Spontan-Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr bewahrt Kreuzkröten-Kaulquappen vor dem Austrocknen

Wasserstelle „Am Glockenbuckel“ mit 14.000 l aufgefüllt

Der fehlende Regen und die warmen Temperaturen der letzten Wochen haben überall ihre Spuren hinterlassen, so auch im Viernheimer Naturschutzgebiet „Am Glockenbuckel“, wo sich Tausende Kreuzkröten-Kaulquappen in einer Wasserstelle tummeln und diese kurz vor dem Austrocknen stand. Ein Aufruf einer Mitbürgerin machte Ersten Stadtrat Bastian Kempf an Christ Himmelfahrt (21.5.) auf die Situation aufmerksam, der sich daraufhin mit der Freiwilligen Feuerwehr in Verbindung setzte und mit Heinz Schlosser und Daniel Werner kurzerhand zwei freiwillige Helfer fand, die den Einsatz übernahmen. Erster Stadtrat Kempf begleitete die Kollegen in das Naturschutzgebiet: „Ich war zwar nur Beifahrer, wollte die Feuerwehr aber nicht am Vatertag zum Sondereinsatz bitten und dann selbst auf der Terrasse sitzen“, so Kempf. Kaum vier Stunden später waren an dem Laichgewässer im Waldstück wieder gut 14.000 Liter Wasser eingelaufen.

Silvia Fusch vom NABU Kreisverband Bergstraße e.V. bedankte sich ausdrücklich für den schnellen Einsatz bei Herrn Kempf sowie dem Team der Feuerwehr Viernheim. „Dieses Engagement dient der Reproduktion der dort u. a. vorkommenden streng geschützten Amphibienart – der Kreuzkröte“. Der Aufruf in Facebook des NABU am Morgen des 21. Mai hatte auch viele Spaziergänger veranlasst, Wasser zu spenden. „Das Gewässer wäre spätestens am Abend ausgetrocknet gewesen, zahlreiche Kreuzkröten-Kaulquappen waren bereits an den Rändern vertrocknet. Es galt, sehr schnell zu handeln“, so Fusch.

„Dies ging nur mit der Unterstützung der Familien Schlosser und Werner, die auch am Vatertag mal (wieder) für eine gute Sache ihre Papas freigestellt haben“, bedankt sich ebenfalls Erster Stadtrat Bastian Kempf im Rahmen des Spontan-Einsatzes bei allen. Erster Stadtrat Kempf und NABU werden umgehend ein Gespräch zu diesem Thema führen, da das Problem der Austrocknung nicht nur jetzt besteht, das zeigten bereits die Jahre 2018 und 2019.