Am Dienstag, 17. März, kommt es auf der Landesstraße L3111 im Bereich Levi-Strauss-Allee/Lilienthalstraße zu einer zeitweisen Vollsperrung. Grund hierfür ist der Rückbau einer Kabelbrücke (Traverse), die quer über die Straße verläuft.
Die Sperrung betrifft den Abschnitt der L3111 zwischen dem Kreisverkehr Friedrich-Ebert-Straße und dem Kreisel Wiesenweg. Der Bereich wird in der Zeit von 9 bis 15 Uhr in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Der gewählte Zeitraum wurde bewusst so festgelegt, dass die Maßnahme nach dem morgendlichen Berufsverkehr beginnt und vor dem einsetzenden Feierabendverkehr beendet sein soll, um die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten.
Die zurückzubauende Traverse wurde im April 2023 errichtet, um die Gemeinschaftsunterkunft in der Lilienthalstraße mit ausreichend Strom zu versorgen.
Während der Sperrung wird der Verkehr vom südlichen Kreisel über die Friedrich-Ebert-Straße in die Wiesenstraße zum nördlichen Kreisel am Wiesenweg umgeleitet. Die Zufahrt zum Bannholzgraben bleibt weiterhin möglich: Verkehrsteilnehmende können den Bereich vom Kreisel Wiesenweg kommend über die Gro-Harlem-Brundtland-Straße erreichen.
Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Arbeiten. Es wird empfohlen, während der Maßnahme nach Möglichkeit alternative Routen zu nutzen, um Verzögerungen zu vermeiden.
Unterkunft Lilienthalstraße wird aufgegeben
Bei der Gemeinschaftsunterkunft in der Lilienthalstraße handelt es sich um ein früheres Bürogebäude, das die Stadt Viernheim im Frühjahr 2023 kurzfristig anmieten konnte.
Zuvor hatte der Kreis Bergstraße bekanntgegeben, dass die Unterbringung von Geflüchteten künftig von den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet organisiert werden muss und nicht mehr von der Kreisverwaltung.
Das Gebäude wurde daraufhin auf Grundlage eines befristeten Mietvertrags als Unterkunft genutzt. Dieser Vertrag läuft nun aus. Die dort untergebrachten Bewohnerinnen und Bewohner sind inzwischen auf die drei weiteren Unterkünfte im Stadtgebiet verteilt worden.
An den Standorten Industriestraße, Friedrich-Ebert-Straße und Heinrich-Lanz-Ring leben derzeit jeweils zwischen 75 und 100 Personen. Insgesamt hat die Stadt Viernheim seit Beginn der Aufgabe der kommunalen Unterbringung 512 Personen aufgenommen (Stand: 5. März 2026).
Der Zustrom Geflüchteter hat zuletzt deutlich abgenommen. Dennoch kommen weiterhin regelmäßig Menschen an. Aufgrund internationaler Krisen – etwa in der Ukraine oder im Iran – muss jederzeit mit Veränderungen gerechnet werden. Erfreulich ist, dass 264 Personen inzwischen privaten Wohnraum in Viernheim oder anderen Städten gefunden haben. Dies hat wesentlich zur aktuell entspannteren Situation beigetragen.
Um die Aufnahmequote künftig zuverlässig erfüllen zu können und auf mögliche Krisensituationen vorbereitet zu sein, hat der Magistrat bereits im vergangenen Jahr entschieden, die Immobilie auf dem ehemaligen Fourman-Gelände anzumieten. Die Unterkunft war zuvor vom Kreis Bergstraße genutzt worden, stand diesem nach einem Brand jedoch nicht mehr zur Verfügung. Nach einer Sanierung soll das Gebäude im weiteren Verlauf des Jahres wieder für eine Belegung durch die Stadt Viernheim bereitstehen. Weitere Zuweisungen durch den Kreis Bergstraße sind angekündigt.
