Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim

Aufgaben

  • Sie wirkt bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Angelegenheiten der Stadt Viernheim mit, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben.
    Die verwaltungsinternen Aufgaben ergeben sich allgemein aus dem Hessischen Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und zum Abbau von Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung (HGlG). Weitere Informationen unter gesetzliche Grundlagen.
     
  • In Ihrem externen Wirkungskreis als Stabsstelle entsprechend § 4 Hessischer Gemeindeordnung entwickelt Sie Konzepte, initiiert Maßnahmen und erarbeitet Anregungen und Empfehlungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern, zum Beispiel durch:
    • Beratung der Einwohnerschaft der Stadt Viernheim zu allen Facetten der Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit
    • Leitung des bestehenden lokalen "Sozialen Netzwerks"
    • aktive Mitarbeit in sonstigen Netzwerken auf städtischer und regionaler Ebene sowie Kooperation mit Verbänden, Vereinen/Gruppierungen, Kirchen und der Arbeitsverwaltung in gleichstellungspolitischen Fragen
    • Berichte an die Verwaltungsführung und kommunalen Gremien über Ihre Arbeit.

Ziele

  • Verbesserung der sozialen Situation von Frauen
  • Herstellung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Förderung und Absicherung von Projekten und Einrichtungen für Frauen
  • Förderung der gleichberechtigten Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft
  • Herstellung von Öffentlichkeit und Bewußtseinsbildung zur Geschlechterdemokratie
  • Verwirklichung der Chancengleichheit von Mädchen
  • Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen im öffentlichen Dienst
  • Ermöglichung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Familien- und Pflegeaufgaben
  • Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim ist sowohl als kommunale (externe) Gleichstellungsbeauftragte, als auch als verwaltungsinterne Gleichstellungsbeauftragte tätig.

"Schlaglicht des Monats"

30 Jahre Gleichstellungsbüro Viernheim

Ausstellungseröffnung „Mütter des Grundgesetzes“ durch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht beim Neujahrsempfang als Auftaktveranstaltung zur Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr

Am 1.1.1990 entstand auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Norbert Hofmann das Frauenbüro der Stadt Viernheim unter der damaligen Leitung von Rita Walraven-Bernau. Über die Intention des damaligen Bürgermeisters sowie über die bevorstehenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2020 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Dezember 2019 informiert.

„Bei meinen Gratulationsbesuchen erzählen mir die älteren Mitbürgerinnen aus Viernheim des Öfteren, dass sie ihren Ehemann damals um Erlaubnis fragen mussten, ob sie arbeiten dürfen“, berichtet Bürgermeister Matthias Baaß, der für die damalige Initiative seines Vorgängers, ein Frauenbüro einzurichten, heute sehr dankbar ist: „Das Frauenbüro galt zu dieser Zeit noch als eine freiwillige Aufgabe einer Kommune. Ich bin mir aber sicher, dass die Einrichtung damals vielen Frauen sehr geholfen hat“, so Baaß. Für die junge Generation sei dies kaum vorstellbar, dass Frauen bis 1962 ohne die Zustimmung ihres Ehemannes kein eigenes Bankkonto eröffnen durften und verheiratete Frauen erst nach 1969 als geschäftsfähig angesehen wurden.

Umso wichtiger sei es, im Jubiläumsjahr auf das Thema Gleichberechtigung aufmerksam zu machen und die Geschichte in Erinnerung zu rufen. Gleich am 10. Januar (Neujahrsempfang) findet die Auftaktveranstaltung zur großen Veranstaltungsreihe des 30jährigen Jubiläums des Gleichstellungsbüros im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Mütter des Grundgesetzes“ durch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht statt. Die Wander-Ausstellung ist sodann ab dem 13. bis 24. Januar im Familienbildungswerk, vom 27. Januar bis 7. Februar in der Friedrich-Fröbel-Schule, vom 10. bis 14. Februar in der Albertus-Magnus-Schule und zuletzt vom 17. Februar bis 6. März im Lernmobil zu besichtigen.
Gezeigt werden Lebensbilder der vier Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die als Minderheit des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Jahr 1949 beigetragen haben.

Auch der damalige Bürgermeister Norbert Hofmann hat eigene Erfahrungen in seiner Herkunftsfamilie gemacht und erinnert sich daran, wie seine Mutter benachteiligt wurde, weil sie arbeiten wollte. „In den 80er Jahren wurde die Gleichberechtigung auch in der Verwaltung oder in den Gewerkschaften immer mehr Thema“, so Hofmann, der mit der kommunalpolitischen Mehrheit die damalige Entscheidung, eine Frauenbeauftragte einzustellen, durchsetzte.

Das damalige Aufgabengebiet der Amtsinhaberin umfasste u. a. die Durchführung von regelmäßigen Sprechstunden mit Beratung und Hilfestellung, die Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Initiativen, intensive Öffentlichkeitsarbeit, Erstellung eines Jahresberichtes, Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen sowie die Beteiligung an der Erstellung eines Frauenförderplans für die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung, welches von der damaligen Frauenbeauftragten Rita Walraven-Bernau sehr aktiv und mit viel Durchsetzungsvermögen umgesetzt wurde, berichtet Norbert Hofmann.

Viel erreicht – viel zu tun

Die Einführung des Frauen-Nachtfahrdienstes Anfang der 90er Jahre, das erste Frauenfest sowie die Gründung der AG „Soziales Netzwerk“ nach der einjährigen Veranstaltungsreihe „Marmor, Stein und Eisen bricht“ 1994 betitelt die seit 1. April bei der Stadt Viernheim beschäftigte Gleichstellungsbeauftragte Maria Lauxen-Ulbrich als weitere Meilensteine, die auf das verdiente Konto ihrer Vorgängerin Walraven-Bernau gehen, die heute immer noch sehr gefragt und aktueller denn je seien. Es bleibt aber immer noch viel zu tun.

Eine traurige Bilanz zeigen Übergriffe von häuslicher Gewalt, die zu 85% an Frauen ausgeübt werden. Das Gewaltschutzgesetz hat einiges verbessert, dennoch fehle es an Plätzen in Frauenhäusern und Schutzwohnungen oder an Beratungs- und Hilfsangeboten für spezifische Gewalt-Formen wie Gewalt im Namen der „Ehre“, Genitalverstümmelung oder Prostitution. Die traurige Wahrheit: 176 Morde aus Beziehungstaten an Frauen im Jahr 2019

Ausblick auf Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2020

Das Gleichstellungsbüro hat für das Jubiläumsjahr eine ganze Veranstaltungsreihe mit vielen Highlights zusammengestellt: So heißt es unter anderem am 8. März zum 108. Internationalen Frauentag „Bühne frei“ im Treff im Bahnhof. Bei einem Frauenbrunch sind alle Frauen aufgerufen, sich zu beteiligen und einzubringen, die Möglichkeiten sind vielseitig. Für Informationen und Voranmeldungen steht das Gleichstellungsbüro unter 06204 988-364 oder 06204 988-361 zur Verfügung.

Am Samstag, 14. März, vor dem Equal Pay Day, gestalten wir gemeinsam mit dem DGB einen Marktstand und informieren über Lohnungleichheit, Altersarmut und vieles mehr. Gleich darauffolgend findet am 18. März der Frauentreff zum Thema „Alleinerziehend und vernetzt“ im Familienzentrum der AWO (Kirschenstraße) statt. Am 22. August gestalten wir gemeinsam mit dem Museum und der Seniorenberatungsstelle das Museumsfest mit dem Titel "Frauen-Blicke: Weibliche Perspektiven Viernheimer Stadtgeschichte".

Ende des zweiten Halbjahres dürfen dann noch zwei weitere Jubiläen gefeiert werden: am 27. Oktober „20 Jahre Internationales FrauenCafé“ sowie am 1. Dezember „30 Jahre Frauen-Nachfahrdienst“. Nebenbei sei erwähnt, dass bei Letzterem nun auch Mannheim auf die hessische Brundtlandstadt aufmerksam wurde und nach 29 Jahren ebenfalls den Frauen-Nachtfahrdienst eingeführt hat.

Interessierte Männer sind bei allen Veranstaltungen des Gleichstellungsbüros herzlich willkommen.

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Frauen & Arbeit


"Eine gängige Erwartungshaltung ist doch: Frauen sollen so arbeiten, als ob sie keine Kinder hätten, und so erziehen, als ob sie nicht arbeiten würden.“

Zitat aus Interview Edition F mit Jutta Allmendinger

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Migration & Integration


„Migration ist kein rein männliches Phänomen. Wanderungen von Frauen finden aber deutlich weniger Beachtung. Dabei sind weltweit immer mehr Frauen unterwegs. Ihre Migrationserfahrungen unterschieden sich zum Teil deutlich von denen männlicher Migranten.“
Quelle: Samia Dinkelaker unter bpb

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Vereinbarkeit Beruf & Familie/Pflege


In Zeiten mangelnder Kinderbetreuung und einer zunehmend alternden Gesellschaft ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von akuter Wichtigkeit. Vereinbarkeit darf nicht länger ein Frauenthema bleiben und Frauen vorwiegend für Familienfürsorge verantwortlich sein.

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Mädchen & Jungen


Als Teenager kann das Leben schon anstrengend sein.

Keine Sorge: Das Gleichstellungsbüro Viernheim steht dir in allen Fragen rund um Liebe, Pubertät - und ja, sogar bei der Berufsorientierung zur Seite!

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Schutz vor Gewalt


"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

 Artikel 2, Absatz 2, Grundgesetz

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Selbsthilfe & Unterstützung


Selbsthilfe ist Zusammenkommen und über Probleme, Erfahrungen und im besten Fall auch Lösungen(!) sprechen. In einer vertrauten Runde Rat suchen und geben, ein offenes Ohr finden, Leid teilen.
Selbsthilfe bedeutet sich gemeinsam selbst helfen und nach vorne schauen.

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Das Gleichstellungsbüro

Sprechzeiten

Mo & Mi: 8:00 bis 12:00 Uhr
sowie Mi: 14:00 bis 17:00 Uhr

und nach Vereinbarung!

oder schreiben Sie uns eine E-Mail:
gleichstellungsbuero(at)viernheim.de

Ihre Ansprechpartnerinnen

Frau Maria Lauxen-Ulbrich

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Gleichstellungsbeauftragte

Zi. 013, EG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-361

Fax: 06204 988-300

Email:  MLauxen-ulbrich@viernheim.de

Frau Birgit Herbold

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Mitarbeit

Zi. 013, EG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-364

Fax: 06204 988-300

Email:  BHerbold@viernheim.de

So finden Sie uns:

Zu Fuß von Haltestelle „OEG-Bahnhof“: 

Von Haltestelle „OEG-Bahnhof“ aus den Berliner Ring überqueren. Versetzt geradeaus in die Bahnhofstraße gehen. Die Bahnhofstraße ganz durchgehen und die Weinheimerstraße überqueren. Versetzt in die Robert-Koch-Straße gehen und in die Rathausstraße (Fußgängerzone) einbiegen. Gerade aus auf der linken Seite sehen Sie das Rathaus.

Sie finden uns im 2. OG im Zimmer 200