Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung: Viernheimer Stadtpolizei testet Bodycams

Mehrwöchiger Praxistest unter unterschiedlichen Einsatzbedingungen

Mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte: Die Stadtpolizei Viernheim wird künftig mit sogenannten „Bodycams“ ausgestattet. Die Einführung der am Körper getragenen Kameras wurde bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Haushalt 2026 beschlossen. Bevor die Geräte dauerhaft zum Einsatz kommen, wird nun über mehrere Wochen ein ausgewähltes Modell getestet. Erste Gelegenheiten dazu bieten unter anderem die Vernemer Kerwe und die Martinsumzüge. Dabei steht vor allem die Technik auf dem Prüfstand: Viele Menschen, schwierige Lichtverhältnisse und möglicherweise schlechtes Wetter bieten anspruchsvolle Bedingungen, um die Technik und den Umgang mit den Geräten auf die Probe zu stellen.

Deeskalation und Sicherheit im Mittelpunkt

Die Bodycams sollen nicht nur mögliche Vorfälle dokumentieren, sondern vor allem dabei helfen, angespannte Situationen zu entschärfen. Das Besondere: Sobald eine Aufnahme gestartet wird, erscheint das Videobild auf einem gut sichtbaren Display. Die gefilmten Personen können sich und ihr eigenes Verhalten dadurch unmittelbar - wie in einem Spiegel - sehen. Das kann beruhigend wirken und verhindern, dass Konflikte eskalieren.

Auch der Datenschutz ist geregelt: Die Kameras zeichnen nicht dauerhaft auf. Erst wenn der Aufnahmeknopf bewusst betätigt wird, wird eine Aufnahme gespeichert. Dabei werden auch die zwei Minuten vor dem Start erfasst. Zugriff auf das Material haben ausschließlich berechtigte Personen des Amts für öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Nach Abschluss der Testphase zieht das Ordnungsamt Bilanz: Wie haben sich die Kameras im Alltag bewährt? Wie einfach sind sie zu bedienen? Und welchen Nutzen bringen sie in der Praxis? Die gewonnenen Erfahrungen sollen in die Vorbereitung des dauerhaften Einsatzes einfließen.