Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim

Aufgaben

  • Sie wirkt bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Angelegenheiten der Stadt Viernheim mit, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben.
    Die verwaltungsinternen Aufgaben ergeben sich allgemein aus dem Hessischen Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und zum Abbau von Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung (HGlG). Weitere Informationen unter gesetzliche Grundlagen.
     
  • In Ihrem externen Wirkungskreis als Stabsstelle entsprechend § 4 Hessischer Gemeindeordnung entwickelt Sie Konzepte, initiiert Maßnahmen und erarbeitet Anregungen und Empfehlungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern, zum Beispiel durch:
    • Beratung der Einwohnerschaft der Stadt Viernheim zu allen Facetten der Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit
    • Leitung des bestehenden lokalen "Sozialen Netzwerks"
    • aktive Mitarbeit in sonstigen Netzwerken auf städtischer und regionaler Ebene sowie Kooperation mit Verbänden, Vereinen/Gruppierungen, Kirchen und der Arbeitsverwaltung in gleichstellungspolitischen Fragen
    • Berichte an die Verwaltungsführung und kommunalen Gremien über Ihre Arbeit.

Ziele

  • Verbesserung der sozialen Situation von Frauen
  • Herstellung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Förderung und Absicherung von Projekten und Einrichtungen für Frauen
  • Förderung der gleichberechtigten Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft
  • Herstellung von Öffentlichkeit und Bewußtseinsbildung zur Geschlechterdemokratie
  • Verwirklichung der Chancengleichheit von Mädchen
  • Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen im öffentlichen Dienst
  • Ermöglichung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Familien- und Pflegeaufgaben
  • Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim ist sowohl als kommunale (externe) Gleichstellungsbeauftragte, als auch als verwaltungsinterne Gleichstellungsbeauftragte tätig.

"Schlaglicht des Monats" Oktober 2021

Rückblick Bundestagswahl September 2021: Ein Resümee lässt die Bundestagswahl zu: Die Gesamtheit derjenigen Bevölkerung, die gewählt hat, will einen Richtungswechsel. Ob dieser eine progressive Gleichstellungspolitik beinhalten wird, steht in den Sternen. Der Deutsche Frauenrat sieht hier Herausforderungen: "Auch der neue Deutsche Bundestag ist weit weg von einer demokratischen Repräsentation der Bevölkerung. Ein Frauenanteil von knapp 35% ist trotz seines leichten Anstiegs inakzeptabel. Die nächste Bundesregierung muss ein Paritätsgesetz auf den Weg bringen."
(Quelle: https://www.frauenrat.de/richtungswechsel-fuer-progressive-frauenpolitik/

Bundesweite Aktionen zum Thema Brustkrebs im Oktober "Aktion Lucia": Diesmal leuchten bereits am 30. September von 9-12 Uhr die 48 Lichter auf dem Spezialitätenmarkt in Viernheim. Die Lichter stehen für 48 Frauen, die jeden Tag in Deutschland an Brustkrebs sterben. Aktion Lucia soll mehr Licht ins dunkle Kapitel "Brustkrebs in Deutschland" bringen. Die Ärztin Katharina Rohmert von pro familia Bensheim und die Gleichstellungsbeauftragte, Maria Lauxen-Ulbrich, stehen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr für Fragen zur Verfügung. "Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen, aber auch Männer können erkranken," so Katharina Rohmert. "Die Selbstuntersuchung der Brust kann Früherkennungsuntersuchungen ergänzen."

2. Oktober "Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit": An diesem Tag soll der Gewaltlosigkeit gedacht werden. Der Tag wurde von der UN in Gedenken an Mahatma Gandhi - Geburtstag 2. Oktober - festgelegt. Gandhi war Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, seine Aktivitäten standen immer unter der Philosophie und Strategie von Gewaltlosigkeit. Er hat weltweit viele andere gewaltfreie Bewegungen inspiriert. "Gewaltlosigkeit ist die Antwort auf die wesentlichen politischen und moralischen Fragen unserer Zeit." (Martin Luther King Jr., den 10. Dezember 1964). Dieses Zitat aus Martin Luther Kings Nobelpreisrede zeugt von seinem Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit. Sein Standpunkt ist eng mit Gandhis Ideen und Grundsätzen verbunden, auf deren Grundlage er soziale Veränderungen zur Förderung der Bürgerrechte und zum Kampf gegen Rassenungleichheit bewirkte. Immer wieder beeinflussen Gandhis Grundsätze der Gewaltlosigkeit überall auf der Welt Proteste gegen Konflikte, Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Klimawandel und mehr.
https://www.peace-ed-campaign.org/de/event/international-day-of-non-violence/2021-10-02 

Ein stilles Gedenken gilt den weltweit Millionen Menschen, die Opfer von Krieg und Gewalt werden und/ oder auf der Flucht sind. 29 Kriege und bewaffnete Konflikte werden für 2020 weltweit genannt, siehe unter https://www.frieden-fragen.de/entdecken/weltkarten/kriege-weltweit-2020.html . So jedenfalls geht Gewaltlosigkeit nicht. 

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit veranstaltet Woche der "Seelischen Gesundheit" vom 8.-18. Oktober 2021: In diesem Jahr werden in Deutschland Familien in den Blick genommen. Unter dem Motto "Gemeinsam über den Berg - Seelische Gesundheit in der Familie" werden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen sowohl digital als auch live vor Ort stattfinden und über vielfältige Präventions- und Hilfsangebote aufklären. An der Auftaktveranstaltung am 8. Oktober kann live in Berlin (Anmeldung erforderlich) oder per Livestream (nicht anmeldepflichtig) teilgenommen werden.
Quelle: https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/ 
Hintergrund: Der internationale Tag der Seelischen Gesundheit wurde 1992 durch die World Federation for Mental Health mit Unterstützung der Weltgesundheits-organisation (WHO) ins Leben gerufen. 

11. Oktober "Internationaler Mädchentag": Am 11. Oktober findet der Internationale Mädchentag, auch Welt-Mädchentag genannt, der Vereinten Nationen statt. Er soll auf die "Belange von Mädchen und die Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind," hinweisen. Plan International ist die Initiatorin auf UN-Ebene zur Einführung des Tages: "Es gibt einen Welt-Kindertag, es gibt einen Welt-Frauentag. Warum brauchen wir einen eigenen Welt-Mädchentag? Die Antwort ist einfach: Trotz aller Fortschritte beachtet die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen konfrontiert sind, viel zu wenig. Zum Beispiel gehen weltweit rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Barrieren, wie Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie, selbstbestimmt zu leben. Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest, dass Mädchen und Jungen dieselben, unveräußerlichen Rechte haben. Allerdings haben sie immer noch nicht dieselben Chancen: Im Verhältnis werden Mädchen häufiger diskriminiert und an ihrer freien, selbstbestimmten Entfaltung gehindert. Der Welt-Mädchentag rückt diese Probleme und die Bedürfnisse von Mädchen in den Vordergrund. So wird auf internationaler Ebene ein Anstoß gegeben, die Situation von Mädchen zu verbessern."
Quelle: https://www.plan.de/kampagnen-und-aktionen/welt-maedchentag.html 

26. Oktober "Intersex Awareness Day": Am Intersex Awareness Day wird auf die Situation und die Menschenrechte von intergeschlechtlichen Menschen aufmerksam gemacht. Er findet seit 1996 jedes Jahr am 26.10. statt. 

Seit Ende 2018 haben intersexuelle Menschen in Deutschland die Möglichkeit, beim Eintrag ins Personenstandsregister außer den Geschlechtern "männlich" und "weiblich" auch die die sogenannte "Dritte Option" - "divers" - zu wählen (Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben vom 18. Dezember 2018 (BGBl. I Seite 2635). Im Oktober 2017 hatte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts der Beschwerde einer Inter*Person stattgegeben und entschieden, dass jenseits des binären Geschlechtermodells auch ein positiver Eintrag möglich sein muss. Deutschland gehört nun zu den wenigen Staaten weltweit, die die Existenz von mehr als zwei Geschlechtern rechtlich anerkennen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wirkt sich nicht nur auf das Personenstandsrecht aus, sondern hat Folgen für viele weitere Bereiche. Im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) betrifft das vor allem den Diskriminierungsschutz im Arbeitsleben. https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ThemenUndForschung/Geschlecht/Dritte_Option/Dritte_Option_node.html 

Das sind unsere Themen

Link zu Frauen & Arbeit

Frauen & Arbeit


"Eine gängige Erwartungshaltung ist doch: Frauen sollen so arbeiten, als ob sie keine Kinder hätten, und so erziehen, als ob sie nicht arbeiten würden.“

Zitat aus Interview Edition F mit Jutta Allmendinger

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Link zu Migration & Integration

Migration & Integration


„Migration ist kein rein männliches Phänomen. Wanderungen von Frauen finden aber deutlich weniger Beachtung. Dabei sind weltweit immer mehr Frauen unterwegs. Ihre Migrationserfahrungen unterschieden sich zum Teil deutlich von denen männlicher Migranten.“
Quelle: Samia Dinkelaker unter bpb

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Link zu Vereinbarkeit Beruf & Familie/Pflege

Vereinbarkeit Beruf & Familie/Pflege


In Zeiten mangelnder Kinderbetreuung und einer zunehmend alternden Gesellschaft ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von akuter Wichtigkeit. Vereinbarkeit darf nicht länger ein Frauenthema bleiben und Frauen vorwiegend für Familienfürsorge verantwortlich sein.

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Link zu Mädchen & Jungen

Mädchen & Jungen


Als Teenager kann das Leben schon anstrengend sein.

Keine Sorge: Das Gleichstellungsbüro Viernheim steht dir in allen Fragen rund um Liebe, Pubertät - und ja, sogar bei der Berufsorientierung zur Seite!

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Link zu Schutz vor Gewalt

Schutz vor Gewalt


"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

 Artikel 2, Absatz 2, Grundgesetz

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Link zu Selbsthilfe & Unterstützung

Selbsthilfe & Unterstützung


Selbsthilfe ist Zusammenkommen und über Probleme, Erfahrungen und im besten Fall auch Lösungen(!) sprechen. In einer vertrauten Runde Rat suchen und geben, ein offenes Ohr finden, Leid teilen.
Selbsthilfe bedeutet sich gemeinsam selbst helfen und nach vorne schauen.

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Das Gleichstellungsbüro

Sprechzeiten

Mo & Mi: 8:00 bis 12:00 Uhr
sowie Mi: 14:00 bis 17:00 Uhr

und nach Vereinbarung!

oder schreiben Sie uns eine E-Mail:
gleichstellungsbuero(at)viernheim.de

Ihre Ansprechpersonen

Frau Maria Lauxen-Ulbrich

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Gleichstellungsbeauftragte

Zi. 013, EG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-361

Fax: 06204 988-300

Email:  MLauxen-ulbrich@viernheim.de


Frau Birgit Herbold

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Mitarbeit

Zi. 013, EG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-364

Fax: 06204 988-300

Email:  BHerbold@viernheim.de


So finden Sie uns:

Zu Fuß von Haltestelle „OEG-Bahnhof“: 

Von Haltestelle „OEG-Bahnhof“ aus den Berliner Ring überqueren. Versetzt geradeaus in die Bahnhofstraße gehen. Die Bahnhofstraße ganz durchgehen und die Weinheimerstraße überqueren. Versetzt in die Robert-Koch-Straße gehen und in die Rathausstraße (Fußgängerzone) einbiegen. Gerade aus auf der linken Seite sehen Sie das Rathaus. Nach vorheriger Anmeldung (im Gleichstellungsbüro) kommen Sie barrierefrei am linken Seiteneingang (ehemals Polizei) ins Rathaus.

Sie finden uns im Erdgeschoss, im Zimmer 013