Kostensituation städtische Musikschule Viernheim: Steigende Ausgaben müssen auf den Prüfstand

Bürgermeister Matthias Baaß: "Wir werden nicht umhinkommen, den parlamentarischen Gremien eine Erhöhung der Gebühren vorzuschlagen."

 

Die Kostensituation der Viernheimer Musikschule beschäftigt Bürgermeister und Finanzdezernent Matthias Baaß. Die Einnahmen der letzten Jahre sind stabil, doch die Aufwendungen steigen. Im Jahre 2012 im Vergleich zum Jahr 2009 beispielsweise um ca. 66.000 Euro. Der jährlich zu erwartende Landeszuschuss in Höhe von 14.000 Euro ist hierbei schon berücksichtigt.

Bürgermeister Matthias Baaß weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass für das Haushaltsjahr 2013 mit weiter steigenden Kosten zu rechnen ist, da sich Tariferhöhungen im Bereich der angestellten Musiklehrer in Höhe von ca. 33.000 Euro ergeben.

Eine entsprechende Informationsvorlage wurde dem Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung vom 10. Mai bereits zur Verfügung gestellt. Nach Einschätzung von Baaß wird man um eine Gebührenerhöhung nicht umhinkommen.

Gegenwärtig nutzen 817 Schülerinnen und Schüler die Angebote der Musikschule, hinzu kommen weitere 118 Schüler in Schulprojekten.

Im Jahr 2011 wurden 37 % der Aufwendungen in Höhe von 881.000 € durch Gebühren finanziert.
"Schon um diesen Grad der Finanzierung über Gebühren auch im Folgejahr aufrechtzuerhalten, ist eine Ertragssteigerung von 10 % bei den Gebühren notwendig", so Baaß.

Im Vergleich der Musikschulen in der Umgebung sind die Tarife der Musikschule der Stadt Viernheim niedrig. Insofern könnte ab dem Wintersemester 2012/2013 eine Steigerung von 20 % und ab dem Wintersemester 2013/2014 in Höhe von weiteren 10 % vertretbar sein, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Eine vom Haupt- und Finanzausschuss gewollte generelle Diskussion, ob darüber hinausgehend weitere Verbesserungen beim Budget möglich sind und in welcher Form (Wie kann das Budget der Musikschule so gesteuert werden, dass dieses nicht ständig ansteigt?) steht noch an. Dazu hat der Bürgermeister dem Ausschuss eine weitere Vorlage (für eine Beratung nach der Sommerpause) zugesagt.