Ihr Kontakt bei Fragen zum Vorhaben:

Herr Christoph Jung

Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung
Stadtentwicklung, Bauleitplanung, stv. Amtsleiter

Zi. 512, 5. OG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-296

Fax: 06204 988-257

Email:  CJung@viernheim.de

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Letzte Aktualisierung dieses Eintrages: November 2019 / Version: 4

Inhaltliche Beschreibung:

Das Gebiet Nord-West ll ist im Regionalplan Südhessen und im Flächennutzungsplan der Stadt Viernheim als künftige Wohnbaufläche dargestellt. Das Baugebiet befindet sich schon seit vielen Jahren in der Diskussion. Als besonders problematisch wurde dabei immer die Nähe zur Autobahn angesehen. Eine Bebauung im Bereich Nord-West ll ist daher nur möglich, wenn maximale passive Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden und diese auch im Bebauungsplan festgeschrieben werden. Erfahrungen mit diesen Festsetzungen konnte man im Baugebiet Schmittsberg II sammeln. Die Fläche schließt direkt im Norden und Westen an das Wohngebiet "Nordwest" an. Etwa 10-12ha Fläche sind als Zuwachsflächen "Wohnen" dargestellt.

Politische Beschlüsse zum Vorhaben:

Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 08.12.2016 die Verwaltung beauftragt, die vorbereitenden Untersuchungen (Schallschutz, Ökologie etc.) zur Baulandentwicklung des Erweiterungsbereichs des Baugebiets „Nord-West“ durchzuführen.

Aktueller Bearbeitungsstand:

Folgende vorbereitende Untersuchungen wurden durchgeführt;
1) Vorbericht Artenschutz, Dr. Fritz Büro Ökoplanung Darmstadt, (Beschreibung der anzutreffenden Tier- und Pflanzenarten, Ausweisung von Bereichen mit hoher Sensibilität)
2) Untersuchung zur verkehrlichen Erschließung (Büro von Mörner, Darmstadt)

Im März dieses Jahres hat das Land Hessen die so genannte Baulandoffensive gestartet. Die Initiative stellt ein Angebot an die Kommunen dar, durch das Land Hessen in einem ersten Schritt eine Machbarkeitsuntersuchung für die Entwicklung eines Baugebiets zu erstellen. Die Stadt Viernheim hat sich mit dem Baugebiet Nord-West ll für die Baulandoffensive beworben.
In enger Abstimmung mit dem Berechnungen zum Schallschutz durch das Büro Fritz & Kiefer, Darmstadt, wurde eine entsprechende Studie erstellt. Unter Berücksichtigung der prognostizierten Verkehrsbelastungen wurde als Berechnungsgrundlage ein städtebauliches Konzept mit einer abschirmenden Riegelbebauung erarbeitet. In diesem Prozess wurden auch die wirtschaftlichen Rahmendaten für das Baugebiet (Flächenbilanz, Anteil der öffentlichen Flächen, Bebauungsdichte) ermittelt. Im August dieses Jahres wurde die Machbarkeitsstudie den politischen Gremien vorgestellt. Die Studie ermittelt anhand einer städtebaulichen Kalkulation die Wirtschaftlichkeit der Entwicklung des Baugebietes. Entsprechend der Schwerpunkte der Baulandoffensive wurde zu einem großen Anteil die Realisierung von bezahlbarem Wohnraum der Kalkulation zu Grunde gelegt. Im Ergebnis wird die Machbarkeit positiv beurteilt.
Mittlerweile ist die MVV Regioplan mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes für 2 Entwicklungsvarianten beauftragt.

Kosten, soweit bezifferbar:

ca. 20.000 € (nur Voruntersuchungen)

Geplanter Zeitpunkt der Umsetzung / nächste Schritte:

Die Stadtverordnetenversammlung möchte die Entwicklung ähnlich wie im Baugebiet Schmittsberg II mit den Eigentümern der Grundstücke entwickeln.
Um die Bereitschaft der Eigentümer zur Mitwirkung abzufragen, müssen einige Rahmenbedingungen konkretisiert werden. So sind naturschutzfachliche Belange des Bestandes abzuklären. Darauf aufbauend soll ein städtebauliches Konzept erstellt werden.
Das Gebiet liegt im Einflussbereich des Planfeststellungsverfahrens zur Ertüchtigung der bestehenden Hochspannungsleitung zum Ultranet und der Abstandsvorgaben durch den Landesentwicklungsplanes. Die Stadt Viernheim hat hier Anregungen zur Optimierung der Trasse gegeben.

Betroffenes Gebiet:

Viernheim Nordwest

Bürgerbeteiligung vorgesehen?

Ja