Steuerungsgruppe Bürgerkommune / Gründung "Beteiligungsforum Handicap"

Problemen für Menschen mit Handicap auf der Spur

Hermann Weidner Sprecher des "Beteiligungsforum Handicap" +++ Offizielle Gründungssitzung am Samstag, 16. Juni, im Bürgerhaus


Stolperfallen auf Gehwegen, Behindertenparkplätze und Toiletten für Rollstuhlfahrer. Rampe am Rathaus, Blindenampeln, mehr Sitzmöglichkeiten in Bussen und Sichtbehinderungen durch Hecken, Büsche und Bäume. Das sind nur einige Beispiele von vielen Problemfeldern, die das neugegründete "Beteiligungsforum Handicap" angehen möchte - in Kooperation mit Stadtverwaltung und Politik.

Die Steuerungsgruppe Bürgerkommune hat in ihrer letzten Sitzung am Dienstag der Gründung des "Beteiligungsforum Handicap" offiziell zugestimmt. Diese kann nun ihre Arbeit aufnehmen. Die erste offizielle Sitzung (Gründungssitzung) findet am Samstag, 16. Juni, von 10:00 bis 12:00 Uhr im Bürgerhaus (VHS-Saal) statt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Hermann Weidner, der Sprecher des Beteiligungsforums, würde sich über einen regen Gedanken- und Ideenaustausch sowie neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen. Bürgermeister Matthias Baaß und alle Mitglieder der Steuerungsgruppe wünschen dem neuen Gremium eine erfolgreiche Arbeit.


Workshop am 12. Mai im Bürgerhaus / Hermann Weidner zum Sprecher ernannt

Wo gibt es Probleme der Teilhabe im Alltag? Was läuft aus Sicht von Menschen mit Handicap gut, was schlecht? Welche methodischen Vorgehensweisen sind zielführend? Welche Kooperationsmöglichkeiten bieten sich an?

Um diese und andere grundsätzlichen Fragen drehte es sich beim Start-Workshop des "Beteiligungsforum Handicap" am 12. Mai im Bürgerhaus, moderiert von Fritz Hempler. Gekommen waren Christine Porschewski, Barbara Gebhardt-Kuss, Birgit Gäbler, Karin Furman-Villanueva, Alicia Hanf, Sebastian Diether, Robert Flöser, Walter Kempf und Hermann Weidner sowie Carsten Miller (Verkehrsplaner), Horst Stephan und Sabrina Eufinger von der Stadtverwaltung.

Der Anstoß zur Gründung dieses Gremiums kam von einer Initiativ-Gruppe konkret von Karin Furman-Villanueva (Selbsthilfegruppe Morbus-Crohn), Hermann Weidner (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter), Ike Thurner (VdK Viernheim) und Robert Miltner (Lebenshilfe Viernheim e. V.) in Kooperation mit der Stadt Viernheim.

Die zentrale Frage im Workshop lautete: "Wie kann es das Beteiligungsforum schaffen, dass Viernheim inklusiver wird?" Wen soll es vertreten, welche Themen sind wichtig, wo gibt es Barrieren? Wichtig dabei: Barrierefreiheit soll in diesem Zusammenhang nicht nur im baulichen Sinne, sondern auch im Sinne des kulturellen Zusammenlebens verstanden werden.

Drei Arbeitsgruppen (Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Verwaltung) waren damit beschäftigt, Positives und Negatives aufzulisten. Daraus entwickelten sich schon erste Projektideen und Vorschläge zum methodischen Agieren. Zum Sprecher wurde Hermann Weidner gewählt, zu dessen Vertretern Karin Furman-Villanueva und Sebastian Diether. Die Geschäftsführung übernehmen Horst Stephan und Sabrina Eufinger vom Amt für Kultur, Bildung und Soziales.


Kummerkasten, Blindenampeln, Behindertentoiletten und andere Punkte

Das neue Beteiligungsforum will die Probleme in Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Politik gemeinsam lösen, Netzwerkbildung forcieren, breite Öffentlichkeitsarbeit betreiben und auch einen "Kummerkasten" einrichten. Schon jetzt hat man eine Reihe von Barrieren und Hindernissen aufgelistet, die es abzuarbeiten gilt. Beispielsweise Blindenampeln, barrierefreie Gehwege, flächendeckende Bordsteinabsenkung sowie Behindertenparkplätze und -toiletten. Auch Beschilderungen, Aufzüge in öffentlichen Gebäuden, Rampe am Rathaus, mehr Sitzmöglichkeiten in Bussen und allgemeine Sichtbehinderungen durch Hecken, Büsche und Bäume.

Bei einem barrierefreien Stadtspaziergang im "Monat des Ehrenamts 2018" möchten die Mitglieder des Beteiligungsforums auf berechtigte Anliegen von Menschen mit Handicap hinweisen und hierfür sensibilisieren.