizeipräsidium Südhessen) zusammen mit Amtsleiter Sebastian Geschwind (Ordnungsamt) sowie den neuen Mitarbeitenden des polizeilichen Bezirksdienstes Diana Gürel und Bayram Gül als Schutzleute vor Ort gleich vier neue freiwillige Polizeihelferinnen und Polizeihelfer nach bestandener Prüfung vor: Mehmet Karaköcek und Steffen Illig aus Mannheim, sowie Rafael Grodzicki und André Eichner (beide aus Viernheim). Mit den vier neuen Mitgliedern, deren Indienststellung nun beginnt, konnte das bereits bestehende Team des Freiwilligen Polizeidienstes auf 14 aufgestockt werden.

Zudem wurden Klaus Venske, Petra Westphal und Jens Ohler für ihre zehnjährige Tätigkeit beim Freiwilligen Polizeidienst von den Verantwortlichen der Polizei geehrt.

"Sicherheit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Lebensqualität eines jeden Einzelnen. Mit Ihrem Einsatz leisten Sie einen besonderen und wichtigen Beitrag dafür, dass sich die Menschen in unserer Stadt sicher fühlen. Dafür mein ausdrücklicher Dank", richtet Bürgermeister Matthias Baaß seine Worte an die langjährigen sowie neuen ehrenamtlichen Ordnungshüter. "Dieses Ehrenamt ist eine besondere Aufgabe und das Konzept, welches seit über 20 Jahren in Hessen praktiziert wird, ist meiner Meinung nach ein Erfolgsrezept", verdeutlicht Matthias Seltenreich. Denn in diesem Ehrenamt seien die Freiwilligen im präventiven Bereich und in Sachen Kommunikation unterwegs und hätten dadurch das Ohr 
direkt am Bürger. Belange aus der Bürgerschaft könnten so gleich an die Polizeistation weitergegeben werden.

Die freiwilligen Polizeihelfer, die als Fuß- oder Fahrradstreifen eingesetzt sind, werden insbesondere zur Unterstützung bei der vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten, der Überwachung des Straßenverkehrs, beim Streifen- und Ermittlungsdienst, bei der Sicherung und dem Schutz von Gebäuden und öffentlichen Anlagen sowie der Erforschung von Ordnungswidrigkeiten eingesetzt. Aber auch bei Großveranstaltungen wie Viernheimer Stadtfest, Triathlon, Citylauf, Siedlerfest, Halloween, Schulfesten und Prozessionen kann auf die umsichtigen Kräfte gebaut werden.

"Der Freiwillige Polizeidienst ist eine große Unterstützung für die Polizeibeamten und mittlerweile unverzichtbar geworden, da dieser Aufgaben übernimmt, die die Vollzugspolizei aufgrund anderer Schwerpunkte nicht mehr leisten kann", betont Frank Heisel, der in Zusammenarbeit mit den Schutzleuten vor Ort und den kommunalen Ordnungsbehörden den Freiwilligen Polizeidienst koordiniert.

Der Freiwillige Polizeidienst ist dienstlich der Landespolizei zugeordnet, die konkrete Ausgestaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Viernheim. Um das bestehende Helferteam personell zu verstärken, erfolgte von Seiten der Polizeistation Lampertheim-Viernheim sowie dem Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung eine entsprechende Ausschreibung. Von Mitte September bis Mitte Oktober erfolgte die 50-stündige Ausbildung. Insgesamt bewarben sich 18 Personen, die alle erfolgreich das Verfahren durchliefen. In Viernheim gibt es noch eine vakante Stelle zu besetzen.

Weitere neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind jederzeit herzlich willkommen

Zur Ergänzung des bestehenden Helferteams werden weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Viernheim oder der unmittelbaren Umgebung gesucht.

Vorbereitet auf den interessanten und abwechslungsreichen Dienst wird in 50 Unterrichtsstunden, welche die Polizei während der arbeitsfreien Zeit erteilt. Themen sind unter anderem Recht, taktisches Verhalten, die Handhabung der Einsatzmittel und Psychologie.

Die Polizeihelfer oder -helferinnen, die in ihrer Freizeit bis zu 25 Stunden im Monat eingesetzt werden können, erhalten eine Aufwandsentschädigung.
Sie werden mit blauen Uniformen ausgestattet und sind mit Handy sowie Pfefferspray ausgerüstet.

Unabhängig von der Staatsangehörigkeit kann sich bewerben, wer

  • mindestens 18 und höchstens 65 Jahre alt ist,
  • gesundheitlich in der Lage ist, die übertragenen Aufgaben zu erfüllen,
  • einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen kann,
  • die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht und
  • nach der Gesamtpersönlichkeit geeignet erscheint, die Aufgaben des Freiwilligen Polizeidienstes zu erfüllen.

Aufgenommen werden kann weiterhin nur, wer jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung eintritt und nicht zu einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen verurteilt worden ist.

Interessierte wenden sich bitte an:

  • Frank Heisel, Koordinator Freiwilliger Polizeidienst Polizeipräsidium Südhessen, Telefon 06151 96940444
  • oder an das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim, Sebastian Geschwind, Telefon 06204 988-273

Weitere Informationen auch auf www.polizei.hessen.de | Die Polizei | Aufgaben und mehr.