Projekt FUGATUS - Flüchtlingsgovernance und Wissenstransfer: Wie funktioniert Flüchtlingsmanagement in öffentlicher Verwaltung?

Viernheim als Kooperations- und Praxispartner der Universität Speyer

Die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer ist unter Leitung von Universitätsprofessor Michael Bauer im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Innovative Hochschule" mit einem Projekt zum Wissens- und Ideentransfer für Innovationen in der Verwaltung (WITI) mit dem Teilprojekt FUGATUS in die Förderung gekommen.

Im Vorfeld war Prof. Bauer an Bürgermeister Matthias Baaß herangetreten, um die Stadt Viernheim als Kooperations- und Praxispartner zu gewinnen, da sich Viernheim durch seine kommunale Integrationssteuerung und das Flüchtlingsprojekt "Ich bin ein Viernheimer" in herausragender Weise einen Namen gemacht hat. Da im Rahmen des FUGATUS-Projekts der Transfer zwischen Gesellschaft und Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, ist die Einbindung der Praxispartner von großer Bedeutung.

Kern des Projekts ist die Frage, wie das "Flüchtlingsmanagement" in der öffentlichen Verwaltung der Kommunen organisiert ist und welche Netzwerke sowie Kooperationen, auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft (Vereine / Ehrenamtliche) sowie zwischen unterschiedlichen Verwaltungseinheiten entstanden sind.

Das Vorgehen beinhaltet zum einen offene, strukturierte Experteninterviews sowie detaillierte Fallanalysen und eine darauf aufbauende Onlinebefragung.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Weitere Praxispartner sind - neben Viernheim - die Stadt Frankfurt am Main und die Stadt Speyer.

Die Stadt Viernheim, der Verein Lernmobil und die Pfarrei St. Hildegard/St. Michael / Ich bin ein Viernheimer erhoffen sich von der Teilnahme einen großen Nutzen, da ihnen die Möglichkeit gegeben wird, an Praktikerworkshops teilzunehmen, innovative Herangehensweisen und bewährte Methoden anderer Kommunen kennenzulernen sowie die eigenen Strukturen zu reflektieren und zu verbessern. Zudem sollen bereits in Viernheim vorhandene, erfolgreiche Vorgehensweisen als gelungene Praxisbeispiele für andere Verwaltungen nutzbar gemacht werden.

Die Auftaktveranstaltung (WITI/FUGATUS) für alle Projektbeteiligten fand am Donnerstag (17. Mai) in Form einer ganztägigen Veranstaltung (inklusive Expertenaustausch und Workshops zu den Themenbereichen Veranstaltungsinnovation, Design und Wissenstransfer) an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer statt.