Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim

Aufgaben

  • Sie wirkt bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Angelegenheiten der Stadt Viernheim mit, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben.
    Die verwaltungsinternen Aufgaben ergeben sich allgemein aus dem Hessischen Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und zum Abbau von Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung (HGlG). Weitere Informationen unter gesetzliche Grundlagen.
     
  • In Ihrem externen Wirkungskreis als Stabsstelle entsprechend § 4 Hessischer Gemeindeordnung entwickelt Sie Konzepte, initiiert Maßnahmen und erarbeitet Anregungen und Empfehlungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern, zum Beispiel durch:
    • Beratung der Einwohnerschaft der Stadt Viernheim zu allen Facetten der Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit
    • Leitung des bestehenden lokalen "Sozialen Netzwerks"
    • aktive Mitarbeit in sonstigen Netzwerken auf städtischer und regionaler Ebene sowie Kooperation mit Verbänden, Vereinen/Gruppierungen, Kirchen und der Arbeitsverwaltung in gleichstellungspolitischen Fragen
    • Berichte an die Verwaltungsführung und kommunalen Gremien über Ihre Arbeit.

Ziele

  • Verbesserung der sozialen Situation von Frauen
  • Herstellung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Förderung und Absicherung von Projekten und Einrichtungen für Frauen
  • Förderung der gleichberechtigten Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft
  • Herstellung von Öffentlichkeit und Bewußtseinsbildung zur Geschlechterdemokratie
  • Verwirklichung der Chancengleichheit von Mädchen
  • Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen im öffentlichen Dienst
  • Ermöglichung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Familien- und Pflegeaufgaben

Schlaglicht Monat April 2026

Veranstaltungen des Gleichstellungsbüros im April

 

Sonderausstellung "Frauen.Macht.Wandel." 

Die Ausstellung ist noch bis 3. Mai im Museum Viernheim, Berliner Ring, zu sehen. Führungen können gerne noch angefragt werden. Die Historikerin Annick Benz führt durch die Ausstellung und lässt Interessierte an den vielfältigen Wendungen und Entwicklungen der Frauenrechte, vor allem in der Zeit von 1860 bis 1948, teilhaben. 
Wenn Interesse an einer Führung besteht, bitte eine Anfrage per E-Mail an museum(at)viernheim.de . Die Kosten betragen für Erwachsene 5,- €, für Schüler*innen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Gleichstellungsbüros, dem Museum Viernheim, der Jugendförderung und dem Frauenmuseum Bonn. 

 

Am 15. April startet nach den Osterferien wieder der Upcycling-Kurs jeweils mittwochs von 14-16 Uhr mit Kinderbetreuung, im Familienbildungswerk, Weinheimer Str. 44. 
Einstieg ist jederzeit möglich. Anmeldung an gleichstellungsbuero(at)viernheim.de oder Tel. 06204-988-364.

 

Ab 16. April 2026 startet der Auffrischungskurs Krav Maga – Kurs für Frauen 8x immer donnerstags von 18:30-20 Uhr, im Gymnastikraum der SG, Am Sandhöfer Weg 4, unter der 
Leitung von Michael Linak. Die Teilnahmegebühr beträgt 99,--€. Die Kurs-Nr.: 26-3.0236
Der Kurs ist bereits ausgebucht. Es besteht die Möglichkeit sich auf die Warteliste setzen zu lassen:https://www.vhs-viernheim.de/kurssuche/kurs/Krav-Maga-Auffrischungskurs/26-3.0236 
Eine Kooperationsveranstaltung mit der VHS. 

 

22. April und 27. Mai 2026 findet der Gesprächskreis Trennung-Scheidung-Neubeginn im Museum Viernheim um 17 Uhr statt.
 Anmeldung unter gleichstellungsbuero(at)viernheim.de erforderlich.
https://www.viernheim.de/leben-bauen-bildung/viernheim-fuer/gleichstellung/trennung-scheidung.html

 

23. April 2026 Girls‘/Boys’Day 
Der Girls'Day und Boys'Day findet am 23. April 2026 statt. Dieses Angebot ist weltweit das größte Berufsorientierungsangebot, das den Gedanken einer Berufs- und Studienwahl frei von Rollenklischees fördert. Für Viernheim organisiert das Gleichstellungsbüro zusammen mit dem Förderband e.V. wieder den diesjährigen Girls'Day und Boys'Day. Die Stadtteilbüros der städtischen Jugendförderung unterstützen die Aktion. Wir danken ausdrücklich allen Viernheimer Betrieben, die auch in diesem Jahr den Aktionstag unterstützen! 

Nähere Informationen unter: https://www.viernheim.de/leben-bauen-bildung/viernheim-fuer/gleichstellung/maedchen-jungen/girlsday-und-boysday.html oder unter www.girls-day.de bzw. www.boys-day.de
 

25. April und 30. Mai 2026 Viernheimer Appell – Frauenspaziergänge 
„Allein kommen, gemeinsam gehen“
Der Frauenspaziergang in Viernheim ganz ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen und mitgehen! Am Samstag, 25. April, 15 Uhr, Treffpunkt Parkplatz am Familiensportpark West. Dauer bis ca. 1,5 Stunden. Initiiert wurde das Projekt von engagierten Frauen der Viernheimer Demokratie Initiative. Das Gleichstellungsbüro freut sich über die Initiative und unterstützt den Aufruf.

27. April 2026 Internationales FrauenCafé (IFC): Filzen im Museum
Das IFC öffnet am 27.4.26 um 15:30 Uhr im Zollamt des Museum, Weinheimer Str. 9, Viernheim. „Die Filzerei“ ist das Atelier von Steph Selke in Heidelberg. Hier bietet Steph seit über 10 Jahren Filzkurse an. Denn Wolle ist ein weiches Material, das sich mit ein paar Hilfsmitteln und den eigenen Händen zu wunderbaren Dingen formen lässt. Steph zeigt beim IFC in Viernheim mit einem passgenauen und kreativen Konzept wie „Filzen für Erwachsene“ funktioniert. Steph ist als Erziehungswissenschafterin und Soziologin auf pädagogische Vorhaben und solche Events im kunsthandwerklichen Bereich spezialisiert. Es sind KEINE VORKENNTNISSE erforderlich! Alle, die Lust haben mitzumachen sind willkommen! Natürlich gibt es, wie immer, Kaffee und Kuchen für die Filzerinnen. Wegen des begrenzen Platzes bitte unbedingt vorher unter gleichstellungsbuero(at)viernheim.de anmelden. Mehr Informationen zum IFC: https://www.viernheim.de/leben-bauen-bildung/viernheim-fuer/gleichstellung/migration-integration/internationales-frauencafe.html 

 

Thema: Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Der gewaltsame Tod einer 19-jährigen Frau im Mannheimer Käfertaler Wald macht fassungslos. Er steht beispielhaft für eine Realität, die viele Frauen betrifft. Unabhängig vom Einzelfall macht diese Tat erneut deutlich: Gewalt gegen Frauen ist kein isoliertes Ereignis, sondern Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Problems. Studien zeigen, dass ein Großteil der betroffenen Frauen Gewalt im sozialen Nahraum erlebt – oft durch (Ex)Partner oder Bekannte.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nicht hinnehmbar. Es braucht mehr Aufklärung, starke Hilfestrukturen und eine klare gesellschaftliche Haltung. Der bestehende Gewaltschutz hat nach wie vor erhebliche Lücken: 

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Menschenrechte vom Dezember 2024 zeigt die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland gravierende Lücken und damit einhergehend ein alarmierendes Bild des Ausmaßes geschlechtsspezifischer Gewalt. Dazu gehört, dass die Gewalt oft individualisiert und nicht als Ausdruck des strukturellen Machtungleichgewichts zwischen Frauen und Männer erkannt und dementsprechend bagatellisiert wird. Frauenhausplätze fehlen. Es gibt keine bundeseinheitliche Gewaltschutzstrategie und keine übergreifenden verbindlichen Standards und Konzepte und Vieles mehr. Quelle: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detail/kurzfassung-monitor-gewalt-gegen-frauen-umsetzung-der-istanbul-konvention-in-deutschland 

 

Digitale Gewalt – pornografische Deepfakes 

Die Debatte um pornografische Deepfakes ist aktueller denn je. 10 Jahre hat die Schauspielerin Collien Fernandes versucht herauszufinden, wer solche Deepfakes in ihrem Namen ins Netz stellt. Mit ihrer persönlichen Geschichte ist sie im März an die Öffentlichkeit gegangen, nachdem sie herausgefunden hat, dass diese Deepfakes aus ihrem direkten privaten Umfeld stammen. Siehe: https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/collien-fernandes-erstattet-anzeige-gegen-ex-mann-christian-ulmen-a-6abfb991-1665-4469-9c8e-3cc5a2cb4f29?giftToken=453894c4-bb71-42b8-995d-58d891a2e587

Doch was bedeutet der Begriff „Deepfake“ (Kofferwort aus „Deep Learning“ und „Fake“)? Er bezeichnet realistisch wirkende manipulierte Medieninhalte, also Videos, Bilder oder Töne, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt werden. Dadurch können Gesichter, Stimmen und Handlungen von Personen täuschend echt verändert oder völlig neu generiert werden. Tatsächlich scheint es, als würden Personen etwas sagen oder tun, das nie stattgefunden hat. Quelle: https://www.fortinet.com/de/resources/cyberglossary/deepfake 

Aktuell ist Bundesjustizministerin Stefanie Hubig dabei, das geplante Gesetz zum besseren Schutz vor digitaler Gewalt in „zwei große Blöcke zu regeln“: Es werde eine „Strafbarkeits-lücke schließen“ und so bei pornografischen Deepfakes „das Herstellen, Teilen und Verbreiten unter Strafe stellen“. Zudem werde es eine „bessere Durchsetzbarkeit“ regeln. Hubig erklärte, man könne dann „Auskunft beantragen über den Inhaber einer IP-Adresse“ sowie „im zweiten Schritt eine Accountsperrung beantragen und gerichtlich anordnen lassen“. In dem gemeinsamen Aufruf der Abgeordneten heißt es, digitale Gewalt sei kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems, das sich im Netz verschärfe. 
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/digitale-gewalt-gesetz-100.html 

In Berlin protestierten Tausende gegen sexualisierte digitale Gewalt und solidarisierten sich mit den Opfern. Auch in München, Köln, Hamburg und anderen Städten gingen Menschen auf die Straßen.

Hier ein paar Zahlen: 18.224 Frauen und Mädchen wurden 2024 Opfer digitaler Gewalt (zum Beispiel Cyberstalking, Bedrohung, Nötigung im Netz). Frauen sind mit 61% die größte Opfergruppe. Knapp 34% sind minderjährig. Quelle: https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_Straftaten_gegen_Frauen2024.html?utm_source=chatgpt.com 

In Solidarität mit Betroffenen werden auf der Petitionsplattform von Campact „10 Forderungen an die Bundesregierung" formuliert, die über folgenden Link unterzeichnet werden kann: 
https://weact.campact.de/petitions/in-solidaritat-mit-collien-fernandes-10-forderungen-an-die-bundesregierung?bucket=20260324-waeb-hv-solidaritat-mit-collien-fernandes-10-forderungen&share=fc819a4a-ed0d-4615-8685-743525ab6ff0&source=email&utm_campaign=20260324-waeb-hv-solidaritat-mit-collien-fernandes-10-forderungen&utm_medium=recommendation&utm_source=email

In diesem Sinne bleiben Sie aufmerksam!

Wir freuen uns über Anregungen, Kooperationsangebote, Ideen von Interessierten zum Thema Gleichstellung der Geschlechter. 

Ihr / Euer Gleichstellungsbüro

Das sind unsere Themen

Das Gleichstellungsbüro

Sprechzeiten

Mo & Mi: 8:00 bis 12:00 Uhr
sowie Mi: 14:00 bis 17:00 Uhr

und nach Vereinbarung!

oder schreiben Sie uns eine E-Mail:
gleichstellungsbuero(at)viernheim.de

Ihre Ansprechpersonen

Maria Lauxen-Ulbrich

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Gleichstellungsbeauftragte

Zi. 005, EG
Altes Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

>Telephone: 06204 988-361

>Fax: 06204 988-300

>Email:  MLauxen-ulbrich@viernheim.de


Birgit Herbold

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Mitarbeit

Zi. 004, EG
Altes Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

>Telephone: 06204 988-364

>Fax: 06204 988-300

>Email:  BHerbold@viernheim.de


So finden Sie uns:

Zu Fuß von Haltestelle „OEG-Bahnhof“: 

Von Haltestelle „OEG-Bahnhof“ aus den Berliner Ring überqueren. Versetzt geradeaus in die Bahnhofstraße gehen. Die Bahnhofstraße ganz durchgehen und die Weinheimerstraße überqueren. Versetzt in die Robert-Koch-Straße gehen und in die Rathausstraße (Fußgängerzone) einbiegen. Gerade aus auf der linken Seite sehen Sie das Rathaus. Nach vorheriger Anmeldung (im Gleichstellungsbüro) kommen Sie barrierefrei am linken Seiteneingang (ehemals Polizei) ins Rathaus.

Sie finden uns im Erdgeschoss, im Zimmer 012 (Maria Lauxen-Ulbrich) & Zimmer 013 (Birgit Herbold)