Fairer Handel / Fairtrade-Towns: Viernheim bleibt Fairtrade-Stadt für weitere zwei Jahre

Bürgermeister und alle Viernheimer "Fairtrader" freuen sich über erneute Urkundenverleihung

"Am 9. Mai 2018 ist Viernheim bereits auch Jahre Fairtrade-Stadt! Wir freuen uns sehr, Ihnen nach eingehender Prüfung mitteilen zu dürfen, dass Viernheim den Titel Fairtrade-Stadt für weitere zwei Jahre tragen dar. Dazu gratulieren wir ganz herzlich". Diese erfreuliche Mitteilung von TransFair, dem "Verein zur Förderung des fairen Handels in der Einen Welt e. V.", erreichte Bürgermeister Matthias Baaß Mitte Februar. "Das freut uns alle riesig. Mein Dank gilt allen Fairtradern in Viernheim, die sich schon seit Jahrzehnten für eine gerechtere Welt, für fairen Handel in der Einen Welt einsetzen. Ein herzliches Dankeschön gebührt - stellvertretend für alle anderen Akteure - Robert Toth und Sonja Ott vom Eine-Welt-Kreis Viernheim für deren unermüdliches Engagement."

Die Kampagne Fairtrade-Towns gibt es mittlerweile in 36 Ländern mit über 2.000 Fairtrade -Towns, darunter London, Rom, Brüssel und San Francisco. In Deutschland tragen inzwischen über 525 Kommunen den Titel. In allen Fairtrade-Towns haben sich Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzt und fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene - oft mit tollen Initiativen.

Der exakte Urkundentext lautet: "Viernheim bleibt Fairtrade-Stadt. Nach Erfüllung aller Kriterien der Kampagne Fairtrade-Towns darf Viernheim weiterhin den Titel Fairtrade-Stadt tragen. Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt die Stadt Viernheim eine Vorreiterrolle ein. Dies setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem Viernheim dazu beiträgt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird. Wir gratulieren und bedanken uns herzlich für Ihren Einsatz!"

Zur Information:

In regelmäßigen Abständen müssen die Fairtrade-Städte auf den Prüfstand von Fairtrade-Deutschland und gleich mehrere Prüfkriterien erfüllen. Die Stadt Viernheim konnte den Anforderungen nunmehr zum vierten Mal in Folge gerecht werden.

Zur Information: Der Titel "Fairtrade-Stadt" ist Viernheim am 9. Mai 2010 erstmals zunächst für zwei Jahre verliehen worden. Bei der Feierlichkeit damals wurde das besondere Engagement des Weltladens für den Fairen Handel betont. Im Mai 2012 erfolgte die Titelerneuerung für weitere vier Jahre, damals ebenfalls mit großem Rahmenprogramm während des Weltladentags.

Etliche Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe bieten Produkte aus Fairem Handel an. Im Rathaus werden fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Saft oder Zucker angeboten, zudem engagiert sich die Stadtverwaltung kontinuierlich für Nachhaltigkeit und Fairen Handel. Die Stadt Viernheim fühlt sich seit Jahren der Förderung des Fairen Handels besonders verpflichtet und beabsichtigt die Prüfung, inwieweit die Beachtung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zur Beachtung von Sozialstandards, das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und die UN-Kinderrechtskonvention noch stärker als bisher im städtischen Beschaffungs- und Vergabewesen berücksichtigt werden können. Somit hat sich die Stadt Viernheim auch im Jahr 2016 den Titel "Fairtrade-Stadt" verdient gemacht.

"Viernheim hat sich damals um den Titel "Fairtrade-Stadt" beworben, weil wir glauben, damit einen weiteren wichtigen Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit leisten zu können. Mit diesem Titel ausgestattet können wir von Viernheim aus noch mehr Städte in unserer Region motivieren, sich für eine nachhaltige Entwicklung von wirtschaftlich Benachteiligten, Produzentengruppen wie Kleinbauern und Plantagenarbeiter einzusetzen, ebenfalls Fairtrade-Stadt zu werden. Wichtig dabei ist, dass die Initiative aus der Bürgerschaft kommt und Unterstützung in der Kommunalpolitik findet. Das entwicklungspolitische Ziel von Fairtrade muss allen klar sein: Unseren Konsum verantwortlicher zu gestalten und somit die Armut im Süden abzubauen", betont Bürgermeister Matthias Baaß.