Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie informiert die Wirtschaftförderung der Stadt Viernheim über Hilfemöglichkeiten für Unternehmen

Wirtschaftsförderung: Hilfsmöglichkeiten und Informationen für Unternehmen

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Viernheim möchte in diesen schwierigen Zeiten Orientierung bei zahlreichen Fragestellungen geben

Wichtige Informationen zu den Themen

  •     Welche Vorgaben gelten in meinem Landkreis
  •     Branchenbezogene Hinweise
  •     Hessenweite Hotline
  •     Finanzielle Hilfen und Förderprogramme
  •     Quarantäne und Meldepflichten für Einreisende aus Risikogebieten

erhalten Sie auf der Homepage der Industrie- und Handelskammer Darmstadt


Lockdown wird verlängert und verschärft

Die Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sehen sich gezwungen, aufgrund weiterhin hoher Infektions- und Todeszahlen im Zusammenhang mit COVID 19, für Deutschland den Lockdown zu verlängern und zu verschärfen. Die gefassten Beschlüsse bleiben bis zum 31. Januar 2021 gültig.
Der Einzelhandel wird bis zum 31. Januar 2021 geschlossen. Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel und der Handel mit dringend notwendigen Waren des täglichen Bedarfs. Hierbei regelt jedes Bundesland selbst, wie dies konkret auszulegen ist. Hier finden Sie die aktuellsten Verordnungen und Allgemeinverfügungen des Landes Hessen hierzu.

Die finanzielle Unterstützung des Bundes und der Länder, für die von den Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen soll fortgeführt werden. Der Bund hat angekündigt, Hilfsprogramme zu verlängern und das Regelwerk der Überbrückungshilfe III entsprechend anzupassen. Die Überbrückungshilfe III steht im Dezember 2020 für die Unternehmen zur Verfügung, die aufgrund des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 13. Dezember 2020 im Dezember zusätzlich geschlossen wurden.

Informationen zu den Anpassungen der Überbrückungshilfe III finden Sie hier.
Informationen zu finanziellen Förderprogrammen hier.


Einschränkungen, Schließung und Vorgaben für Gewerbebetriebe

Einschränkungen, Schließung und Vorgaben für Gewerbebetriebe
Bei Fragen zum Thema Schließung, Einschränkungen und Ordnungsrechtliche Vorgaben für Gewerbebetriebe bietet das Ordnungsamt eine telefonische Beratung an

  • 988 444 - Frau Desiree Bauer
  • 988 254 - Gabriele Gutperle
  • 988 251 - Martin Bosold
  • 988 318 - Alexander Kuhn

Wichtige Informationen erhalten Sie auch hier


Vorlagen für Aushänge in Geschäften vom Handelsverband Hessen


Mit Perspektive aus der Krise

Die Corona-Krise hat viele Unternehmen in große finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Welche Möglichkeiten gibt es, mein Unternehmen wieder zu stabilisieren? Wie erkenne ich, wann es Zeit ist, zu handeln? Auch das Insolvenzrecht bietet Unternehmen Chancen, um wieder aus den roten Zahlen zu kommen.
Hier  finden Sie Hilfestellungen, Informationen und Checklisten für den Weg aus der Krise.


Zuschuss zu Digitalisierungsmaßnahmen

Bundesförderung
Mit „Digital jetzt“ bietet das Ministerium für Wirtschaft und Energie ein Förderprogramm für Unternehmen an. Kernpunkt ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss beim Transformationsprozess, hin zur Digitalisierung. Gefördert werden sowohl Investitionen in digitale Technologien wie auch die Qualifizierung von Beschäftigten.
Weitere Informationen zum Thema:  https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html

Landesförderung
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft hat in 2020 insgesamt rund sieben Millionen Euro im Rahmen des Digital-Zuschusses zur Verfügung gestellt. Innerhalb des Förderjahrs gab es drei stichtagsbezogene Förderaufrufe (17. März, 23. Juni und 15. September), an denen sich Interessenten über ein Onlineformular für die Antragstellung bewerben könnten. Das Verfahren ist in 2020 abgeschlossen. Sobald die Wirtschaftsförderung neue Informationen zu einem Folgeangebot hat, wird es hier vorgestellt. Weitere Informationen zum Thema: https://www.wibank.de/digital-zuschuss


Finanzielle Förderprogramme in der Coronakrise

Bund und Länder haben unterschiedliche finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen, um die wirtschaftliche Existenz von betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen sowie Freiberuflerinnen und Freiberuflern zu sichern.

Novemberhilfe / Dezemberhilfe / Außerordentliche Wirtschaftshilfe:

Für Unternehmen, welche seit dem 2. November 2020 bundesweit geschlossen sind, gibt es die außerordentliche Wirtschaftshilfe ("November- bzw. Dezemberhilfe"). Es wird ein nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt, der bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonates beträgt. Diese Hilfe gilt insbesondere für Restaurants, Hotels, Bars, Theater und Veranstaltungshäuser.
Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober beziehungsweise 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung bis einschließlich 31. Oktober 2020 gewählt werden.
Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31.01.2021 gestellt werden.
Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

Überbrückungshilfe (I - III):

Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind.

Die Überbrückungshilfe III steht einerseits für den Monat Dezember den seit dem 16. Dezember bundesweit geschlossenen Unternehmen zur Verfügung. Seit Januar 2021 gilt sie für alle Unternehmen, die von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen sind - also sowohl für die im Dezember neu bundesweit geschlossenen Unternehmen wie auch für diejenigen, die im November oder Dezember die "November"- bzw. "Dezemberhilfe" erhalten haben. Auch Unternehmen aller Branchen mit Umsatzeinbrüchen, unabhängig einer bundesweiten Schließung, können Fördergelder beantragen.
Die Überbrückungshilfe III sieht Zuschüsse zu den fixen Kosten der Unternehmen vor und schließt sich an die Überbrückungshilfe II an.
Zur Überbrückungshilfe III gehört auch die sogenannte "Neustarthilfe für Soloselbständige". Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen. Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können zudem für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen.
Bundeswirtschaftsministerium:

Anträge für die Überbrückungshilfe II, für die Monate September bis Dezember, können weiterhin auf dem gemeinsamen Portal des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie des Bundesministerium für Finanzen gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.
Die Überbrückungshilfe für die Fördermonate Juni bis August 2020 (Überbrückungshilfe I) ist ausgelaufen und kann seit 9. Oktober 2020 nicht mehr beantragt werden.

Weitere finanzielle Förderprogramme gegen die Coronakrise

Informationen zu Krediten zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen, Beteiligungen des Landes Hessen, Bürgschaften oder Steuererleichterungen finden siehier.

Notfallkasse-Hessen
Die Notfallkasse Hessen soll Schäden und Nachteile hessischer Unternehmen, die die Folgen der COVID-19-Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen hat, abmildern – und zwar bei denjenigen, die diese Schäden und Nachteile nicht aus anderen Programmen ausgleichen können oder denen der vertretbare Einsatz eigener Mittel bzw. die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen nicht möglich ist. Weitere Informationen hier.


HessenFonds für Wirtschaftsstabilisierungsmaßnahmen
Hessens Hilfe für mittelgroße Unternehmen, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, die Versorgungssicherheit, die kritischen Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Hessen hätte. Der HessenFonds unterstützt insbesondere Unternehmen, denen die bisherigen staatlichen Zuschüsse und Förderkredite nicht ausreichen, um die Krise zu überstehen. Diese Unternehmen können Bürgschaften und eigenkapitalstärkende Mittel erhalten. Auch die Förderung von Start-ups ist möglich. Während der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes vor allem Großunternehmen hilft, ergänzt das Land Hessen diese Förderlücke für den Mittelstand. Weitere Infos hier


Informationen für Betriebe der Hotellerie und Gastronomie

Umfassende Informationen für Betriebe der Hotellerie und Gastronomie finden sich beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (www.dehoga-corona.de), dem hessischen Hotel- und Gaststättenverband (www.dehoga-hessen.de) und der IHK.

Corona Sofort-Kleinbeihilfe für Gastronomiebetriebe

Die Hessische Landesregierung unterstützt die Neuanschaffung von materiellen Wirtschaftsgütern des Gastronomiebedarfes oder Investitionen, die zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebs (z.B. Umbauten) erforderlich und geeignet sind oder die die gastronomische Nutzung in Außenbereichen unterstützen.
Weitere Informationen hier.


GEMA und Rundfunkbeitrag/ GEZ erstattet bekommen

Bei einer behördlich angeordneten Schließung kann eine rückwirkende Freistellung der Rundfunkbeitragspflicht und die Erstattung der GEMA Lizenzgebühren beantragt werden.

Weitere Informationen:

Rundfunkbeitrag/ GEZ: Antrag auf rückwirkende Freistellung einer Betriebsstätte wegen behördlich angeordneter Schließung

GEMA: Allgemeine Informationen und FAQs zur Erstattung von GEMA Gebühren


Kostenfreie Seminare (online)

BIEG
Das Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG Hessen) bietet Unternehmen Unterstützung auf dem Weg in die Digitalisierung und bei Online-Marketing-Aktivitäten. Das BIEG ist eine Serviceeinrichtung verschiedener Industrie- und Handelskammern in Hessen.

27.01.2021 - "Datenschutz - das Update zum Jahresstart" (15.00- 16.30 Uhr) mehr

10.02.2021 - "Social Media- und Internetrecht - Sie bestimmen die Themen!" (15.00- 16.30 Uhr) mehr

24.02.2021 - "Mach´s selbst - mit WordPress zum Website-Erfolg!" (15.00- 16.30 Uhr) mehr
10.03.2021 - "Professionelles Newsletter-Marketing" (15.00- 16.30 Uhr) mehr
24.03.2021 - "Online-Marketing für Gründer" (15.00- 16.30 Uhr)mehr

Frühere Online-Seminare können im Blog des BIEG ebenso abgerufen werden wie eine Reihe weiterer nützlicher Hinweise und Tipps, die für Durchblick im digitalen Zeitalter sorgen. Kostenfreie Leitfäden bündeln Wissen zu den verschiedensten Themen im Onlinebereich und sind als PDF-Download zu folgenden Themen verfügbar: Online-Marketing, Suchmaschinen, Webdesign, Social Media, E-Mail-Marketing, E-Commerce, Recht sowie zu weiteren Spezialthemen.

Über 30 Vorträge, Interviews und Seminaraufzeichnungen finden Sie auf dem YouTube-Channel der BIEG. www.youtube.com/c/Bieg-hessenDe/videos
Weitere Informationen zum BIEG, den Online-Seminaren, zur Anmeldung sowie zu den Leitfäden sind unter www.bieg-hessen.de zu finden.

4.0-Kompetenzzentrum

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk.

19.01.2021 - Digitalisierung erleben - Lernparcours Industrie 4.0 (14.00 - 15.15 Uhr) mehr
26.01.2021 - Prozessoptimierung: Den digitalen Wandel vorbereiten (10.00 - 11.00 Uhr) mehr
27.01.2021 - Von analogem zu digitalem Shopfloor Management (9.00 - 13.00 Uhr) mehr
02.02.2021 - Energie im eigenen Unternehmen managen (10.00 - 11.30 Uhr) mehr


Ausbildung sichern: Finanzielle Hilfen für Betriebe

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ soll Ausbildungsbetriebe unterstützen und dazu motivieren, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten oder sogar zu erhöhen. Möglichst viele junge Menschen sollen eine Ausbildung beginnen und auch erfolgreich abschließen können. Das Land Hessen bietet zusätzlich eine Reihe von Förderungen für Ausbildungsbetriebe. Weitere Informationen hier.


Existenzgründung

Die monatlich stattfindende Existenzgründungsberatung

Das Angebot des monatlich stattfindenden kostenlosen Beratungstag für Existenzgründende der Wirtschaftsförderung Viernheim in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH ist weiterhin möglich. Allerdings finden derzeit die Beratungen über Videokonferenzen oder per Telefon statt. Vereinbaren Sie doch gleich einen individuellen Gesprächstermin.

Informationen zu Themen der kostenfreien Beratung und zur Terminvereinbarung finden Sie hier


Mehrwertsteuersenkung: Zurück zu 19 und 7 Prozent im Jahr 2021

Die befristete Senkung der Umsatzsteuersätze endet zum 31. Dezember dieses Jahres. Der Regelsteuersatz steigt wieder auf 19 Prozent, der ermäßigte Umsatzsteuersatz auf 7 Prozent. In der Gastronomie bleibt der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent auf alle Speisen bis zum 30. Juni 2021 bestehen. Nähere Informationen hier


"Corona-Perspektivenberatung" des RKW und des Landes Hessen

Die RKW Hessen GmbH und ihr angeschlossene Beraternetzwerk möchten kleine Unternehmen, Selbstständige sowie Freiberufler unterstützen und mit ihnen Ideen erarbeiten, wie sie Perspektive gewinnen, um über die Corona-Krise hinweg zu kommen. Die neue, dreitägige Perspektivenberatung kann bis zu 60 Prozent über das Land Hessen und die EU (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, EFRE) gefördert werden. Weitere Infos und Förderbedingungen finden Sie unter https://www.rkw-hessen.de/unternehmens-entwicklung/perspektivenberatung.html
Weitere Infos zum RKW Hessen: www.rkw-hessen.de
 


Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" - Unternehmensberatung (ab 2021)

Mit Wirkung zum 01. Januar 2021 wurde die Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um zwei Jahre verlängert.
Mit der Richtlinienverlängerung wird für die Möglichkeit eingeräumt, einen Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmensberatung zu erhalten. Unternehmen in Schwierigkeiten (gemäß der Richtliniendefinition) können zwei Zuschüsse beantragen. Diese nicht rückzahlbaren Zuwendungen erhält man unabhängig davon, ob und wie viele Zuschüsse man für Beratungen bis zum 31. Dezember 2020 beantragt oder erhalten hat. Die De-minimis-Höchstgrenzen sind zu beachten.
Nähere Informationen hier


Kurzarbeitergeld

Der Koalitionsausschuss hat sich auf die Verlängerung von finanziellen Coronahilfen für Arbeitnehmer und Unternehmen verständigt. Die Bezugsdauer wird für Betriebe, die bis zum 31.Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben, auf bis zu 24 Monate, längstens bis Ende 2021, verlängert. Die aktuell geltenden Sonderregelungen über den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld, dass kein Aufbau negativer Arbeitszeitsalden erforderlich ist und nur 10 Prozent der Belegschaft eines Betriebes von einem Entgeltausfall betroffen sein müssen, gilt bis zum 31.Dezember 2021 fort für alle Betriebe, die bis zum 31.März 2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben.

Weitere Infos


Checkliste für Unternehmen

Checkliste für Unternehmen
Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) hat eine Checkliste erstellt, worauf Unternehmen in der Coronakrise achten sollten.


Änderung der Handwerksordnung seit 14. Februar 2020

Durch die Änderung der Handwerksordnung am 14.02.2020 und die damit einhergehende Rückvermeisterung einer Vielzahl von Gewerken, gibt es einige Neuerungen zu beachten. Welche das sind, erfahren Sie hier


Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen wird bis 31. Januar 2021 ausgesetzt

Seit Beginn der Pandemie sind viele Firmen ohne eigene Schuld an ihre finanziellen Grenzen gekommen und ein Ende der Einschränkungen ist noch nicht in Sicht.
Bisher galt: Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist, müssen die Verantwortlichen innerhalb von drei Wochen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen.
Der Bundestag hatte aber bereits Ende März das Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz (COVInsAG) beschlossen: Die Drei-Wochen-Frist wurde bis zum 30. September ausgesetzt. Die Firmen sollten die Gelegenheit bekommen, sich mit staatlichen Hilfen zu sanieren.

Mit dem neuen Gesetz soll diese Regelung nochmal bis zum 31. Januar 2021 verlängert werden, allerdings nur für überschuldete Firmen: Wer bereits zahlungsunfähig ist, muss seit dem 1. Oktober wieder Insolvenz beantragen.

Hinter der Verlängerung steht der Gedanke, dass in vielen Fällen die Überbrückungshilfen für November und Dezember noch nicht ausbezahlt sind. Würde sich ein Unternehmen allein deswegen überschulden und einen Insolvenzantrag stellen müssen, würden die staatlichen Hilfen ad absurdum geführt.

Die Verlängerung gilt deshalb nur für Unternehmen, die im November oder im Dezember die sogenannten Novemberhilfen im Rahmen der Corona-Pandemie beantragt haben oder dazu berechtigt gewesen wären. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte eingeräumt, dass die Hilfen in voller Höhe erst im nächsten Jahr fließen.
Nähere Informationen hier
Informationen zur Beantragung der Insolvenz finden Sie hier.

Reform des Insolvenzrechts

Das Bundeskabinett hat am 14.10.2020 eine Reform des Insolvenzrechts beschlossen. Diese hilft unter anderem Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie finanzielle Schwierigkeiten haben, aber über ein überzeugendes Geschäftsmodell verfügen. Sie können nun zum Beispiel belastende Verträge beenden, wenn der andere Vertragspartner seine Zustimmung zur Anpassung oder Beendigung verweigert und ansonsten eine Insolvenz droht. Diese Möglichkeiten gibt es bisher nur im Rahmen des Insolvenzverfahrens.
Nähere Informationen hier


Förderung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 (Zuschuss)

Ein Sanierungsgutachten wird notwendig, sobald sich ein Unternehmen in einer Krisensituation befindet und Geld von der Bank braucht.
Die Erstellung eines solchen Gutachtensunterstützt die WIBAnk mit 50 Prozent, jedoch maximal 10.000 Euro.


Lebensunterhalt sichern für Freiberufler und Selbständige

Wer erfolglos alle Hilfsmöglichkeiten ausgeschöpft hat und den Lebensunterhalt für sich und seine Familie nicht mehr ausreichend aus eigenen Mitteln bestreiten kann, hat als Selbständige Person oder Freiberufler die Möglichkeit, Arbeitslosengeld II zu beantragen. Diese Sozialleistung orientiert sich an den Einkommens- und Vermögensverhältnissen aller Familienmitglieder und sichert das Existenzminimum in Form von aktuellen Unterkunftskosten und finanziellen Mittel zum Lebensunterhalt abzgl.. des vorhandenen Einkommens. Die Leistungen beinhalten auch einen Krankenversicherungsschutz. Nähere Informationen hier


Hilfen für Künstler und Kreative

Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Verschiedene Hilfsangebote sollen helfen, die Auswirkungen zu minimieren.

Nähere Informationen hierzu:


Unterstützung für Landwirte

Spezielle Informationen zur Hilfsmöglichkeiten für Landwirte erhalten Sie hier:


Steuern in Zeiten der Corona-Pandemie

Für Gewerbetreibende, die sich aufgrund der aktuellen Situation in finanziellen Schwierigkeiten befinden bzw. absehbar befinden werden, besteht hinsichtlich der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen die Möglichkeit, beim zuständigen Finanzamt einen Antrag auf Herabsetzung des Gewerbesteuer-Messbetrages zu stellen. Sofern Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, lassen Sie uns eine Kopie dieses Antrages unter Angabe Ihres Kassenzeichens (zu finden auf dem Gewerbesteuerbescheid) an folgende Kontaktdaten zukommen (per Post, Mail oder Fax):

Kämmereiamt
Abteilung Haushalts-, Finanz- und Steuerwesen
Kettelerstr. 3 | 68519 Viernheim
E-Mail:
Fax: 06204 988 385

Im Anschluss wird durch das Kämmereiamt bis zu einer Entscheidung durch das Finanzamt (in der Regel durch Erlass eines geänderten Gewerbesteuermessbescheides) die Forderung zunächst ausgesetzt.

Sollten Sie sich zusätzlich nicht in der Lage sehen, bereits bestehende steuerliche Forderungen (Gewerbesteuer-Veranlagungen aus Vorjahren) zu begleichen, besteht die Möglichkeit der Stundung (Verschiebung der Fälligkeit) bzw. des Vollstreckungsaufschubs (ab Fälligkeitstermin). Hierfür ist eine schriftliche Antragstellung unter den o.a. Kontaktdaten erforderlich.

Die Möglichkeit der Stundung ist in § 222 Abgabenordnung (AO) geregelt. Hiernach können Steuerschulden nur gestundet werden, wenn die Einziehung der Forderung für den Steuerpflichtigen eine erhebliche Härte bedeuten würde. Dies muss vom Steuerpflichtigen nachgewiesen werden.Pro vollem gestundeten Monat werden 0,5 % (6 % p.a.) Stundungszinsen erhoben.

Antrag auf Stundung von Steuerforderungen aufgrund der COVID-19 Krise Stadt Viernheim

Im Zuge der COVID-19 Krise können Zahlungspflichtige, die von den Auswirkungen des Coronavirus unmittelbar und nicht unerheblich betroffen sind, und die deshalb Schwierigkeiten haben, eine Stundung oder Ratenzahlung der fälligen Steuerforderungen bei der Stadt Viernheim / Kämmereiamt beantragen. Weitere Informationen im Bürgerservice.

Weitere Informationen zu Möglichkeiten der Steuererleichterungen in Zeiten der Coronakrise:

www.darmstadt.ihk.de


Alle Informationen unter www.viernheim.de/corona