Umgestaltung Innenstadt: Kosten- und Bauzeitenplanung des ersten Bauabschnittes weichen vom Plan ab

Erfahrungen werden in Ausschreibung und Planung des zweiten Abschnittes einfließen

Am gestrigen Mittwoch gab 1. Stadtrat Jens Bolze bekannt, dass die Kosten- als auch die Bauzeitplanung für den ersten Bauabschnitt der Innenstadt-Umgestaltung von der Planung abweichen. Der Magistrat wurde hierüber bereits am Montag, 28. Oktober, informiert.

Dem Bau- und Umweltdezernent Bolze war es wichtig, die Bürgerschaft so schnell wie möglich von der aktualisierten Kosten- und Bauzeitenplanung in Kenntnis zu setzen.
Die Stadtverordnetenversammlung wird über die Aktualisierung  am 8. November informiert.

Die ursprüngliche Planung sah den Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt für Oktober dieses Jahres vor. Entgegen der ursprünglichen Bauzeitenplanung verzögert sich die Fertigstellung auf voraussichtlich Februar/März 2014.
Die Anzahl der privaten zu erneuernden Hausanschlüssen und der verschiedenen  Versorgungsleitungen hat sich im Vergleich zur Planung in der Praxis deutlich erhöht.
Durch das Bauen im Bestand mit dem Anspruch der geringst möglichen Beeinträchtigung von Anwohnern, Passanten und Geschäftsleuten und durch die daraus resultierenden kleinen Baufenster haben sich die Bauabläufe zusätzlich verzögert. Die gewünschte durchgängige Erreichbarkeit geht natürlich ein Stück weit zu Lasten des Baufortschritts.

Hinzu kamen diverse unerwartete Rückbauten alter Straßeneinläufe, Instandsetzungen beschädigter Lichtschächten u. a. Überraschungen.

Frank Ewert vom Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung wies darauf hin, dass die Verlegung des alten Belages in Beton die Abbrucharbeiten zusätzlich stark erschwert hat. Die jetzige Verlegungsweise wird künftige Belagserneuerungen deutlich einfacher machen.

Zur Zeitplanung müssen auch die geschätzten Kosten nach oben korrigiert werden: Statt ca. 995.000 € geht man jetzt von 1,15 Mio. € aus. Dies entspricht einer Kostensteigerung von 17 %. 1. Stadtrat Bolze gab an, dass die Kosten schlussendlich wohl bei 1,25 Mio. € liegen könnten (+ 25 %). Diese Kostensteigerungen sind im Wesentlichen in den obengenannten Ursachen, die auch zur Verlängerung der Bauzeit führen, begründet.  Laut erstem Stadtrat Jens Bolze sind die Mehrkosten noch in einem vertretbaren Bereich und begründbar
 
Keine negativen Auswirkungen auf Förderung durch das Land

„Die jährlichen Förderanträge werden auf der Grundlage kontinuierlich fortgeschriebener Kostenberechnungen gestellt, erkennbare Kostensteigerungen zur Förderung angemeldet, was bei steigenden Gesamtkosten  zu höheren Förderungen führt. In welchem Umfang und bei welchen Kosten letztlich gefördert wird, kann erst nach Abschluss und Abrechnung der Gesamtmaßnahme beziffert  werden.
Trotz Verzögerung der Bauzeit im 1. Bauabschnitt können die bisher bewilligten Fördermittel rechtzeitig abgerufen werden.  

Drehscheibe zu Weihnachten wieder begehbar

Dem Weihnachtsgeschäft steht trotz weiter andauernder Arbeiten nichts im Wege, denn in drei Wochen will man den jetzigen Abschnitt fertig gestellt haben und dann direkt anschließend die Bauarbeiten weiter in Richtung Grimminger Kurve in 2 weiteren Teilabschnitten fortzuführen.

Planung des zweiten Bauabschnittes

Parallel zur  laufenden Bauausführung sind  die  Planungsarbeiten für den nachfolgenden Bauabschnitt ab Höhe Molitorstraße bis Robert-Koch-Straße sowie den Bereich des Kienle-Platzes bis hin über die gesamte Schulstraße angelaufen. In 2014 werden die Ausführungsplanungen und die Ausschreibungsunterlagen zum 2. Bauabschnitt  erarbeitet. Die im 1. BA gesammelten Erfahrungen werden in die Vorbereitungen und Planungen zum 2. BA einfließen. Dies wird die Bauzeiten nicht unbedingt verringern, aber eine deutlich genauere Bauzeitenplanung ermöglichen.