Kompass Umwelt-und Energieberatung Viernheim e.V. informiert: Essbare Blüten, Wildkräuter oder nur Unkraut?

Viernheim (Anja Weber) Am 29. April 2026 ermöglichte der Verein Kompass Umwelt- und Energieberatung Viernheim e.V. der Intensivklasse der Friedrich- Fröbel-Schule die Teilnahme an einem ihrer vielseitigen Kurse. 

Schon früh am Morgen machten sich die Schüler und ihre Lehrerin Magdalena Nazarko auf den Weg zu dem Grundstück der SOLAWI in Viernheim, wo sie von der Referentin Anja Weber begrüßt wurden, um gemeinsam mit ihr einen spannenden Tag mit und in der Natur zu erleben.

Es drehte sich alles um das Thema Wildkräuter, essbare Blüten, Küchenkräuter oder am Ende doch Unkraut

Mit dem Spiel Staffellaufmemory, bei dem die Schüler sich spielerisch dem Thema näherten, begann der gemeinsame Vormittag. Aufgeteilt in zwei Mannschaften, sollten die Schüler beim Rennen, schnellstmöglich viele gleiche Bildpaare, die auf verdeckten Karten, auf welchen verschiedenen Kräuter und Blüten zu sehen waren, finden.

Aufgewärmt und fröhlich ging es dann zur nächsten Aufgabe.

Alle versammelten sich um eine auf dem Boden liegende Decke, auf der sehr viele Karten lagen, auf der viele verschiedenen Kräuter und Blüten zu sehen waren.

Die Gruppe sollte sich die Karten genau ansehen und jeder durfte sich dann die Bildkarten nehmen, auf der sich eine Pflanze befand, die sie schon kannten oder gar gegessen haben. Der Reihe nach erzählten sie dann, wie die Pflanze heißt, wo sie diese schon einmal verwendet hatten und nannten den Namen der Pflanze in ihrer Muttersprache.

Die Referentin war sehr erstaunt, wie viele Kräuter, insbesondere Wildkräuter wie das Hirtentäschel, der Spitzwegerich oder die Schafgarbe, die Schüler erkannten und auch deren Nutzen kannten. Bevor die jungen Leute die Kräuter den Kategorien Wildkräuter, Küchenkräuter, essbare Blüten und Unkraut zuordnen sollten, erzählte Frau Weber ihnen einiges Wissenswertes über die verschiedenen Kräuter.

Erstaunt waren die Schüler am Ende dieser Aufgabe, dass nicht eine einzige Karte unter der Kategorie Unkraut landete.

Da sich die Klasse im Vorfeld gewünscht hatte einmal Stockbrot zu machen, musste sich jemand bereit erklären, dass hierfür nötige Lagerfeuer zu machen. Schnell waren ein Junge und ein Mädchen gefunden die sich bis zum Finale sehr verantwortungsbewusst um das Feuer kümmerten.

Die restliche Gruppe machte sich dann auf den Weg zu einem Sparziergang über das gesamte Gelände der SOLAWI wo all die Kräuter und Blüten, die sie zuvor kennengelernt hatten, zu finden waren. Auch hierbei lernten die Schüler nochmal allerhand über die Pflanzen. Außerdem durften sie von dem angebauten Gemüse und den Kräutern alles probieren, was sie gerne einmal probieren wollten.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen sollten die Schüler nun mit Hilfe der Bildkarten allein losziehen, um die darauf abgebildeten Kräuter und Blüten zu finden und zu ernten. Schon nach kurzer Zeit kamen alle voller Stolz mit all den gesammelten Kräutern zurück. Nachdem alle Pflanzen noch einmal der dazugehörigen Karte zugeordnet wurden, wurden die Kräuter gewaschen und kleingeschnitten um sie zu zwei unterschiedlich schmeckenden Kräuterbuttern, zu verarbeiten. Bei einer kleinen „Challenge“ ging es nun darum wer zuerst aus Sahne, Gewürzen und den Kräutern, und durch kräftiges Schütteln aus der Sahne Butter gewinnt, welche dann zuerst auf Brot und später dann auf dem Stockbrot verzehrt wurde.

Die Klasse hatte so viel Spaß am Sammeln, Verarbeiten und am Lagerfeuer, dass sie erst einen Bus später als geplant, zurückfuhren.

Am Ende bedankte sich jeder einzelne Schüler und auch Magdalena Nazarko ganz herzlich bei der Referentin für diesen erlebnisreichen Tag.

Ein Dankeschön geht an die Familie Renner, welche ihr Grundstück und die Feuerstelle immer wieder für unterschiedliche Kurse zu Verfügung stellt.

Text: Anja Weber