Naturschutzgebiet im Kreis Bergstraße hat Geburtstag

Der "Glockenbuckel von Viernheim" wurde vor 20 Jahren unter Schutz gestellt Viernheim/Darmstadt.

Am 4. Februar 1998 hat das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt das 46 Hektar umfassende Gebiet "Glockenbuckel von Viernheim" (Kreis Bergstraße) unter Naturschutz gestellt. Die westlich von Viernheim ge-legene Dünenlandschaft ist heute - genau 20 Jahre später - Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Außerdem dienst sie als Erholungsgebiet für die örtliche und die Mannheimer Bevölkerung.

Das Gebiet beherbergt Wildbienen, Hummeln und andere Kleintiere, die in den warmen Sandböden nisten - Fachleute haben hier in den vergangenen Jahren 156 Bienen- und Wespenarten, über 500 Käferarten und 190 Spinnenarten nachgewiesen. Die lila blühenden Polster des Sand-Thymians bieten den Kleintieren bis in den Herbst einen reich ge-deckten Tisch. Wegen der Vielzahl von Insekten finden Wendehals, Heidelerche, Neuntöter und viele andere Vogelar-ten hier Nahrung. Schafe und Ziegen bewahren das Schutzgebiet vor dem Zuwachsen mit Bäumen und Büschen.

Das offene Sandgebiet zählt zu den wertvollsten Lebensräumen seiner Art in Südhessen. Durch das Naturschutzgebiet führen Wege, die sich zu verschiedenen Runden kombinieren lassen. Die Wege im Schutzgebiet dürfen nicht verlassen werden; Hunde müssen dort außerdem angeleint sein. Das RP hat zusammen mit der Viernheimer Initiativer "Hundehalter für ein respektvolles Miteinander", der Stadt Viernheim und dem Forstamt Lampertheim einen Flyer mit Hinweisen und Tipps erstellt.