Viernheims Innenstadt soll in neuem Glanz erstrahlen Erster Bauabschnitt vom Magistrat vergeben

Baubeginn am 15. April - Viernheimer Bürger zum ersten Spatenstich eingeladen

 

In wenigen Wochen, am 15. April, wird mit den Bauarbeiten zur Neugestaltung der Viernheimer Innenstadt begonnen. Der Magistrat vergab in seiner letzten Sitzung den entsprechenden Auftrag (1. Bauabschnitt) an die Heidelberger Firma Carsten Grimmig GmbH, die wenigstnehmender Bieter war.

Wenn alles nach Plan verläuft, soll nach Mitteilung von 1. Stadtrat Martin Ringhof der 1. Bauabschnitt Ende Oktober fertig gestellt sein. Der Bauabschnitt I beinhaltet mit seinen 5.200 qm einen Teilbereich der Wasserstraße, das Rathausgässel, einen Teilbereich der Lorscher Straße (bis Luisenstraße) und die nördliche Rathausstraße bis zur Drehscheibe (Restaurant "Da Franco").

Die Gesamtmaßnahme "Neugestaltung Innenstadt" wird in 5 Bauabschnitten -über mehrere Jahre unterteilt- umgesetzt.

Wichtig für die Verkehrsteilnehmer: Während des Umbaus des Kreuzungsbereiches Wasserstraße/Rathausstraße (im Bereich "Salerno") muss die Wasserstraße im Baustellenbereich für ein paar Wochen voll gesperrt werden. Auch der Busverkehr muss umgeleitet werden. Die genauen Bauzeiten werden noch mitgeteilt. Wichtig für die Kunden der Innenstadt: Jedes Geschäft soll an jedem Tag fußläufig erreichbar sein, versichert Amtsleiter Jörg-Michael Haas vom zuständigen Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung.

Die vom 1. Bauabschnitt betroffenen Anlieger und Eigentümer werden über den genauen Bauablauf (Bauzeitenplan) regelmäßig informiert.

Detaillierte Informationen (Gesamtplanung, Bauabschnitte, Ausstattung, Bäume, Lichtkonzept, Was wird besser?, Pflaster, Schnitte etc.) finden Interessierte auf der städtischen Homepage unter www.baustelle-viernheim.de.

Für Rückfragen steht Dipl.-Ing. Corinna Schierz (Kernbereichsmanagement, Tel.: 988-371, CSchierz(at)viernheim.de) bzw. die Bediensteten des zuständigen Amtes für Stadtentwicklung und Umweltplanung (988-298) gerne zur Verfügung.

Am 15. April findet um 16.30 Uhr der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt statt. Dazu sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen.

Dank der Fördermittel durch das Programm "Aktive Kernbereiche" ist Viernheim in der Lage, seine Stadtmitte attraktiver, freundlicher und einladender zu gestalten. Umgestaltung, Erneuerungen sowie nachfolgende Aufwertung sollen der Innenstadt dazu verhelfen den Ansprüchen eines urbanen Stadtkerns gerecht zu werden, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Aufgrund des Alters und des baulichen Zustandes ist eine Sanierung der Innenstadt notwendig. Die Stadt Viernheim ist in der glücklichen Lage, dass sie Fördermittel durch das Programm "Aktive Kernbereiche" erhält. Dadurch kann die Maßnahme mit einer geringen finanziellen Belastung für Viernheim umgesetzt werden.

Um die Identität und damit auch die Unverwechselbarkeit der Stadt als Einkaufs-, Wohn- und Kulturort zu steigern und zu festigen, werden strukturell-funktionale und gestalterische Überlegungen in die Tat umgesetzt. Dabei geht es vor allem um die Schaffung eines lebendigen und qualitativen Stadtraumes mit hoher Anziehungskraft und Aufenthaltsqualität für die Bürger dieser Stadt.
Als Fußgänger profitiert man vor allem von den neuen Leitsystem und dem 100m langen Abschnitt der Wasserstraße, der zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich umgebaut wird. Die Fußgängerzone bekommt durchgehend ein einheitliches helles Pflaster aus Natur- und Betonwerkstein. Beide Pflaster Beläge sind robust, widerstandsfähig sowie komfortabel und bieten eine warme, angenehme und freundliche Atmosphäre.

Durch das Lichtkonzept soll das wohltuende Flair der Stadt noch gesteigert werden. Architektonisch bedeutende Gebäude, einladende neue Sitzmöglichkeiten sowie prägnante Bäume werden punktuell angestrahlt. Durch die hochwertige Gestaltung der Innenstadt bieten sich einladende Aufenthaltsbereiche mit Baumstrukturen und einer angenehmen Beleuchtung bei Dunkelheit.

Ebenso wird es überall verteilt Spielorte für Kinder geben. Zwei zusätzliche barrierefreie Bushaltestellen werden die Erreichbarkeit der neu gestalteten Stadtmitte einfacher machen. Insgesamt soll die Innenstadt Viernheims durch die einheitliche Gestaltung ein einladender Ort zum Verweilen werden, mit hohem Wiedererkennungswert und Identifikation.

 

Zur Information:

Wie verändert sich der Knotenpunkt Wasserstraße / Rathausstraße?
Die Wasserstraße wird in einem ca. 100 Meter langen Abschnitt zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich umgebaut. Er wird in "zentralen städtischen Bereichen mit hohem Fußgängeraufkommen und überwiegender Aufenthaltsfunktion" empfohlen. Der Zebrastreifen entfällt. Durch die geringen Geschwindigkeiten verbessert sich die Verkehrssicherheit. Vor allem schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Radfahrer und Fußgänger profitiert von dieser Ausweisung. Die Verkehrsregelung wird klar und eindeutig geregelt.
Die Ausführung des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches erfolgt im Trennprinzip was bedeutet, dass die Fahrbahn vom Gehweg mittels Bordstein getrennt wird. Durch diese Ausweisung wird die Wasserstraße zukünftig durchgehend als Vorfahrtsstraße ausgewiesen. Die Planung sieht im Moment eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20km/h vor, um die Balance zwischen Sicherheit für den Fußgänger und ungehinderten Verkehrsfluss zu gewährleisten. Als Trennung der beiden Bereiche dient der Bordstein. Der Bordstein hat eine Höhe von 3cm (außer Teilbereich Ausfahrt Fußgängerzone - hier niveaugleich wegen Behindertengerechtigkeit). Auf den Fußgängerüberweg wird zukünftig verzichtet.


Welche Bauweise wird gewählt?
Die Bauweise wird zukünftig ungebunden statt gebunden sein. Die vorhandene Betontragschicht wird entfernt. Vorteile der ungebundenen Bauweise sind u.a. die kostengünstige Herstellung, Entlastung der Kanalisation durch Versickerung und kostengünstige Reparaturen und Aufbrüche.


Was passiert mit dem Baumbestand?
Das Bepflanzungskonzept sieht vor, die Bäume im Straßenraum zu ersetzen. Die Nord-Süd Achse der Innenstadt soll mit der Fraxinus angustifolia‚ Raywood' - schmalblättrige Esche- bepflanzt werden. In den Funktionsbändern wird es Unterflurbaumroste geben.


Welche Entwässerung ist vorgesehen?
Die Entwässerung des anfallenden Niederschlagswassers auf den befestigten Flächen erfolgt in den Straßenräumen über eine offene Rinne, welche die Punkteeinläufe in seinen linearen Verlauf aufnimmt. Die Rinne wird durch einen Muldenstein ausgebildet, der parallel zum Funktionsband geführt wird bzw. einseitig im Straßenraum liegt.
In der Wasserstraße erfolgt die Entwässerung parallel entlang des 3cm hohen Bordsteins mit einem Wasserstein.


Welches Pflaster wird verwendet?
Auf dem Funktionsband sollen die Sitzmöbel, die Bepflanzung, die Spielgeräte, sowie die für Feste und Veranstaltungen erforderliche Infrastruktur angeordnet werden. Diese Fläche ist durchlaufend - mit Unterbrechungen an den Kreuzungsbereichen - und soll in einem hellen Granit ausgeführt werden.
Bei den übrigen Flächen -Flanierbereich- sind helle Pflaster aus Betonstein mit Natursteinvorsatz vorgesehen.


Wird der Bus umgeleitet?
Ja, während der Vollsperrung des Bereiches Wasserstraße wird der Bus umgeleitet über die August-Bebel-Straße, die Bushaltestelle wird in den Bereich Ecke Weinheimer Straße/Wasserstraße verlegt.


Wie ist die grundsätzliche Erreichbarkeit der Innenstadt?
Die Erreichbarkeit ist immer gegeben, Umleitungen werden ausgeschildert und zu gegebener Zeit bekanntgegeben.


Erreichbarkeit von Geschäften und Arztpraxen?
Ist während der gesamten Zeit der Maßnahme immer gewährleistet


Erreichbarkeit der privaten Zu-/Einfahrten ?
Ist während der gesamten Zeit der Maßnahme bis auf wenige Tage gewährleistet. An diesen Tagen wird die Zufahrt für die Anlieger mit Kfz in die eigenen Einfahrten nicht möglich sein, währenddessen wird ein Ersatzparkplatz in der Nähe kostenfrei zur Verfügung gestellt.