Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim

Aufgaben

  • Sie wirkt bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Angelegenheiten der Stadt Viernheim mit, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben.
    Die verwaltungsinternen Aufgaben ergeben sich allgemein aus dem Hessischen Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und zum Abbau von Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung (HGlG). Weitere Informationen unter gesetzliche Grundlagen.
     
  • In Ihrem externen Wirkungskreis als Stabsstelle entsprechend § 4 Hessischer Gemeindeordnung entwickelt Sie Konzepte, initiiert Maßnahmen und erarbeitet Anregungen und Empfehlungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern, zum Beispiel durch:
    • Beratung der Einwohnerschaft der Stadt Viernheim zu allen Facetten der Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit
    • Leitung des bestehenden lokalen "Sozialen Netzwerks"
    • aktive Mitarbeit in sonstigen Netzwerken auf städtischer und regionaler Ebene sowie Kooperation mit Verbänden, Vereinen/Gruppierungen, Kirchen und der Arbeitsverwaltung in gleichstellungspolitischen Fragen
    • Berichte an die Verwaltungsführung und kommunalen Gremien über Ihre Arbeit.

Ziele

  • Verbesserung der sozialen Situation von Frauen
  • Herstellung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Förderung und Absicherung von Projekten und Einrichtungen für Frauen
  • Förderung der gleichberechtigten Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft
  • Herstellung von Öffentlichkeit und Bewußtseinsbildung zur Geschlechterdemokratie
  • Verwirklichung der Chancengleichheit von Mädchen
  • Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen im öffentlichen Dienst
  • Ermöglichung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Familien- und Pflegeaufgaben
  • Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim ist sowohl als kommunale (externe) Gleichstellungsbeauftragte, als auch als verwaltungsinterne Gleichstellungsbeauftragte tätig.

Praktikumsplatz zu vergeben

Wir haben von Februar bis April 2022 wieder einen Praktikumsplatz zu vergeben:

Interesse?

Dann melde Dich unter oder 06204 988-361.

Das Praktikum wird sowohl als verwaltungsorientiertes als auch als allgemeines praktisches Studiensemester anerkannt. Weitere Informationen hier.

"Schlaglicht des Monats" August 2021

Sommerzeit ist Ferienzeit. Diese hat in diesem Jahr mit einer der schlimmsten Naturkatastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz begonnen, die sich die Menschen in Deutschland und besonders in den betroffenen Regionen kaum vorstellen konnten. In stillem Gedenken widmen wir an dieser Stelle die ersten Zeilen unseres monatlichen Schlaglichts allen betroffenen Menschen in den Regionen.


Sexismus und Sport - Frauen wehren sich bei EM und Olympia

Mutige Sportlerinnen aus Norwegen und Deutschland. Fast zeitgleich gab es in den letzten Juli-Wochen zwei Eklats im Sport. Die Vorfälle wie folgt: 

Deutsche Turnerinnen in langen Gymnastikanzügen

"Die deutschen Turnerinnen sind bei den Olympischen Spielen in Tokio erneut in langen Gymnastikanzügen angetreten. Elisabeth Seitz, Kim Bui, Sarah Voss und Pauline Schäfer waren die einzigen Athletinnen in ihrer Disziplin, die bei der Qualifikation nicht in den üblichen beinfreien Einteilern turnten. Sarah Voss war die erste Turnerin gewesen, die bei einem internationalen Wettkampf mit bedeckten Beinen erschienen war. Auch Elisabeth Seitz setzt sich bereits seit einiger Zeit dafür ein, dass die Sportlerinnen die Wahl haben, was sie bei Wettkämpfen tragen. Sie und ihre Kolleginnen haben dazu wiederholt betont, dass sie nicht generell gegen die knappe Bekleidung sind, sondern dass es ihnen um Entscheidungsfreiheit geht, damit sich alle Beteiligten sicher fühlen können. Bei der Turn-EM in Basel hatten einige Athletinnen bewusst lange Kleidung getragen, um ein Zeichen gegen die Sexualisierung in ihrer Sportart zu setzen."

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/olympische-spiele-deutsche-turnerinnen-als-einzige-in.2851.de.html?drn:news_id=1284630 

Für Diskussion sorgen die Turnerinnen allemal, gut so. Bisher gibt es aber keine offiziellen Sanktionen gegen sie. Anders ging es den norwegischen Beachhandballerinnen. 

Norwegische Beachhandballerinnen in Shorts zu Strafe wegen "unangemessener Kleidung" verdonnert - Sängerin Pink will Strafe übernehmen

"Weil die Norwegerinnen bei der Beachhandball-EM nicht in den vorgeschriebenen Bikinihöschen spielten, mussten sie 1500 Euro Strafe zahlen. Nun erhalten sie Unterstützung von Popstar Pink. …. Die Spielerinnen der norwegischen Damenmannschaft hatten jüngst beim Spiel um Platz drei der Europameisterschaft statt der vorgeschriebenen Bikinihöschen etwas längere Sporthosen getragen. Nach einer Entscheidung der Europäischen Handball-Föderation müssen sie dafür wegen "unangemessener Bekleidung" eine Geldstrafe von 1500 Euro zahlen. Der Weltverband IHK schreibt vor, dass Männer während ihre Beachhandballspiels Shorts tragen müssen, die mindestens "zehn Zentimeter" über dem Knie enden. Spielerinnen müssen hingegen Bikinihosen tragen, die enganliegend sind und eine Seitenbreite von "maximal zehn Zentimetern" aufweisen."

Die Sängerin Pink hat angeboten, die Strafe zu übernehmen.

Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/leute/pink-will-geldstrafe-der-norwegischen-beachhandballerinnen-zahlen-a-bc9ff661-9fd3-4965-8c5d-de67274a5e1a 

Veranstaltungen: Langsam aber sicher dürfen wir uns wieder persönlich unter Beachtung der Hygieneregeln mit etwas mehr Personen als noch in den letzten Monaten treffen. Auch das Gleichstellungsbüro nutzt die Gelegenheit und führt bereits seit Juli den Gesprächskreis Trennung - Scheidung - Neubeginn wieder mit persönlicher Begegnung durch. Andere Veranstaltungen sind je nach Corona-Lage aber manchmal auch nach Erreichbarkeit möglicher Zielgruppen entweder online oder persönlich. 

Unser Gleichstellungstreff im August wird nochmals online stattfinden. Dies erübrigt eine Anreise für den Referenten, wir können so aber auch eine größere Öffentlichkeit zum Thema erreichen. Der Titel des Vortrags lautet "Männer und Gleichstellung". Hierzu sind alle Personen unabhängig vom Geschlecht eingeladen. 

Gleichstellungstreff "Männer und Gleichstellung"
Referent Matthias Schneider, Universität Frankfurt
Mittwoch, 18. August 2021, 19 Uhr, online-Vortrag
Online-Zugang https://viernheim.webex.com/ , Meeting-Kennnummer 175 013 6295, Passwort nUeiZxd8E33. 

Wir freuen uns auf viele Interessierte. 


Wichtige Tage im August gibt es wieder viele. Diesmal wollen wir den Tag des Sklavenhandels am 23. August kurz beleuchten. Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat zum Thema in ihren regelmäßig erscheinenden Blätter "Aus Politik und Zeitgeschichte" (kurz: APUZ) folgenden einleitenden Text veröffentlicht. 

Männer und Frauen sind Opfer moderner Sklaverei und extremer Arbeitsausbeutung. Frauen und Männer sind gleichzeitig Täterinnen und Täter. Die Anteile der Geschlechter an Opfern und Tätern sind jedoch ungleich verteilt: Frauen werden stärker ausgebeutet und versklavt als Männer. Warum ist das so?

Wir widmen uns dem Thema extremer Arbeitsausbeutung und Sklaverei in der heutigen Zeit aus einer Perspektive, die die Ambivalenz der Geschlechterverhältnisse jenseits einfacher Opfer-Täter-Schemata erfasst. Moderne Sklaverei definieren wir dabei als Oberbegriff für Zwangsarbeit, erzwungene sexuelle Ausbeutungen und einige Formen von Kinderarbeit. Auch Menschenhandel, der auf sexuelle Ausbeutung oder Zwangsarbeit abzielt, fällt darunter. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO, eine Sonderkommission der Vereinten Nationen, definiert Zwangsarbeit als "all work or service which is exacted from any person under the menace of any penalty and for which the said person has not offered him voluntarily". Die Vereinten Nationen zählen auch den Handel mit Organen zum Menschenhandel.

Die ILO beziffert das weltweite Ausmaß der Betroffenheit von Frauen und Mädchen von Zwangsarbeit mit 55 Prozent nur wenig höher als die Betroffenheit von Männern und Jungen. Doch was auf den ersten Blick wie ein annähernd gleiches Verhältnis aussieht, bedarf genaueren Hinschauens. So sind in dem genannten Anteil Zwangsehen nicht enthalten, die eine Form von Sklaverei darstellen, von der so gut wie ausschließlich Frauen und Mädchen betroffen sind. Frauen sind aber nicht nur Opfer von extremer Ausbeutung und Sklaverei, sondern auch häufig als Täterinnen in Netzwerke von Menschenhandel und Ausbeutung verstrickt. Nicht zuletzt sind sie als Akteurinnen von Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen wichtige Agentinnen im Kampf gegen ausbeutende Arbeitsverhältnisse und moderne Sklaverei.

Wir werden daher zunächst auf Umstände eingehen, die bedingen, dass Frauen in stärkerem Ausmaß als Männer extremer Arbeitsausbeutung und Versklavung unterliegen. Wir illustrieren in einem zweiten Schritt die Bereiche sexuelle Ausbeutung, Haushalt und Pflege sowie Sonderwirtschaftszonen als diejenigen Arbeitsarenen, in denen Frauen nicht nur traditionellerweise besonders betroffen sind. Im dritten Teil wechseln wir die Blickrichtung und nehmen Frauen als Täterinnen, vor allem als Menschenhändlerinnen, unter die Lupe. Der Beitrag schließt mit Überlegungen zur Frage, was gegen moderne Sklaverei unternommen werden kann."

Der vollständige Text findet sich unter https://www.bpb.de/apuz/216482/geschlechterverhaeltnisse-in-ausbeutenden-arbeitsbeziehungen 

Das sind unsere Themen

Link zu Frauen & Arbeit

Frauen & Arbeit


"Eine gängige Erwartungshaltung ist doch: Frauen sollen so arbeiten, als ob sie keine Kinder hätten, und so erziehen, als ob sie nicht arbeiten würden.“

Zitat aus Interview Edition F mit Jutta Allmendinger

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Link zu Migration & Integration

Migration & Integration


„Migration ist kein rein männliches Phänomen. Wanderungen von Frauen finden aber deutlich weniger Beachtung. Dabei sind weltweit immer mehr Frauen unterwegs. Ihre Migrationserfahrungen unterschieden sich zum Teil deutlich von denen männlicher Migranten.“
Quelle: Samia Dinkelaker unter bpb

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Link zu Vereinbarkeit Beruf & Familie/Pflege

Vereinbarkeit Beruf & Familie/Pflege


In Zeiten mangelnder Kinderbetreuung und einer zunehmend alternden Gesellschaft ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von akuter Wichtigkeit. Vereinbarkeit darf nicht länger ein Frauenthema bleiben und Frauen vorwiegend für Familienfürsorge verantwortlich sein.

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Link zu Mädchen & Jungen

Mädchen & Jungen


Als Teenager kann das Leben schon anstrengend sein.

Keine Sorge: Das Gleichstellungsbüro Viernheim steht dir in allen Fragen rund um Liebe, Pubertät - und ja, sogar bei der Berufsorientierung zur Seite!

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Link zu Schutz vor Gewalt

Schutz vor Gewalt


"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

 Artikel 2, Absatz 2, Grundgesetz

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Link zu Selbsthilfe & Unterstützung

Selbsthilfe & Unterstützung


Selbsthilfe ist Zusammenkommen und über Probleme, Erfahrungen und im besten Fall auch Lösungen(!) sprechen. In einer vertrauten Runde Rat suchen und geben, ein offenes Ohr finden, Leid teilen.
Selbsthilfe bedeutet sich gemeinsam selbst helfen und nach vorne schauen.

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Das Gleichstellungsbüro

Sprechzeiten

Mo & Mi: 8:00 bis 12:00 Uhr
sowie Mi: 14:00 bis 17:00 Uhr

und nach Vereinbarung!

oder schreiben Sie uns eine E-Mail:
gleichstellungsbuero(at)viernheim.de

Ihre Ansprechpartnerinnen

Mrs. Maria Lauxen-Ulbrich

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Gleichstellungsbeauftragte

Zi. 013, EG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

>Telephone: 06204 988-361

>Fax: 06204 988-300

>Email:  MLauxen-ulbrich@viernheim.de


Mrs. Birgit Herbold

Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Mitarbeit

Zi. 013, EG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

>Telephone: 06204 988-364

>Fax: 06204 988-300

>Email:  BHerbold@viernheim.de


So finden Sie uns:

Zu Fuß von Haltestelle „OEG-Bahnhof“: 

Von Haltestelle „OEG-Bahnhof“ aus den Berliner Ring überqueren. Versetzt geradeaus in die Bahnhofstraße gehen. Die Bahnhofstraße ganz durchgehen und die Weinheimerstraße überqueren. Versetzt in die Robert-Koch-Straße gehen und in die Rathausstraße (Fußgängerzone) einbiegen. Gerade aus auf der linken Seite sehen Sie das Rathaus. Nach vorheriger Anmeldung (im Gleichstellungsbüro) kommen Sie barrierefrei am linken Seiteneingang (ehemals Polizei) ins Rathaus.

Sie finden uns im Erdgeschoss, im Zimmer 013