Statistischer Bericht des Viernheimer Standesamtes 2017: Ringwechsel im Berliner Ring bei Hochzeitspaaren sehr beliebt

Hochzeitsküsse im Museumsgarten und Museumszimmer

Bürgermeister Matthias Baaß dankt Nachbarschaft des Museums für verständnisvolles Miteinander

Die einen geben sich ihr Ja-Wort im romantischen Burgstübchen, andere im barocken Fürstensaal. Wieder andere küssen sich nach dem Ringtausch im Heißluftballon über den Wolken, extravagante Taucher schon mal unter Wasser.

Und immer beliebter wird das Heiraten in Viernheim. Besser gesagt im Museum Viernheim im Berliner Ring - sowohl "unter der Linde" im Museumsgarten als auch im Museumszimmer im schick herausgeputzten Museumsgebäude.

Nach den Auswertungen des Standesamtes Viernheim für das Jahr 2017 gaben sich von insgesamt 157 Ehepaaren 82 das Ja-Wort im Berliner Ring, 70 unterm Lindenbaum bzw. 12 im Museumsgebäude. Und 25 auswärtige Brautpaare zog es im vorigen Jahr zum Heiraten nach Viernheim - die meisten aus Mannheim und Heddesheim, aber auch aus Heidelberg, Donaueschingen und Königstein im Taunus.

Seit 2005 gibt es diese Möglichkeit. Im Anfangsjahr entdeckten lediglich 24 Hochzeitspaare diesen "Geheimtipp in der Region" als Trauungsort, 2017 waren es schon 82! Der Ringtausch im Berliner Ring ist "in".

Bürgermeister Matthias Baaß und Standesbeamter Walter Haas freuen sich darüber, dass der alternative Trauungsort außerhalb des Rathauses so breite Resonanz findet - auch bei Paaren außerhalb von Viernheim. Das große Blätterdach der "altehrwürdigen Linde" und das besondere Ambiente des Museumszimmers bieten tatsächlich eine einzigartige Atmosphäre, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Baaß, gelegentlich auch als Standesbeamter im Einsatz, dankt dem Viernheimer Standesamtsteam mit Walter Haas, Franziska Krug, Andrea Utikal und Jacqueline Kursawe, das sich durch hohe Flexibilität und "Dienstleister-Mentalität" auszeichne. Dank gebühre aber auch den Nachbarn im Berliner Ring, die das ganze "Drumherum" tolerant mitmachen würden.

Standesamtsstatistik 2017 auf einen Blick

Noch weitere interessante Aussagen kann man dem statistischen Bericht des Standesamtes für das Jahr 2017 entnehmen, der kürzlich dem Magistrat zur Information vorgelegt wurde. Beispielsweise heirateten 44 Brautpaare, die in Viernheim wohnen, auswärts - am liebsten in Weinheim, Heidelberg, Lampertheim und Mannheim. 2016 waren es noch 48.

Mit 157 nahezu konstant geblieben ist die Zahl der Eheschließungen insgesamt, davon 62 % beide ledig. In den meisten Fällen (82 %) hatten beide die deutsche Staatsangehörigkeit. In Viernheim hatten 69 % ihren Wohnsitz, die restlichen Ehepaare außerhalb. In der Tendenz gleich geblieben sind die Auswertungen bei der Namensführung: 90 % entschieden sich für einen gemeinsamen Ehenamen - davon 98 % für den Namen des Mannes. Nur 10 % wollten eine getrennte Namensführung. Als Trauungsort bevorzugen 82 das Museum Viernheim (70 unter der Linde, 12 im Museumszimmer). Im Rathaus knallten bei 75 Trauungen die Sektkorken.

Ab 1. Oktober 2017 erlaubt das Gesetz die Umwandlung einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe. Von dieser Möglichkeit machten 5 Paare Gebrauch.


Und wie sieht es bei den Geburten aus?

Ins Viernheimer Geburtenregister wurde 2017 nur eine Geburt eingetragen. 303 in Viernheim wohnende Mütter brachten ihre Kinder außerhalb zur Welt. Spitzenreiter als Geburtsort ist Mannheim, gefolgt von Weinheim, Heidelberg und Heppenheim. 2016 belief sich die Geburtenzahl auf 338, 2015 auf 317.


239 Sterbebeurkundungen

Auch Sterben gehört zum Leben. So hat das Standesamt fast täglich Sterbefälle zu beurkunden. 2017 waren es 239 (120 Männer, 119 Frauen). Die meisten in 2017 Verstorbenen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit (227), 12 eine andere. 198 Personen lebten in Viernheim, 41 außerhalb. Die meisten Menschen starben in ihrer Wohnung (106), andere im Krankenhaus (69), im Forum der Senioren (52) und 12 andernorts.

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