Grußwort zum Jahreswechsel 2018/2019

Bürgermeister Matthias Baaß

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

37 Eigentümer haben in Viernheim leerstehende Wohnungen neu vermietet, 157 Personen konnte auf diesem Weg eine Wohnung verschafft werden. Weitere Wohnungen werden im neuen Jahr hinzukommen. Dies ist die Jahresendbilanz von "Vermiete doch an die Stadt!", einer Viernheimer Idee, deren Erfolg Kreisbeigeordneten Karsten Krug animierte, dies jetzt im ganzen Kreis Bergstraße umzusetzen. Es müssen keine Flächen neu bebaut werden, die Wohnungen stehen sofort zur Verfügung. Ansprechpartner in Viernheim sind Josef Benz (JBenz@viernheim.de, Tel. 988 226) und Reiner Schneider (RSchneider@viernheim.de, Tel. 988 286). Für den Kreis Bergstraße wird die gemeinnützige GmbH `Neue Wohnraumhilfe` mit Sitz in Darmstadt der Partner sein. Mit ihr arbeitet die Stadt Viernheim ebenfalls seit einigen Jahren zusammen, die GmbH ist getragen von vielen Sozialverbänden. Deren sozialen Ziele verbindet die GmbH erfolgreich mit den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen der Wohnungswirtschaft.

Im neuen Jahr 2019 wird ein Beschluss des Kreistags zur Schulsozialarbeit wirken. Für je 1.000 Schüler an den staatlichen Schulen jeder Art wird es eine Vollzeitstelle geben. Ziel ist es, "Kinder und Jugendliche individuell so zu fördern, dass sie sozial integriert sind, Problemlagen überwunden werden, Ausschulungen vermieden und angestrebte Schulabschlüsse erreicht werden können". Dieses neue Konzept des Landkreises passt sehr gut zur bereits langjährigen Praxis der Viernheimer Jugendförderung. Bereits seit dem Jahr 1998 arbeitet diese dezentral an Schulen, um dort, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten, Kontakte aufzubauen, Initiativen zu fördern und Betreuung sicherzustellen. Die im "Viernheimer Modell" kooperierenden Schulen haben damit eine Vervielfältigung ihrer Möglichkeiten pädagogischer Arbeit erfahren. Das heißt auch: bessere Voraussetzungen für ihr "Kerngeschäft" Lehren, Lernen, Unterricht. Eine Lehrerin einer der kooperierenden Schulen sagte in einer Konferenz voller Überzeugung: "Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es wäre, wenn es das alles plötzlich nicht mehr gäbe."

Im neuen Jahr wird auch die im November 2018 ihrer Bestimmung übergebene neue Kindertagesstätte "Entdeckerland" an der Walter-Gropius-Allee in den "Vollbetrieb" gehen. Steigende Kinderzahlen machen Planungen für eine weitere Kindertagesstätte notwendig. Die Geburtenzahlen, die hohe Attraktivität der Metropolregion Rhein-Neckar und absehbare neue Wohnbaugebiete am Bannholzgraben sowie in der Nordweststadt haben auch Auswirkungen auf die Schulentwicklung. Gemeinsam mit dem Landkreis soll unter Beteiligung aller Grundschulen geklärt werden, was dies für Viernheim bedeutet. Neuer Schulraum wird entstehen müssen, es ist zu klären, in welcher Form dies am besten passiert.
Bildung hat für die Stadt Viernheim hohe Priorität. Zudem ist die Verknüpfung zwischen Angeboten, die im Gemeinwesen von der Stadt Viernheim selbst oder von der Stadt unterstützt angeboten werden, im Vergleich der Städte des Landkreises besonders stark. Deshalb ist es notwendig, innerhalb des Gemeinwesens eine abgestimmte und umfassende Position zur weiteren Schulentwicklung einzunehmen. Die Erarbeitung erfolgt im ersten Halbjahr des neuen Jahres.

Bereits geplant und gehandelt wird an der Alexander-von-Humboldt-Schule. Aufgrund des akuten Bedarfs sind bereits zusätzliche Module (früher Container genannt, aber mit diesen vom Standard her nicht mehr vergleichbar) aufgestellt worden. Geplant wird eine dauerhafte bauliche Erweiterung des Schulgebäudes, um den künftigen Bedarfen gerecht zu werden und die bislang nicht sanierten Teile des Gebäudes (Aula, Foyer, Verwaltungsbereich usw.) auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
dies ist nur ein kleiner Teil der für das kommende Jahr anstehenden Vorhaben, die letztlich alle einem Ziel dienen: die tägliche Qualität unseres Zusammenlebens in Viernheim erhalten und verbessern!

Ihnen persönlich wünsche ich für das neue Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit!

Ihr

Matthias Baaß
Bürgermeister