Müllentsorgung / „Aktion Biotonne“ / Plastik in Bioabfall: Plastik und Glas gehören nicht in die Biotonne!

ZAKB-Verbandsgeschäftsführer Gerhard Goliasch und Bürgermeister Matthias Baaß unterstützen hessenweite „Aktion Biotonne“ /Sammelbox BiOTONi und Abfalltüten im Küchenstudio „Küchen mit Biss“ erhältlich

Einkaufstüten aus Plastik gehören nicht in die Biotonne! „Durch den Störstoff „Plastiktüte“ wird der gesamte Prozess in unserer Biogasanlage verändert. Das Plastik muss in sehr aufwendigen Arbeitsschritten wieder vom Bioabfall getrennt werden. Der eigens hierfür angeschaffte Windsichter zieht bei den Siebvorgängen einen großen Teil an Plastik heraus und bläst diesen in einen angeschlossenen Container. Den Aufwand und die hohen Kosten für diese zusätzlichen Arbeitsschritte könnten ganz einfach durch eine ordentliche Abfalltrennung vermieden werden“, betonte Verbandsgeschäftsführer des ZAKB Gerhard Goliasch bei einem Gespräch mit Bürgermeister Matthias Baaß und Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz im Küchenstudio „Küchen mit Biss“ (Rathausstr. 8). Goliasch war extra nach Viernheim gekommen, um sowohl auf die Vermeidung von Störstoffen in der grauen Biotonne als auch auf die sachgerechte Entsorgung von Bioabfällen aufmerksam zu machen. Würden in Deutschland alle kompostierbaren Küchen- und Gartenabfälle in Biogasanlagen gelangen, könnten große Mengen an fossilen Rohstoffen wie Öl, Kohle oder Gas in herkömmlichen Kraftwerken eingespart werden.

In der hessenweiten Kampagne „Aktion Biotonne“ werden die Bürger dazu aufgerufen, ihre Bioabfälle ausschließlich über den Bioabfallbehälter zu entsorgen. Im Kreis Bergstraße wurde bereits Anfang der Neunzigerjahre die Bioabfalltonne eingeführt und stößt bis heute auf eine breite Akzeptanz. „Daher wollen wir im Rahmen dieser Aktion besonders auf die Verunreinigung des Bioabfalls durch Plastiktüten aufmerksam machen“, so Goliasch. „Wir möchten unseren Kunden Alternativen für die Sammlung der Bioabfälle aufzeigen.“ Wichtig sei, Bioabfälle grundsätzlich nicht in Plastiktüten oder verrottbaren Plastiktüten zu entsorgen, sondern in Papiertüten oder in Zeitungspapier einzuwickeln. Plastiktüten haben in der Biotonne nichts zu suchen, weil Plastikschnipsel den Kompost ruiniert!

Der eigens hierfür entwickelte Vorsortierbehälter BiOTONi (10 Euro) und die dazu passenden Papiertüten (Päckchen mit zehn Tüten für 1 Euro) können ab sofort im Küchenstudio „Küchen mit Biss“ (Rathausstr. 8) oder in den Wertstoffhöfen des ZAKB erworben werden.

Hessenweite „Aktion Biotonne“

Auch Bürgermeister Matthias Baaß unterstützt die hessenweite „Aktion Biotonne“. „Immer noch landet viel zu viel Bioabfall in der grauen Tonne, wird nicht ordnungsgemäß entsorgt.“ Deutschlandweit geht man von rund 9 Millionen Tonnen kompostierbaren Abfällen aus, wovon derzeit lediglich 4 Millionen Tonnen über die Biotonne entsorgt werden. Der Rest landet im normalen Müll. Daraus könnte in Kompostanlagen des ZAKB viel besser wertvoller Kompost für den Garten- und Landschaftsbau hergestellt werden. In Biogasanlagen können die im Bioabfall vorhandenen Potenziale zur Energiegewinnung genutzt werden und tragen somit zur Schonung fossiler Rohstoffe bei.

Der ZAKB hat sich dieser Aktion allerdings mit dem Schwerpunkt „Vermeidung von Störstoffen im Bioabfall angeschlossen. „Im Rahmen dieser Kampagne geben wir wertvolle Tipps und Anregungen, wie man im Alltag dieses Problem lösen kann. So haben wir in einer Broschüre „Bioabfall sammeln leicht gemacht“ die Tipps und Tricks zusammengefasst und verständlich dargestellt. Außerdem bieten wir ein Sammelgefäß, den sogenannten BiOTONi an, der speziell für diese Aktion kreiert wurde“, so der ZAKB-Verbandsgeschäftsführer. Goliasch und Baaß hoffen, durch Sensibilisierung der Bevölkerung zur Reduzierung der Störstoffe in Bioabfall beitragen und somit auch den anfallenden Kompost durch einen geringeren Plastikanteil verbessern und die anfallenden Störstoffe reduzieren zu können. Denn mit unserem Handeln von heute beeinflussen wir das Leben von Generationen von morgen, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Gute Gründe, Küchenabfälle getrennt zu sammeln

  1. Die Menge:
    Die Hälfte unserer Abfälle im Haushalt sind kompostierbare „Naturabfälle“. Das sind in Deutschland 9 Millionen Tonnen. Davon gelangen bereits 4 Millionen Tonnen in die Biotonne, 5 Millionen Tonnen Gartenabfälle, Gemüse- Obst- und Essensreste im normalen Müll. Ein großes Potenzial für den Ressourcenschutz.
  2. Strom und Kompost:
    In Kompostieranlagen entsteht aus Bioabfällen Kompost, ein hochwertiger und natürlicher Bodenverbesserer in Gartenbau und Landwirtschaft; Kompost ersetzt herkömmlichen Kunstdünger und Torf. Biogasanlagen können aus Obstschalen, Spaghetti-Resten oder abgelaufenem Quark Strom und Wärme erzeugen. Biotonnen-Nutzer werden so zu aktiven Unterstützern der Energiewende: Weg von Öl, Kohle, Atom und anderen fossilen Rohstoffen, hin zu Biomasse!
  3. Das Gesetz und die Sortierpflicht:
    Bioabfall getrennt zu sammeln, ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt: Seit dem 1. Januar 2015 müssen Bioabfälle flächendeckend getrennt gesammelt werden. Das verlangt das Kreislaufwirtschaftsgesetz der Bundesregierung von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern.

Was gehört in die Biotonne?

Was beim Kochen und Essen übrig bleibt: Gemüse- und Obstschalen, Eierschalen, Frittierfett und –öl (aufgesaugt in Zeitungspapier oder Küchenkrepp), Käsereste bzw. –rinde (unbehandelt, natur), alle Essensreste – auch gekochte Essensreste einschließlich Fleisch und Fisch, Reste von Milchprodukten wie Joghurt oder Quark.– Milch bitte nicht! Darüber hinaus Fischgräten und Knochen, Teebeutel, Teereste sowie Kaffeesatz und Kaffefilter, altes Brot und Brötchen, Kuchen und Gebäck, Küchenkrepp und Servietten, aber auch alle Grünabfälle von Beeten, Bäumen und Büschen sowie Blumenerde, Heu und Stroh, Laub, Reisig und Rasenschnitt. Bei Zimmer – und Balkonpflanzen bitte den Blumentopf entfernen!

Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem. Viele Lebensmittel sind weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Falls trotzdem der Käse oder die Himbeeren im Kühlschrank verschimmeln, sollten diese dringend über die Biotonne entsorgt werden. Ganz wichtig: Die Verpackung muss leider draußen bleiben und wird getrennt entsorgt.

Bioabfall in farbenfrohen BiOTONi-Sammelboxen

Küchenabfälle zu sammeln, kann auch Spaß machen – zumindest wenn die Sammelbox in der Küche so hübsch wie die Espressomaschine ist. Die Sammelbox „BiOTONi“, ein neu – und einzigartiger Vorsortierbehälter für das Sammeln von organischen Abfällen, wird dem gerecht. Und all das kann BiOTONi:

  • BiOTONi gibt es in verschiedenen Trendfarben
  • kann mit dem Handballen oder Unterarm geöffnet werden, falls beide Hände schmutzig sind
  • schließt geruchsdicht ab
  • ist spülmaschinenfest (max. 60 Grad)
  • der Deckel mit Klickverschluss ist abnehmbar
  • glatte Innenfläche zum besseren Reinigen
  • 5 l- Volumen
  • passt gut in Ecken
  • hergestellt in Deutschland nach höchsten Umweltstandards

Passend zum BiOTONi gibt es die bunten Bioabfalltüten (20,5 x 20 x 13,5 cm (B x H x T)) aus nassfestem Papier und den Einwickel-Block (DIN A3) in verschiedenen Farben.          

Erhältlich sind beide Artikel im Küchenstudio „Küchen mit Biss“ (Rathausstr. 8).

Informationen / Kontakt:

Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße
Am Brunnengewännchen 5
68623 Lampertheim-Hüttenfeld
Tel. 06256 851-881
Homepage: www.zakb.de oder www.zakb.aktion-biotonne.de

Verkaufsstelle von BiOTONi und Bioabfalltüten:

Küchenstudio „Küchen mit Biss“
Thomas und Iris Buttler
Rathausstr. 8
Tel. 06204 701 72 22