Konzertreihe mit Violinistin Jeanette Pitkevica: "Die Sterne der Musik"

Werke von Debussy, Milhaud und Reger +++ Am Sonntag, 23. September, um 17:00 Uhr in der KulturScheune +++ Karten im Vorverkauf erhältlich

 

Das Motto des Konzertnachmittags im September mit Violinistin Jeanette Pitkevica lautet vielversprechend: "Die Sterne der Musik". Außergewöhnliche Kompositionen, leuchtende "Sterne", hat sie dabei bei den französischen Komponisten Claude Debussy und Darius Milhaud sowie dem deutschen Komponistengenie Max Reger gefunden.

Zum 100. Todestag des revolutionären Klangmagiers Debussy plant Pitkevica die Aufführung der Violinsonate g-Moll für Violine und Klavier mit den Satzbezeichnungen Allegro vivo, Interméde (Fastastique et léger) und Finale (Trés animé). Debussy entwickelte einen Stil, der die Musikgeschichte verändern sollte. Als Zauberer der Klangfarben sollte er in die Geschichte eingehen, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle. Viele seiner Zeitgenossen jedoch verstanden ihn nicht. Nun jährt sich sein Todestag zum hundertsten Mal.

Zusammen mit dem Klarinettisten Nicolaus Friedrich wollen die passionierten Musiker die Suite von Darius Milhaud "Le voyageur sans bagage" für Klarinette, Violine und Klavier aufführen. Milhaud war ein äußerst produktiver Komponist. Sein Werkverzeichnis enthält mehr als 400 Einträge. Der in Marseille geborene Milhaud arbeitete in allen bedeuteten traditionellen Musikgattungen (Oper, Symphonische Musik, Konzerte, Kammer- und Vokalmusik sowie Lieder).

Besonders freuen darf man sich auf die Interpretation der "Sonate für Klarinette und Klavier, op. 49 Nr. 2 von Max Reger. Regers Kompositionen werden, unter anderem von ihm selbst, als technisch sehr schwer beschrieben und sind es in der Tat in einem Maße, das Interpreten abschreckt, zumal sie noch immer ähnlich polarisierend auf ein größeres Publikum wirken wie diejenigen von Brahms, Bruckner und Wagner. Während Regers formale Quellen im Barock liegen, steht er klanglich eher in der Tradition von Brahms und Liszt.

Gleich mehrere helle, funkelnde "Sterne der Musik", die sich Freunde klassischer Musik nicht entgehen lassen sollten! Das Konzert findet am Sonntag, 23. September 2018, um 17:00 Uhr in der KulturScheune (Satonévri-Platz 1) statt.

Es gelten folgende Eintrittspreise: Vorverkauf 15,00 € (11,00 €); Abendkasse 17,00 € (13,00 €). Vorverkaufsstellen: VHS Viernheim, Buchladen "Schwarz auf Weiß", Neu - "Café am Eck" (Kreuzstraße 91).

Hier die Vitae von Jeanette Pitkevica, Gulnora Alimova und Nikolaus Friedrich


Lebenslauf von Jeanette Pitkevica.

in Riga, Lettland geboren, wird Jeanette Pitkevica von Ihren Kritikern vielfach als eine " junge Himmelsstürmerin" und "Senkrechtstartern" bezeichnet. Im Februar 2007 schloss Sie ihre Künstlerische Ausbildung mit der Glanznote 1,0 bei Prof. Walery Gradow an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim ab. Abschließend absolvierte sie das Aufbaustudium "Solistische Ausbildung" bei Prof. Walery Gradow und Prof. Marco Rizzi, das sie 2010 mit einem fulminanten Konzert im Mannheimer Rosengarten beendete. Sowohl das Fachpublikum als auch die Medien charakterisierten sie aufgrund ihrer "geigerischen Passioniertheit" als "Instrumentalakrobatin" und "Hexenmeisterin, die durch Feinschliff und ihr empfindsames, differenziertes Spiel die Hörer durch Schattierungsreichtum und Intensität in ihren Bann zog."

Jeanette Pitkevica nahm an vielen Wettbewerben, Orchesterprojekten und Kursen teil. Als Preisträgerin erhielt sie Ehrungen u.a. beim Wettbewerb der Musikschulen Lettlands, beim Internationalen B. Dvarionas Wettbewerb sowie dem Internationalen J. Heifetz-Wettbewerb in Vilnius/Litauen und war Ensemblemitglied des "Musicum Colegium" in Pommersfelden und des Festivalorchesters der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter Helmuth Rilling. Weitere musikalische Impulse erhielt sie im Rahmen des Kammermusik-Meisterkurses bei Prof. Anja Lechner (Bad Homburg), dem Konzert-Meister-Forum bei Prof. Walery Gradow (Mannheim), dem 10. Internationalen Meisterkurs Weinheim bei Prof. Roman Nodel und der Internationalen Baden-Badener Meisterkurse der Carl Flesch Akademie bei Prof. Rainer Kussmaul. Bis 2006 war sie Stipendiatin der Wilhelm-Müller-Stiftung Mannheim. 2007 wurde ihr der DAAD-Preis für ausländische Studierende verliehen. Von 2009 (Dezember) bis 2012 war Jeanette Pitkevica Stipendiatin der "Live Yehudi Music Menuhin Now".

Im Rahmen ihrer internationalen Konzerttätigkeit gastierte sie unter anderem in Litauen, Schweiz, Italien, England sowie Israel. Von 2006 bis 2014 war Jeanette Pitkevica neben ihrer Solistentätigkeit erste Konzertmeisterin des Festivalorchesters der "Schlossfestspiele Zwingenberg". Seit 2007 ist sie Mitorganisatorin und Musikalische Leiterin der "Konzertreihe in Viernheim". Seit dem Sommersemester 2015 ist Jeanette Pitkevica Assistentin bei Professor Marco Rizzi an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.


Gulnora Alimova, Klavier

Gulnora Alimova wurde in Taschkent / Usbekistan geboren. Ihre musikalische Begabung wurde schon sehr früh gefördert. Mit 7 Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht. Von 1978-1989 studierte sie an der "Spezialmusikschule für begabte Kinder" in Taschkent bei Doz. A. Neuwirt. Von 1989-1994 absolvierte sie ihr Studium am Staatlichen Aschrafi-Konservatorium in Taschkent bei Prof. O. Jussupova. Danach nahm sie ihr Aufbaustudium am Tscheikowski-Konservatorium Moskau bei Prof. Lev Naumov auf, dass sie 1996 erfolgreich beendete. Von 2001-2005 studierte sie an der Musikhochschule Mannheim bei Ok-Hi Lee und Prof. Rudolf Meister (Solistische Ausbildung), welche sie mit Auszeichnung absolvierte und dem akademischen Grad "Meisterklasseexamen" absolvierte.
Gulnora Alomova errang bei zahlreichen, beteutenden internationalen Wettbewerben verschiedene Preise: 1993 wurde sie beim Internationalen Klavierwettbewerb in Epinal/Frankreich ausgezeichnet, den 2.Preis und zwei Spezialpreise erhielte sie beim Internationalen Klavierwettbewerb in Porto/Portugal. 1996 2.Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb "Robert Casadesus" in Cleveland/USA. Daran schloss sich eine rege Konzerttätigkeit in Amerika, Asien und Europa als Solistin und als Kammermusikpartnerin namhafter Künstler an.
Seit Juni 2009 ist Gulnora Alimova als Dozentin für das Fach "Instrumentalkorrepetition" an der Musikhochschule Mannheim beschäftigt.


Nikolaus Friedrich, Klarinette

Nikolaus Friedrich (*1956) begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klarinettenspiel und zählt mittlerweile zu den gefragten Kammermusikpartnern und vielseitigsten Klarinettisten unserer Zeit.

Nach dem Abitur studierte er Klavier bei Karl-Heinz Lautner und Klarinette
bei Hermut Gießer an den Musikhochschulen in Stuttgart und Düsseldorf.
Nach Studienabschluss mit Auszeichnung haben Meisterkurse in England bei
Thea King und Anthony Pay seine Entwicklung als Klarinettist nachhaltig geprägt.

Seit 1984 ist er Soloklarinettist im Orchester des Nationaltheaters Mannheim.
Neben seiner Tätigkeit als Musiker im Opernorchester führten ihn Auftritte als
Solist mit namhaften Orchestern z.B. zum Würzburger Mozartfest, zu den Berliner Festwochen, zum Heidelberger Frühling und zu den SWR Festspielen.
Vor allem aber liegt ihm die Kammermusik sehr am Herzen und bestimmt in besonderem Maße seinen künstlerischen Weg.

Seine Kammermusikpartner sind namhafte Streichquartette, Klaviertrios und Pianisten wie z.B. das Minguet-Quartett, Amaryllis-Quartett, Nomos-Quartett, Armida-Quartett, Quatuor Voce, Trio Opus und Gulnora Alimova.

Die intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik bildet einen besonderen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit.