Stadtverwaltung/Stadtwerke GmbH informieren: Sachstand Wärmeplanung und Fachvortrag zum Thema Heizen mit Wärmepumpen

Mittwoch, 15. April 2026, 19 Uhr, im Bürgerhaus

Auf Bundesebene haben Vorgaben im Gebäudeenergiegesetz für viel Diskussion im politischen Raum geführt, ein Teilergebnis dieser Diskussionen war der Auftrag an alle Städte und Gemeinden in Deutschland, eine „Wärmeplanung“ durchzuführen. Die damit verbundene Hoffnung: vor Ort lassen sich Wärmeerzeuger und Wärmeverbraucher mit einem zu bauenden Netz so verbinden, dass entstehende Wärme effizient genutzt werden kann. Und zunehmend Wärme nur noch regenerativ erzeugt wird, also ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe. So gibt es in Viernheim bereits seit den 1990er Jahren das Blockheizkraftwerk „Essigzapfen“, welches etwa 10 Prozent der Haushalte in Viernheim mit Wärme versorgt, gegenwärtig noch auf der Basis von Erdgas.

In Viernheim erarbeitet derzeit die Stadtwerke GmbH die kommunale Wärmeplanung, erste Ergebnisse zeigen, die Wärmepumpe wird oft die beste individuelle Lösung sein. In einer Informationsveranstaltung für die Bürgerschaft soll nun von Stadtwerken und Stadtverwaltung gemeinsam der aktuelle Stand der Wärmeplanung erläutert und zugleich in einem Fachvortrag „Wärmepumpe - einfacher als von vielen gedacht“ informiert werden. 

Nach einer Begrüßung und Einführung durch Bürgermeister Matthias Baaß wird Dr. Ralph Franke, Geschäftsführer der Stadtwerke Viernheim GmbH, die ersten Zwischenergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vorstellen. Er wird dabei auch auf die bisherigen Planungen zum bestehenden Fernwärmenetz eingehen, die Wärmepumpe aus Sicht der Stadtwerke einordnen und den geplanten Grüngastarif vorstellen. 

Als beste individuelle Lösung für die Wärmeversorgung eines Hauses ist die Wärmepumpe zu sehen. Sie gilt als regeneratives Heizsystem und erfüllt die Anforderungen des Klimaschutzes. Dies auch, wenn die Anforderungen des in diesem Jahr neu beschlossenen Gebäudemodernisierungsgesetzes zugrunde gelegt werden. Die Wärmepumpe lässt sich individuell anpassen und ist unabhängig von schwankenden Gaspreisen. Die Förderung ist hoch und liegt aktuell bei mindestens 30 Prozent, in selbst genutzten Einfamilienhäusern bei 50 Prozent, wenn die Wärmepumpe eine mindestens 20 Jahre alte Gaszentralheizung oder eine alte Kohle-, Öl-, Nachtspeicher- oder Gasetagenheizung (unabhängig vom Alter) ersetzt. Mit dieser Förderung entsprechen die Kosten für eine Wärmepumpe etwa denen für eine neue Gasheizung.

 „Wärmepumpe - einfacher als von vielen gedacht“ 

Unter diesem Titel wird Herr Christian Ochs, Geschäftsführer der Firma Heizung-Expert GmbH aus Ketsch, einen interessanten Vortrag halten, auch anhand eines Beispiels aus Viernheim. Herr Ochs hat bereits mehrere Hundert Wärmepumpen installiert und verfügt somit über sehr viel Erfahrung. Besonders geeignet ist der Informationsabend für alle, die vor der Entscheidung stehen, eine neue Heizung einzubauen. Die Bürgerschaft ist herzlich eingeladen.