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Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung

Im Rahmen des Handlungsfeldes „Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung“ soll die kulturelle Vielfalt der in Viernheim lebenden Menschen für die Stadt und deren Entwicklung nutzbar gemacht werden.

Ziel ist es, dieses Handlungsfeld im Umsetzungsprozess des vorliegenden Vielfalts- und Integrationskonzeptes strategisch auszurichten und als Baustein der Personal- und Organisationsentwicklung der Stadt Viernheim zu etablieren.

Ein zentrales Anliegen ist dabei die Erhöhung des Anteils der Beschäftigten mit Zuwanderungsgeschichte. Daher richtet die Stadtverwaltung bei Personalauswahlverfahren ein besonderes Augenmerk auf das Vorhandensein von interkultureller Kompetenz und Mehrsprachigkeit, insbesondere bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.

Wenngleich das Handlungsfeld „Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung“ noch weiterer Ausgestaltung bedarf, kann die Stadtverwaltung bereits einige Erfolge in ihrer interkulturellen Öffnung vorweisen. Dazu gehört, dass in unregelmäßigen Abständen ämterübergreifende Qualifizierungsmaßnahmen in interkultureller Kompetenz für Beschäftigte und Auszubildende stattfinden.

Einen bedeutenden Schritt ist die Verwaltung im Jahr 2009 mit der Einrichtung einerInterkulturellen Anlaufstelle im Rathaus gegangen. Qualifizierte Integrationslots*innenberaten darin Zugewanderte in Alltagsfragen und bei Behördengängen, leisten Übersetzungstätigkeiten und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Die Wichtigkeit dieser Stelle zeigt sich mitunter an der stetig steigenden Nachfrage nach muttersprachlichen Sprechstunden sowie an der Auslastung der Rathausanlaufstelle – sie ist die (mit einer großen Bandbreite von Anliegen) am häufigsten aufgesuchte interkulturelle Anlaufstelle in Viernheim. Um das Beratungsangebot kontinuierlich zu verbessern und die Angebote noch konkreter auf die Bedarfe der Zugewanderten auszurichten, finden regelmäßige Erfahrungsaustausche zwischen Verwaltungsbeschäftigten und Integrationslots*innen statt, die in Form von Teambesprechungen oder moderierten Workshops organisiert werden.

Einen weiteren Meilenstein bildet die Einrichtung eines Büros für Neuzugezogene, dessen strukturelle Ansiedlung im Amt für Soziales und Standesamt die Nutzung von Synergien ermöglicht. Ziel ist es, die Neuzugezogenen direkt bei der Wohnsitzanmeldung im Bürgerbüro „abzuholen“ und ihnen von Beginn an eine gleichberechtigte gesellschaftliche und soziale Teilhabe zu ermöglichen. In einem Erstgespräch sollen Neuzugezogene ein umfangreiches Beratungsangebot sowie ein schriftliches Informationspaket erhalten.

Ziele und Aufgaben:

  • Bedarfsspezifische und zielgruppenorientierte Ausrichtung des Verwaltungshandelns auf sich verändernde Bedürfnisse einer von Einwanderern geprägten Gesellschaft
  • Sicherstellung eines gleichberechtigten Zugangs zu städtischen Dienstleistungen
  • Etablierung eines interkulturellen Personalmanagements
  • Partizipation auf politischer Ebene
  • Erweiterung des Bildungsprogramms der öffentlichen Bildungseinrichtungen

Relevante Akteur*innen:

Personalabteilung | Amt für Soziales und Standesamt (Interkulturelle Anlaufstelle PfiVV, Büro für Neuzugezogene) | Parlamentarisches Büro | Ausländerbeirat/ Integrationskommission | Stadtbücherei | Museum | Musikschule | Feuerwehr

Frau Andrea Ewert

Haupt- und Rechtsamt
Abt. Einkauf, Organisation, EDV
Organisationssachbearbeiterin, Ausbildungsleiterin
Steuerung Integrationsprozess

Zi. 210, 2. OG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-319

Fax: 06204 988-382

Email:  AEwert@viernheim.de