Städtische Jugendförderung: Jugendliche zurück in Viernheim

Am späten Montagnachmittag traf die Hauptgruppe der Viernheimer Jugendfreizeit wieder glücklich und gesund am Bürgerhaus ein.

Die 42 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren wurden schon sehnsüchtig von Familie und Freunden erwartet und dann auch herzlichst begrüßt und umarmt! Nachdem die Gruppe wegen der verspäteten Busankunft im katalonischen Caldes d Estrac erst um Mitternacht aufbrechen konnte, waren dann doch alle froh, die 18 stündige Busfahrt überstanden zu haben.

Bereits am Sonntagnachmittag verabschiedet wurde die sechsköpfige Jugendgruppe aus Franconville. Die französischen Schüler verbrachten gemeinsam mit den Viernheimern, 12 Tage im internationalen Feriencamp, welches nur ca. 50 km von Barcelona entfernt lag. Mit ihnen fuhren das Küchenteam und die AvH-Lehrerin Esther Ibanez-Gonzales bereits am Sonntagvormittag nach Hause.

Auch in diesem Sommer stellten die Organisatoren der städtischen Jugendförderung ein abwechslungsreiches Jugendprogramm zusammen. In Absprache mit den französischen Kollegen aus der Viernheimer Partnerstadt wählten sie bereits Anfang des Jahres ein Camp aus, in dem sportliche, kulturelle aber auch freizeitrelevante Aktivitäten möglich sind. Während der gesamten Freizeit organisierten die Jugendlichen mit Unterstützung des internationalen Betreuerteams das Campleben selbstständig! So versorgte sich die Gruppe selbst. Der Campplan sah vor, das s.g. Kochteams für das tägliche Frühstück, Mittag- und Abendessen verantwortlich und mit dem Kochteam um Ingrid und Uwe Reinmuth für die Verpflegung zuständig waren. Das dies gut funktionierte, konnte man nicht nur an den leeren Töpfen und Tellern erkennen, auch die Rückmeldungen der "Gesättigten" war immer durchweg positiv!

Das tägliche Programm sah vor, dass sich die Jugendlichen am Vormittag an den verschiedenen Workshops engagieren konnten. So gab es eine tägliche Sportgruppe, die neben Fußball, Basketball, Tennis oder Tischtennis sogar vor dem eigentlichen Aufstehen im "Frühsport ab 8", zum Meer joggten um sich in die Fluten zu stürzen. Sich kreativ ausleben konnten sich die jugendlichen Teilnehmer in den Workshops "Schmuckherstellung", Tattoos mit Hennafarben", "Lolliepop aus Marshmallow", "Aquarellmalerei", "Filmproduktion" oder "Fotosafari". Außerdem gab es jeden Tag die Möglichkeit, sich an verschiedenen Spielegruppen zu beteiligen, die von Brett- und Kartenspielen bis zu Rollenspielen reichten. Eine spanische Tanzgruppe studierte verschiedene Tänze ein, die sie am Abschlussfest präsentierten.

Abenteuerlich ging es bei der Trekking Tour durch die Natur und bei der schon erwähnten Fotosafari in Caldes d Estrac zu. So erforschten die jungen Abenteurer die nähere Umgebung, interviewten Einheimische, fanden interessante Orte und bezwangen eine Felswand an der Küste.

Erholen konnten sich die Jugendlichen am Strand und im Meer, welches sich ca. 15 Minuten vom Camp entfernt befand. Am Abend verabredeten sich die jungen Leute häufig mit unseren Camp-Nachbarn aus ganz Europa, nahmen an der Campdisko teil organisierten Spielerunden!

Zwei Ausflüge nach Barcelona und in den Aqua Park nach Lloret de Mar rundeten das Programm ab. In der katalonischen Touristenmetropole besichtigte die Gruppe den Hafen, fuhr mit der Seilbahn auf den Berg "Montjuic", wanderten durch die Altstadt, liefen über die "Rambla" und machten Station im Park Güel. Am zweiten Barcelonatag teilte sich die Gruppe auf. Die Fußballfans nutzten die Gelegenheit und besichtigte "Nou Camp", die Heimspielstätte des FC Barcelona. Eine andere Gruppe besichtigte die berühmte Kirche "Sagrada Familia", eine dritte Gruppe ging auf Shoppingtour. Am Ende des Barcelonabesuchs gab's dann für alle nochmal freie Zeit zu shoppen und um Souvenirs für die lieben daheim zu besorgen.

So ging die Zeit wie im Flug vorbei und alle Teilnehmer konnten am Ende der Reise kaum fassen wie schnell dann doch alles vorbei war. In bleibender Erinnerung wird den Jugendlichen sicherlich die herzliche und gute Stimmung im Camp bleiben, viele Freundschaften wurden auch über die Viernheimer Gruppe hinaus geknüpft. Alle wollen sich weiterhin über die für Jugendliche gängigen sozialen Internetnetzwerke weiterhin austauschen und den Kontakt aufrechterhalten. Schön zu sehen war, dass junge Leute aus unterschiedlichen Schulen, Ländern und Kontinenten trotz kultureller Unterschiede und sprachlichen Defiziten schnell und gut miteinander auskamen, sich gegenseitig unterstützten, respektierten und Freundschaften geschlossen wurden, die sicherlich über die Freizeit hinaus, Bestand haben werden! Ein gelebtes Beispiel für gelebte Integration auch in Viernheim und eine Chance, Vielfalt als Gewinn für unser Gemeinwesen zu begreifen!

Ein großer Dank gilt vor allem den ehrenamtlich engagierten Betreuern Magdalena Schödlbauer, Esther Ibanez-Gonzales, Nicola Prechtl, Ingrid, Jenny und Uwe Reinmuth, Fabian Brechtel und Maya Shagun Shahi, die in ihrem Urlaub die Jugendfreizeit begleiteten und unterstützten!

Die nächste Jugendfreizeit der Stadt Viernheim findet in den Weihnachtsferien in den italienischen Dolomiten statt!

Vom 03. bis 11.01.2020 können sich Jugendliche zur Skifreizeit, die in Kooperation mit der Familienfreizeit es Skiclubs Viernheim durchgeführt wird ab September in den Stadtteilbüros der Jugendförderung, im T.i.B. und natürlich auch im Skiclub Viernheim anmelden!