Workshop "Forum der Religionen"

Rückblick und Planungen für 2019 - Neues Logo

Das "Viernheimer Forum der Religionen", das den interreligiösen Dialog im Gemeinwesen pflegt, entstand aus einem Beteiligungsforum der Stadt Viernheim im Jahr 2014. Mittlerweile ist das Forum eines der acht Handlungsfelder der "Steuerung der Viernheimer Integrationsarbeit" unter dem Vorsitz des Bürgermeisters. Organisiert wird das Handlungsfeld "Interreligiöser Dialog" vom Verein Lernmobil. Vertreten sind in der Planungsgruppe Mitglieder der christlichen und der muslimischen Gemeinden Viernheims sowie interessierte Bürger*innen. Am vergangenen Samstag kam das Forum der Religionen zu seinem jährlichen Workshop zusammen, an dem auch Bürgermeister Matthias Baaß zeitweise teilnahm. Aufgabe und Auftrag des Forums

Aufgabe und Auftrag des Forums der Religionen ist die gemeinsame Arbeit an einem friedlichen und gedeihlichen Zusammenleben und Zusammenarbeiten der verschiedenen Religionsgruppen im Gemeinwesen. "Wir leben in einer Welt, die immer kleiner wird: Immer mehr Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen treffen aufeinander. Dieses Miteinander muss aktiv gestaltet werden, da sonst Vorurteile entstehen und es zu einer Kluft zwischen den Religionen kommt. Um dies zu verhindern, brauchen wir den interreligiösen Dialog. Wir brauchen Foren, in denen Menschen zusammenkommen, sich gegenseitig kennenlernen, Vorurteile abbauen und so einen Beitrag für den Zusammenhalt leisten. Je vielfältiger eine Gesellschaft, desto vielfältiger sind auch die Gedanken, die Lebensweisen, die Ideen dieser Gesellschaft". Diese Grundaussage formulierte Selma Emekci, Mitglied der Planungsgruppe, bereits auf dem Beteiligungsforum.

Neue Schwerpunkte - neues Logo
Dr. Gerd Baltes begrüßte im "Haus am Schlangenpfad" die Teilnehmer des Forums und dankte für die engagierte Arbeit im vergangenen Jahr. Höhepunkt der Forumsaktivitäten war eindeutig im Juni die "Woche der Vielfalt", an der das Forum täglich mit einer Veranstaltung beteiligt war. Die anschließende Moderation des Workshops lag in den bewährten Händen von Harald Hofmann.
Nach über drei Jahren Arbeit des Forums war es seine Aufgabe, zusammen mit der Planungsgruppe ein Resümee zu ziehen. Aufgrund personeller Veränderungen und Reflexion der Wirkung im Gemeinwesen wurde der Workshop unter zwei Leitfragen zusammengefasst:
"Wer sind wir? Was wollen wir in Zukunft?" Als wichtiger Schritt wurde eine verstärkte und transparentere Wirkung in der Öffentlichkeit herausgearbeitet. In diesem Zusammenhang konnte nach längerer Vorarbeit das neue Logo des Forums verabschiedet werden, unter dem es sich in Zukunft in der Öffentlichkeit präsentieren wird: drei stilisierte Personen stehen in einem regen, offenen und gleichberechtigten Austausch, im Dialog.

Eine höhere Präsenz und größere Wirkung wird weiterhin erwartet durch eine intensivere Pressearbeit und dem Auftritt in verschiedenen digitalen Medien. Eine Arbeitsgruppe wird sich dabei um die Erstellung eines "Interreligiösen Kalenders" kümmern, in dem die großen Feste der verschiedenen Religionen und Konfessionen aufgelistet werden. Erklärt und kommentiert werden sollen Feste und Rituale für die Leser*innen in einer zukünftigen Kolumne in Presseorganen.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit des Forums soll das Aufgreifen von Themen aus den Gemeinden sein, die gerade auch kontrovers, einem offenen Dialog entsprechend, diskutiert werden sollen. Ein Ziel bleibt dabei auch, diesen Dialog durch öffentliche Veranstaltungen in das Gemeinwesen zu tragen.

Das Forum möchte sich damit mit "kleinen Schritten auf einen langen Weg mit großer Wirkung" begeben.