Wirtschaftsförderung: Zwischen Nostalgie und Neuanfang - Café Aren im Apothekerhof

Auf einen Kaffee und sich zuhause fühlen

Seit dem Herbst vergangenen Jahres bereichert das Café Aren in der Rathausstraße 41 B die Viernheimer Innenstadt. Nun informierten sich Bürgermeister Matthias Baaß sowie Alexander Schwarz und Claus Bunte von der städtischen Wirtschaftsförderung bei einem Besuch im Apothekerhof über die Entwicklung des noch jungen Betriebs.

In den Räumlichkeiten des ehemaligen Unverpacktladens „Einkorn“ hat Inhaberin Ceylan Ballikaya ein Café mit besonderem Charakter geschaffen. Die detailverliebte Vintage-Einrichtung, warme Farbtöne und bewusst gesetzte nostalgische Akzente verleihen den Räumen eine Atmosphäre, die an frühere Zeiten erinnert. „Viele Gäste schätzen genau dieses Ambiente: auf einen Kaffee einkehren und sich dabei wie zuhause fühlen“, so Ceylan Ballikaya, die in ihrem Café persönliche Geschichte, kulturelle Einflüsse und gestalterische Leidenschaft verbindet.

„Wer hier eintritt, entdeckt immer wieder neue Details. Das kann man kaum beschreiben – das muss man selbst erlebt haben“, so Bürgermeister Matthias Baaß. Gerade diese persönliche Handschrift mache den besonderen Reiz des Cafés aus. Nichts wirkt zufällig – jede Tasse, jeder Stuhl, jedes Accessoire ist Teil eines Gesamtkonzepts, das Erinnerungen wecken und Geborgenheit vermitteln soll. Ballikaya, gebürtige Viernheimerin mit kurdischen Wurzeln, beschreibt ihr Café als persönlichen Herzensort. Ihre Begeisterung für vergangene Zeiten, für Beständigkeit und echte Begegnungen spiegelt sich sowohl in der Einrichtung als auch in der Haltung wider, mit der sie ihre Gäste empfängt. Genau dieses Gefühl von Vertrautheit prägt die besondere Atmosphäre des Cafés. 

Auch kulinarisch trägt das Café eine eigene Note. Das Angebot ist westöstlich geprägt und verbindet unterschiedliche Einflüsse: Neben Kaffee- und Kuchenspezialitäten sowie Frühstück finden sich Pinsa, wechselnde Tagessuppen und Speisen mit Zutaten wie Datteln oder Walnüssen auf der Karte. Tradition und Moderne greifen dabei ineinander. 

Über das gastronomische Angebot hinaus versteht sich das Café als Ort der Begegnung. Ceylan Ballikaya ist selbst Musikerin und möchte künftig verstärkt kulturelle und musikalische Veranstaltungen anbieten. Ein Klavier im Gastraum wird gelegentlich von Gästen genutzt – sofern alle Anwesenden einverstanden sind. So entstehen spontane musikalische Momente, die dem Café eine besondere Note verleihen. Für die Sommermonate ist zudem eine Außenbestuhlung im Apothekerhof geplant.

Der Name „Aren“ ist persönlich geprägt: Er ist der Name ihres Sohnes und steht sinngemäß für ein „glänzendes Sandkorn in der Wüste“ – etwas Kleines, das dennoch strahlt. Dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Konzept. 

Aktuell ist das Café mittwochs bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Montags, dienstags und samstags bleibt das Café geschlossen. Perspektivisch möchte die Inhaberin ihre Öffnungszeiten erweitern und sucht hierfür personelle Verstärkung.

Auch die Wirtschaftsförderung sieht in der Entwicklung im Apothekerhof ein positives Signal für die Innenstadt. Die gelungene Nachnutzung der Fläche sowie ein individuelles, tragfähiges Konzept stärken die Attraktivität des Standorts. „Inhabergeführte Betriebe mit klarer Identität sind ein wichtiger Bestandteil einer vielfältigen Stadtmitte“, so das Fazit von Alexander Schwarz und Claus Bunte. Positiv bewerten die beiden zudem, dass Ceylan Ballikaya eigene Ideen für kulturelle und musikalische Veranstaltungen entwickelt und damit zusätzliche Impulse in die Innenstadt einbringt. Als Mitglied der City-Gemeinschaft beteiligt sich das Café Aren unter anderem am Format „Taste & Meet“ und engagiert sich damit aktiv im gemeinsamen Netzwerk der Innenstadtakteure.

Mit dem Café Aren bereichert ein „glänzendes Sandkorn“ die Viernheimer Innenstadt – ein kleiner Ort mit großer Ausstrahlung und viel Engagement.