Geschlossene Rudolf-Harbig-Halle: Magistrat liegt Ingenieur-Bericht vor

Sanierung kostet kurzfristig zwei Millionen €

Fristgerecht haben die Ingenieure ihren schriftlichen Bericht mit Grob-Kostenschätzung vorgelegt. 1. Stadtrat Bastian Kempf: „Die bereits Anfang Februar vermutete Verkettung mehrerer ungünstiger Umstände als Ursache für die Probleme hat sich bestätigt.“ Bürgermeister Baaß: „Für den laufenden Haushalt 2020 ist die nun zusätzlich aufzubringende Summe von 2 Millionen € eine ganz erhebliche Herausforderung!“

Eine der Ursachen ist die schlechte Herstellungsqualität der Porenbetondachplatten aus dem Jahr 1972. Das ergibt sich aus der aktuellen Festigkeitsprüfung der Bohrkerne. Gleichzeitig sorgt die „steife“ Konstruktion des Anbaus (Gerätelagers) zu Einschränkungen bei der Verformbarkeit der Außenwandstützen der Halle selbst, was zur Einleitung von Lasten in die Porenbetondachplatten führt. Und mit eine Rolle spielen auch die bei der Herstellung des Satteldaches in den 90ern ausgeführten Stahlständer.

Der Magistrat wurde in seiner Sitzung am Dienstag auch von den Lösungsmöglichkeiten unterrichtet, die entweder eine Reparatur vorsehen oder einen Rückbau des Daches, gefolgt vom Bau eines neuen Dachs. In der Grob-Kostenschätzung werden sehr detailliert die einzelnen Maßnahmen und deren aktuelle Kosten aufgelistet. Erheblicher Aufwand entsteht durch Gerüstbauten und den Ab- und Wiedereinbau der in der Halle in großer Menge vorhandenen Einbauten (Lüftung, Heizung, Photovoltaik u.a.). Unterm Strich schlagen für beide Maßnahmen knapp 2 Millionen € zu Buche.

Der Verein TSV Amicitia wurde vom Ergebnis der Ingenieur-Untersuchung nach der Magistratssitzung ebenfalls informiert. Die Dezernenten möchten die Gremien so schnell als möglich zum weiteren Weg entscheiden lassen.